KölnKlimaschutz wird großgeschrieben

Damit dieser Anblick nicht Wirklichkeit wird, räumt die Stadt Köln dem Klimaschutz hohe Priorität ein.
(Bildquelle: RheinEnergie)
Die jüngste Ratssitzung der Stadt Köln widmete sich den Themen Klimanotstand, Klimaschutz und den diesbezüglichen Aktivitäten der Stadtwerke Köln. Nach der Sitzung haben die Stadtwerke ihre Beiträge für den Klimaschutz in einer Pressemeldung veröffentlicht: Insgesamt sparen die Stadtwerke-Unternehmen aktuell durch ihre klimaschonenden Aktivitäten und Investitionen jährlich etwa zwei Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ein. Mit einer verschärften Wärmewende durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, dem Ausbau erneuerbarer Energien – zum Beispiel auf und in städtischen Immobilien – einer beschleunigten Mobilitätswende durch den Ausbau von ÖPNV und Elektromobilität sowie der konsequenten Nutzung von Logistikketten und Abfallströmen zur Wertstoffrückgewinnung lässt sich in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Einsparpotenzial von nochmals rund einer Million Tonnen CO2 jährlich realisieren, informieren die Stadtwerke. Der CO2-Gesamtausstoß in Köln liege bei rund zehn Millionen Tonnen im Jahr. Ohne die Klimaschutzaktivitäten des Stadtwerke Köln Konzerns wären es über zwei Millionen Tonnen mehr. Der Löwenanteil der Einsparungen entfalle auf die hocheffiziente und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung von Haushalten, Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen sowie den Verkehr. Welchen Beitrag hierzu die Stadtwerke-Unternehmen leisten, wird beispielsweise an den Aktivitäten der RheinEnergie und der KVB gezeigt.
RheinEnergie treibt KWK voran
Die RheinEnergie arbeitet laut den Stadtwerken seit Jahrzehnten am Ausbau der ressourcen- und klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplung für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme aus demselben Brennstoff und hat diese Ausweitung seither systematisch vorangetrieben. Die Erzeugungsanlagen vor allem am Standort Köln-Niehl seien heute auf modernstem Stand weltweit. Des Weiteren werde das Fernwärmeanschlussgebiet im rechtsrheinischen Köln erheblich erweitert und aus eigener unternehmerischer Kraft der RheinEnergie ausgebaut. Am Standort Merheim erfolgt derzeit ein Umbau unter den Aspekten Effizienz und Brennstoffeinsparung: Dort entsteht ein dreistufiges hocheffizientes Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis als Ersatz für eine veraltete Anlage; alte Fernwärme-Anlagen werden in diesem Zuge ebenfalls durch sparsamere und klimaschonendere neue Technik ersetzt. Mehr als 350 Millionen Euro habe die RheinEnergie in den vergangenen zehn Jahren in den Ausbau erneuerbarer Energie investiert, etwa durch den Ankauf mehrerer Windparks bundesweit. Zur Zeit stehen 97 Windräder und 22 Groß-Photovoltaikanlagen in ihrem Eigentum. Dazu kommen Anlagen zur Produktion von Biomethan und Solarthermie. Das jüngst verlängerte Programm „Energie & Klima 2030“ fördert neben dem Fernwärmeausbau auch Energieeffizienz und EE-Projekte. Es habe bei Alleinbetrachtung Investitionen ausgelöst, die in Summe mehr als 680.000 Tonnen Treibhausgaus vermeiden.
TankE und KVB fördern E-Mobilität
Auch E-Mobilitätsangebote auf Ökostrombasis zählen zu den Klimaschutzmaßnahmen in Köln. Unter der Marke TankE besteht laut den Stadtwerken aktuell eine Ladesäulen-Infrastruktur mit mehr als 300 Ladepunkten. Der Aufbau von weiteren 400 Ladepunkten im öffentlichen Straßenland in Köln innerhalb der nächsten zwei Jahre sei beschlossen, verbunden mit einem eigenen Angebot an E-Mopeds für die Stadt und dem künftigen Angebot eines E-Autos mit entsprechendem Rundumpaket an Ökostrom für die Nutzung. Auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) stellen mit ihren Stadtbahnen, Bussen und Leihrädern einen wichtigen Bestandteil des Kölner Umweltverbunds dar und tragen zur Umsetzung der verkehrspolitischen Strategie „Köln mobil 2025“ bei. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen 67 Prozent des Verkehrs zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV abgewickelt werden. Um den CO2-Ausstoß darüber hinaus zu minimieren, rüstet die KVB ihre Dieselbusse derzeit mit hochmodernen NOx-Katalysatoren aus. Seit Ende 2016 fahren zudem auf der Linie 133 ausschließlich E-Busse. Zu den neun vorhandenen Elektro-Fahrzeugen werden 50 weitere angeschafft. Bis 2030 soll die komplette Busflotte mit Strom fahren.
Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt
[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...
Difu: Studie zu Förderprogrammen
[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...
Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW
[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...
Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte
[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...
Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen
[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...
Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende
[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig
[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...
AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025
[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...
Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte
[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...
Würzburg: Fahrplan zur Klimaneutralität
[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...
Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk
[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...
Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen
[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...
Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage
[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...
Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand
[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...
Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet
[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...














