Montag, 23. Februar 2026

KlimaschutzDeutsch-französisches Tandem

[05.12.2014] Deutsche und französische Kommunen sollen künftig bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zusammenarbeiten. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg organisiert und begleitet das Projekt.
Ein Deutsch-französisches Projekt zur grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich kommunalem Klimaschutz ist gestartet.

Ein Deutsch-französisches Projekt zur grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich kommunalem Klimaschutz ist gestartet.

(Bildquelle: Lupo / pixelio.de)

In dem Kooperationsprojekt TANDEM sollen künftig gemeinsame Klimapartnerschaften zwischen deutschen und französischen Kommunen geplant werden. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) organisiert nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Städtenetzwerken Klima-Bündnis und Energy Cities die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die zeitgleiche Umsetzung der Transition Energétique links und der Energiewende rechts des Rheins sei stark auf eine Dezentralisierung der Energieversorgung ausgerichtet, so die Projektpartner. Beide Staaten streben zudem an, die energiepolitischen Ziele der EU zu erreichen. „Eine enge Kooperation von deutschen und französischen Kommunen verspricht daher größere Erfolge“, sagt KEA-Geschäftsführer Volker Kienzlen. „Vor diesem Hintergrund haben wir die Idee des Projekts geboren.“ Für ein besseres Verständnis der Prozesse in beiden Ländern wurden laut KEA zunächst die Praxis und rechtlichen Rahmenbedingungen für die kommunalen Klimaschutzanstrengungen untersucht. Das Ergebnis: Die unabhängig voneinander entwickelten deutschen Klimaschutzkonzepte (KSK) und der französische Plan Climat-Energie Territoriaux (PCET) weisen große Ähnlichkeiten auf – vor allem wenn es um die CO2-Reduktionsziele, die Bestandsaufnahme und die Definition konkreter Maßnahmen geht. Es gebe aber auch deutliche Unterschiede: In Frankreich befindet sich der Strom- und Wärmemarkt in den Händen von wenigen spezialisierten nationalen Konzernen; die Zahl der Stadtwerke lässt sich an einer Hand abzählen. In Gegensatz dazu bestimmen in Deutschland beinahe tausend kommunale Versorgungsunternehmen das Bild. Hinzu kommen immer mehr Bürgerenergiegenossenschaften.
Künftig sollen Vorhaben zwischen deutschen und französischen Kommunen sowie lokalen Wohnungsbauträgern, Stadtwerken, Energiegenossenschaften und Unternehmen gestartet werden. Möglich seien Projekte mit zwei bis sechs Partnern, etwa über bestehende Städtepartnerschaften und Kontakte. Kooperieren können Kommunen aus ganz Deutschland und Frankreich. Die drei beteiligten Institutionen wollen durch Beratung, Tipps zu Förderprogrammen sowie Informationen über Finanzierungsmechanismen die Kommunen unterstützen. Im November 2014 haben bereits erste Städte und Gemeinden binationale Aktivitäten gestartet. Finanziert wird das Projekt vom Umweltbundesamt und der französischen Energieagentur ADEME.



Stichwörter: Klimaschutz, Kea


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz
bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...

Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant

[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...

KlimaAgentur Hamm: Auf vier weitere Jahre

[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots. mehr...

Rhein-Lahn-Kreis: Klimaschutzportal bündelt Daten

[22.01.2026] Der Rhein-Lahn-Kreis stellt mit einem regionalen Klimaschutzportal eine zentrale Online-Plattform für klimarelevante Daten, Förderangebote und Aktivitäten bereit. Das Portal soll Transparenz schaffen, Information bündeln und perspektivisch mehr Beteiligung ermöglichen. mehr...

Verbandsgemeinde Schweich: Maßnahmenpaket für Energiewende

[21.01.2026] Die Verbandsgemeinde Schweich baut ihre Eigenstromerzeugung massiv aus und organisiert die Energiewende künftig über eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts. Photovoltaik, Strombilanzkreis und geplante Wärmenetze sollen den Weg zur klimaneutralen kommunalen Energieversorgung beschleunigen. mehr...

Kreis Borken: Positive Bilanz zu Beratungsangeboten

[21.01.2026] Der Klimakreis Borken zieht für 2025 eine positive Bilanz seiner Informationsangebote zur energetischen Sanierung und kündigt für 2026 neue Beratungstage und Veranstaltungsformate an. Nach Angaben des Netzwerks stießen insbesondere Vorträge, Klimawochen und Energiechecks auf große Resonanz in der Bevölkerung. mehr...