KlimaschutzDeutsch-französisches Tandem
Ein Deutsch-französisches Projekt zur grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich kommunalem Klimaschutz ist gestartet.
(Bildquelle: Lupo / pixelio.de)
In dem Kooperationsprojekt TANDEM sollen künftig gemeinsame Klimapartnerschaften zwischen deutschen und französischen Kommunen geplant werden. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) organisiert nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Städtenetzwerken Klima-Bündnis und Energy Cities die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die zeitgleiche Umsetzung der Transition Energétique links und der Energiewende rechts des Rheins sei stark auf eine Dezentralisierung der Energieversorgung ausgerichtet, so die Projektpartner. Beide Staaten streben zudem an, die energiepolitischen Ziele der EU zu erreichen. „Eine enge Kooperation von deutschen und französischen Kommunen verspricht daher größere Erfolge“, sagt KEA-Geschäftsführer Volker Kienzlen. „Vor diesem Hintergrund haben wir die Idee des Projekts geboren.“ Für ein besseres Verständnis der Prozesse in beiden Ländern wurden laut KEA zunächst die Praxis und rechtlichen Rahmenbedingungen für die kommunalen Klimaschutzanstrengungen untersucht. Das Ergebnis: Die unabhängig voneinander entwickelten deutschen Klimaschutzkonzepte (KSK) und der französische Plan Climat-Energie Territoriaux (PCET) weisen große Ähnlichkeiten auf – vor allem wenn es um die CO2-Reduktionsziele, die Bestandsaufnahme und die Definition konkreter Maßnahmen geht. Es gebe aber auch deutliche Unterschiede: In Frankreich befindet sich der Strom- und Wärmemarkt in den Händen von wenigen spezialisierten nationalen Konzernen; die Zahl der Stadtwerke lässt sich an einer Hand abzählen. In Gegensatz dazu bestimmen in Deutschland beinahe tausend kommunale Versorgungsunternehmen das Bild. Hinzu kommen immer mehr Bürgerenergiegenossenschaften.
Künftig sollen Vorhaben zwischen deutschen und französischen Kommunen sowie lokalen Wohnungsbauträgern, Stadtwerken, Energiegenossenschaften und Unternehmen gestartet werden. Möglich seien Projekte mit zwei bis sechs Partnern, etwa über bestehende Städtepartnerschaften und Kontakte. Kooperieren können Kommunen aus ganz Deutschland und Frankreich. Die drei beteiligten Institutionen wollen durch Beratung, Tipps zu Förderprogrammen sowie Informationen über Finanzierungsmechanismen die Kommunen unterstützen. Im November 2014 haben bereits erste Städte und Gemeinden binationale Aktivitäten gestartet. Finanziert wird das Projekt vom Umweltbundesamt und der französischen Energieagentur ADEME.
Variolytics: Nachhaltigkeitspreis für Messtechnik
[20.10.2026] Das Stuttgarter Unternehmen Variolytics erhält den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Produkte 2027 für ein Messsystem zur Erfassung von Treibhausgasemissionen in Kläranlagen. Die Technologie soll Kommunen dabei unterstützen, insbesondere den Ausstoß von Lachgas zu reduzieren. mehr...
Leipzig: Neues Klimaschutzprogramm vorgelegt
[19.10.2026] Die Stadt Leipzig hat ein Umsetzungsprogramm mit 82 Maßnahmen für den Klimaschutz in den Jahren 2027 und 2028 vorgelegt. Schwerpunkte sind die energetische Sanierung, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Umstellung der Wärmeversorgung. mehr...
Energiekommune: Hermeskeil plant Ausbau der Nahwärme
[16.10.2026] Die Verbandsgemeinde Hermeskeil erzeugt mithilfe von Wind- und Sonnenenergie dreimal so viel erneuerbaren Strom, wie sie selbst benötigt. Nun sollen weitere Haushalte an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats Oktober 2026 ausgezeichnet. mehr...
Sachsen: Kommunen erhalten Geld aus Wind- und Solarparks
[07.10.2026] Mindestens 390.000 Euro fließen jährlich aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen an sächsische Kommunen. Grundlage sind Vereinbarungen nach Paragraf 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, wie eine Umfrage der Sächsischen Energieagentur zeigt. mehr...
ZSW/BDEW: Erneuerbare decken gut 60 Prozent des Stromverbrauchs
[05.10.2026] Erneuerbare Energien haben in den ersten drei Quartalen 2026 rund 61 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Vor allem Wind- und Solarstrom legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Kom.EMS steht kostenfrei zur Verfügung
[25.09.2026] Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern können das Energiemanagement-System Kom.EMS ab sofort kostenfrei nutzen. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Einführung und Anwendung. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Treibhausgasemissionen sinken um vier Prozent
[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert. mehr...
European Energy Award: Fünf NRW-Kommunen für Klimaschutz ausgezeichnet
[16.09.2026] Dülmen, Minden, Wuppertal, Greven und Warendorf sind mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Wärmeversorgung, Photovoltaik, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. mehr...
Leipzig: Flächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt
[08.09.2026] Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet. Rund zwei Prozent des Stadtgebiets kommen demnach potenziell für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen infrage. Eine wichtige Rolle sollen Photovoltaikanlagen auf Dächern spielen. mehr...
Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt
[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...
Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie
[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...
Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet
[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung
[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...
Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar
[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...
Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix
[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...
















