Mittwoch, 23. September 2026

Monitoring-BerichtErneuerbare sind wichtigste Stromquelle

[15.12.2016] Seit fünf Jahren berichtet die Bundesregierung über den aktuellen Stand der Energiewende. Nun hat das Kabinett den fünften Monitoring-Bericht beschlossen.
Fünfter Monitoring-Bericht zur Energiewende: Erneuerbare sind wichtigste Stromquelle.

Fünfter Monitoring-Bericht zur Energiewende: Erneuerbare sind wichtigste Stromquelle.

(Bildquelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Die jährlichen Monitoring-Berichte der Bundesregierung stellen fortlaufend die Entwicklungen bei den zentralen Kennzahlen der Energiewende dar. Nun hat das Kabinett den fünften Monitoring-Bericht beschlossen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums lauten die wesentlichen Ergebnisse des Berichts:
– Die erneuerbaren Energien sind Deutschlands wichtigste Stromquelle. Mit einem Anteil von 31,6 Prozent stellten die erneuerbaren Energien 2015 fast ein Drittel des Stromverbrauchs.
– Die Energienachfrage in Deutschland ist jederzeit gedeckt, so dass ein hohes Maß an Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland mit einer konstant sehr hohen Versorgungsqualität zur Spitzengruppe.
– Beim Endenergieverbrauch im Verkehr sind mit einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber 2005 weitere Anstrengungen erforderlich. Ziel ist es, den Endenergieverbrauch um 10 Prozent bis 2020 gegenüber 2005 zu senken.
– 2015 sanken die Strompreise für Haushaltskunden leicht um durchschnittlich 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Industriekunden, die nicht unter Entlastungsregelungen fallen, gingen die Strompreise 2015 um 2,1 Prozent zurück.
– Die Energiekosten durch den Verbrauch importierter fossiler Primärenergieträger sind 2015 gegenüber dem Vorjahr von rund 77 Milliarden auf rund 55 Milliarden Euro gefallen. Wichtigste Ursache sind die erneut deutlich gesunkenen Preise auf den globalen Rohstoffmärkten.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kommentiert den Monitoring-Bericht so: „Bei der Energiewende haben wir in den vergangenen Jahren Vieles erreicht. Wir haben uns mit der 10-Punkte-Energie-Agenda ein ambitioniertes Programm vorgenommen und inzwischen fast vollständig umgesetzt. Mit dem EEG 2017 und dem neuen Strommarkgesetz haben wir die nächste Phase der Energiewende eingeleitet. Damit schaffen wir die richtigen Rahmenbedingungen für einen weiteren dynamischen Ausbau der Erneuerbaren und haben gleichzeitig die Kosten im Blick. Gerade bei der Energieeffizienz sind allerdings weitere Fortschritte notwendig. Mit zahlreichen neuen Förderprogrammen sind wir jedoch auch hier auf dem richtigen Weg.“



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