AnsbachNetzdienlicher Batteriespeicher soll Stromnetz entlasten

Offizieller Baustart für den netzdienlich betriebenen Batteriespeicher im Ansbacher Stadtteil Winterschneidbach zusammen mit (v.l.n.r.)
v.l.: Jochen Sauerhöfer, stellvertretender Bürgermeister; Maik Render, Vorstand der N-ERGIE AG; Hans Henning, stellvertretender Landrat des Landkreises Ansbach; Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-ERGIE Netz GmbH; Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie; Christoph Strasser, Geschäftsführer der MaxSolar GmbH
(Bildquelle: MaxSolar GmbH)
Offizieller Baustart für den netzdienlich betriebenen Batteriespeicher im Ansbacher Stadtteil Winterschneidbach zusammen mit (v.l.n.r.)
v.l.: Jochen Sauerhöfer, stellvertretender Bürgermeister; Maik Render, Vorstand der N-ERGIE AG; Hans Henning, stellvertretender Landrat des Landkreises Ansbach; Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-ERGIE Netz GmbH; Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie; Christoph Strasser, Geschäftsführer der MaxSolar GmbH
(Bildquelle: MaxSolar GmbH)
Im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach entsteht ein Großbatteriespeicher, dessen Betrieb gezielt auf die Anforderungen des örtlichen Stromnetzes ausgerichtet wird. Wie der Verteilnetzbetreiber N-Ergie Netz und der Projektentwickler MaxSolar mitteilen, haben die Bauarbeiten am 15. Oktober 2026 begonnen. Mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Speicherkapazität von 100 Megawattstunden handelt es sich nach Unternehmensangaben um den derzeit größten netzdienlich betriebenen Batteriespeicher Deutschlands nach Paragraf 11a des Energiewirtschaftsgesetzes.
Die Anlage entsteht unmittelbar neben dem Umspannwerk Winterschneidbach. Dort wird sie über einen 20-Kilovolt-Anschluss mit dem Verteilnetz verbunden. Der Speicher soll insbesondere bei hoher Einspeisung aus Photovoltaikanlagen Strom aufnehmen und zwischenspeichern. Sobald wieder ausreichend Netzkapazitäten zur Verfügung stehen, kann die gespeicherte Energie eingespeist werden. Dadurch sollen Netzengpässe verringert und zusätzliche erneuerbare Erzeugungsanlagen besser integriert werden.
Anders als bei rein marktorientierten Batteriespeichern richtet sich der Betrieb der Anlage nach den Anforderungen des Verteilnetzes. Das Projekt wurde von N-Ergie Netz ausgeschrieben. MaxSolar setzte sich nach Angaben der Unternehmen gegen mehr als 20 Wettbewerber durch. Das Vorhaben ist mit der Bundesnetzagentur abgestimmt und zählt laut den Projektpartnern zu den ersten dieser Art im deutschen Verteilnetz.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bezeichnete Speicher beim offiziellen Baustart als Ergänzung zum notwendigen Netzausbau. Sie könnten dazu beitragen, weitere Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in das Stromsystem einzubinden. Nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums sind im Freistaat bereits Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von 4,3 Gigawatt und einer Kapazität von 6,9 Gigawattstunden vorhanden.
Für N-Ergie Netz steht vor allem die bessere Nutzung bestehender Netzkapazitäten im Vordergrund. Geschäftsführerin Kerstin Fröhlich erklärte, netzdienliche Speicher könnten den erforderlichen Netzausbau gezielt ergänzen.
Im Netzgebiet von N-Ergie Netz sind nach Unternehmensangaben bereits mehr als 170.000 Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien angeschlossen. Das Netz erstreckt sich über rund 8.000 Quadratkilometer in Nürnberg, weiten Teilen Mittelfrankens und angrenzenden Gebieten. Um künftig größere Mengen erneuerbaren Stroms aufnehmen zu können, plant der Netzbetreiber einen umfangreichen Ausbau seiner Infrastruktur.
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