Steag Iqony GroupFührungswechsel im kommenden Jahr

Gundolf Schweppe übernimmt im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz der Steag Iqony Group.
(Bildquelle: STEAG GmbH)
An der Spitze der Steag Iqony Group kommt es im Frühjahr 2026 zu einem Wechsel: Gundolf Schweppe wird zum 1. Mai 2026 neuer CEO des Essener Energieunternehmens. Wie das Unternehmen mitteilt, folgt er auf Andreas Reichel, der nach Ablauf seiner aktuellen Bestelldauer aus dem Vorstand ausscheidet und in den Ruhestand wechseln will.
Der Aufsichtsrat hebt den geplanten und eng begleiteten Übergang hervor, der Kontinuität sichern und zugleich die strategische Weiterentwicklung unterstützen soll. Philip Wack, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Steag Iqony Group, betont laut Mitteilung, Schweppe bringe umfassende Branchenerfahrung mit und habe die versorgungssichere Dekarbonisierung bereits maßgeblich vorangetrieben. Er sei damit prädestiniert, die auf Deutschland ausgerichtete Strategie mit Fokus auf flexible, CO2-arme Stromerzeugung und Fernwärme konsequent fortzusetzen. Zugleich dankt Wack dem amtierenden CEO Reichel für dessen Arbeit in außergewöhnlich anspruchsvollen Jahren, in denen das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet und stabilisiert worden sei.
Signal für Kontinuität
Auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Michael Vassiliadis, zugleich Vorsitzender der Industriegewerkschaft IGBCE, sieht in der Personalentscheidung ein Signal für Kontinuität und die nächste Transformationsphase. Der Wechsel sei hochkarätig geregelt und unterstreiche den Anspruch, Wachstum und Umbau des Unternehmens weiter voranzubringen, heißt es in der Mitteilung.
Schweppe ist 48 Jahre alt und seit rund zwei Jahrzehnten in der Energiewirtschaft tätig. Derzeit arbeitet er bei Uniper als Executive Vice President Sales und ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Uniper Energy Sales. Dort verantwortet er nach Angaben des Unternehmens das kommerzielle Downstream-Geschäft mit Industrieunternehmen und Stadtwerken, einschließlich Commodity-Handel, langfristiger Kraftwerks- und Flexibilitätsverträge sowie des Geschäfts mit erneuerbaren Energien. In dieser Funktion ist er an der Transformation von Uniper hin zu stärker kundenorientierten und nachhaltigen Energielösungen beteiligt.
Laut Schweppe ist die Energiewende eine der größten industriellen Aufgaben der Gegenwart und zugleich eine große Chance. Die Steag Iqony Group sei gut positioniert, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung miteinander zu verbinden. Er wolle gemeinsam mit dem Team die strategische Ausrichtung weiter schärfen und die Stärken des Unternehmens in einem sich wandelnden Markt ausbauen.
Kurs soll unverändert bleiben
Andreas Reichel wird das Unternehmen bis zum Führungswechsel weiter leiten und den Übergang begleiten. Auch nach dem Stabwechsel will er der Steag Iqony Group verbunden bleiben. Reichel bezeichnet Schweppe in der Mitteilung als ausgezeichnete Wahl und betont, der eingeschlagene Kurs bleibe unverändert: Ziel sei es, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens mit Tempo, Augenmaß und einem verlässlichen Beitrag zur sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung zu stärken.
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