Dienstag, 3. November 2026

StrommixErneuerbare an erster Stelle

[07.01.2020] Der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix hat sich von 40,6 Prozent auf 46 Prozent im Jahr 2019 erhöht. Laut aktueller Zahlen des Fraunhofer-Instituts ISE liegen regenerative Energiequellen erstmals vor den fossilen Energieträgern.
Strommix in Deutschland. Regenerative Energiequellen liegen erstmals vor den fossilen Energieträgern.

Strommix in Deutschland. Regenerative Energiequellen liegen erstmals vor den fossilen Energieträgern.

(Bildquelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE)

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben die Jahresauswertung zur Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2019 vorgelegt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung, also dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, hat sich demnach von 40,6 Prozent auf 46 Prozent erhöht. Damit liegen regenerative Quellen erstmals in der Summe vor den fossilen Energieträgern (40 Prozent). Laut der Zahlen verzeichnete die Windkraft mit 17,3 Terawattstunden (TWh) den größten Zuwachs und die Braunkohle mit einem Minus von fast 30 TWh die stärksten Verluste.
Nach Angaben von Fraunhofer ISE produzierten Windparks im vergangenen Jahr rund 127 TWh Strom (ein Plus von 15,7 Prozent). Wind war damit erstmals die stärkste Energiequelle in Deutschland. Der Anteil der Onshore-Windstromproduktion betrug 102,6 TWh, Offshore wurden 24,4 TWh erzeugt. Der Zubau von Windrädern an Land ist stark eingebrochen: Nur 660 Megawatt gingen bis Ende Oktober 2019 neu ans Netz. Ende Oktober 2019 lag die installierte Leistung von Onshore-Wind bei 53,1 Gigawatt (GW) und von Offshore-Wind bei 7,6 GW.
Das Verhältnis zwischen Solar- und Windenergieanlagen ist weiterhin unausgewogen. Solarparks produzierten rund 46 TWh Strom, Ende 2019 fehlten nach Angaben von Fraunhofer ISE über 15 GW installierter Solarleistung zu einem optimalen Verhältnis Wind-Solar. Die Wasserkraft erlebte unter den erneuerbaren Energien prozentual den stärksten Anstieg (21,2 Prozent) und trug 19,2 TWh zur Stromerzeugung bei. Die Biomasse lag mit 44 TWh leicht unter dem Wert des Vorjahres. In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen laut der Zahlen des Fraunhofer-Instituts im Jahr 2019 rund 237 TWh Strom (plus sieben Prozent gegenüber 2018) und lagen damit vor den fossilen Energiequellen (207 TWh).





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

BMI: Sabotageschutz für Energieanlagen ausgeweitet

[02.11.2026] Die Bundesregierung will den Schutz Kritischer Infrastrukturen vor Sabotage verstärken. Künftig sollen auch Beschäftigte in bestimmten Energieanlagen, virtuellen Kraftwerken und Flüssigerdgas-Terminals einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. mehr...

EEG-Finanzierung: Förderbedarf für 2027 liegt bei 17,5 Milliarden Euro

[29.10.2026] Der Finanzierungsbedarf für die Förderung Erneuerbarer Energien wird 2027 voraussichtlich 17,5 Milliarden Euro betragen. Ausschlaggebend für die Belastung des Bundeshaushalts ist vor allem die Differenz zwischen den garantierten Vergütungen für Ökostrom und den Erlösen am Strommarkt. mehr...

ASEW: Strom-Umlagen steigen 2027 um knapp 23 Prozent

[27.10.2026] Die Strom-Umlagen steigen 2027 um insgesamt 22,9 Prozent. Vor allem höhere Kosten für die Stromnetze treiben die Belastung nach oben. Auch bei den Netzentgelten und Gaspreisen müssen Verbraucher mit steigenden Kosten rechnen. mehr...

BMWE: Bund und Länder wollen Netzfinanzierung erleichtern

[15.10.2026] Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Eckpunkte zur Finanzierung von Stromverteil- und Wärmenetzen verständigt. Ein neues Finanzierungsinstrument soll die Eigenkapitalbasis von Stadtwerken stärken und Investitionen in die Energieinfrastruktur erleichtern. mehr...

VKU: Strategie für grüne Gase gefordert

[15.10.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt erste Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums für eine Grüngasquote, sieht aber noch erhebliche offene Fragen. Vor allem müsse die Bundesregierung klären, woher die benötigten Mengen an grünen Gasen kommen sollen und welche Kosten auf die Verbraucher zukommen. mehr...

BDEW: Stromsteuersenkung für alle gefordert

[15.10.2026] Der BDEW begrüßt die Ankündigung der CDU, die Stromsteuer bei ausreichendem Haushaltsspielraum für alle Verbrauchergruppen zu senken. Der Verband fordert eine schnelle und dauerhafte Absenkung auf das europäische Mindestmaß. mehr...

Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt

[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...

Grünes Licht für E-Mobilität: Baden-Württemberg födert den Kauf von E-Fahrzeugen und den Bau von Ladesäulen.

MiSpeL: Bundesnetzagentur erleichtert Nutzung von Stromspeichern

[09.10.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Festlegung zur Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten (MiSpeL) beschlossen. Künftig können Speicher und bidirektionale Ladepunkte sowohl Netzstrom als auch selbst erzeugten Solarstrom aufnehmen und ins Netz zurückspeisen, ohne dass die EEG-Förderung entfällt. mehr...

Netzpaket: Redispatch-Vorbehalt stößt auf deutliche Kritik

[09.10.2026] Der geplante Redispatch-Vorbehalt im Netzpaket der Bundesregierung stößt bei zahlreichen Sachverständigen auf Widerstand. In einer Anhörung des Bundestags warnten sie vor rechtlichen Risiken und schlechteren Investitionsbedingungen für erneuerbare Energien. mehr...

Bremen: Fecker kritisiert Umschichtung von KTF-Mitteln

[07.10.2026] Bremens Finanzsenator Björn Fecker kritisiert, dass der Bund Einnahmen aus dem Emissionshandel künftig teilweise dem allgemeinen Haushalt statt dem Klima- und Transformationsfonds zuführen will. Nach Angaben der Bremer Finanzverwaltung geht es 2027 um 2,7 Milliarden Euro, bis 2030 könnten sich die Umschichtungen auf bis zu 13 Milliarden Euro summieren. mehr...

Energy Sharing: Impulspapier fordert klare Standards

[06.10.2026] Seit Juni 2026 ist Energy Sharing in Deutschland formal möglich, in der Praxis stehen Projekten aber noch Hürden bei Netzzugang, Bilanzierung und Abrechnung entgegen. Ein Impulspapier des Projekts Forum EnShare nennt zehn Empfehlungen, die den Einstieg erleichtern sollen. mehr...

Forschungsstelle für Energiewirtschaft: Pachtdeckel könnte EEG-Kosten deutlich senken

[06.10.2026] Eine Begrenzung der Pachten für Windenergieflächen könnte nach Berechnungen der Forschungsstelle für Energiewirtschaft die EEG-Förderkosten bis 2045 um Milliarden Euro senken. Bei der im Entwurf zum EEG 2027 vorgesehenen Obergrenze von 3,5 Prozent des Jahresumsatzes errechnet das Institut je nach Vergleichsszenario Einsparungen zwischen rund drei und 37 Milliarden Euro. mehr...

Hessen: Gesetzentwurf will Drohnenüberflüge ahnden

[02.10.2026] Hessen will das unbefugte Eindringen in Kritische Infrastruktur und nicht genehmigte Drohnenüberflüge mit einem neuen Straftatbestand ahnden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zum „gemeinschädlichen Hausfriedensbruch“ hat Justizminister Christian Heinz im Bundesrat vorgestellt. mehr...

bericht

Bundeswirtschaftsministerium: Eckpunkte für flexible KWK

[28.09.2026] Das Bundeswirtschaftsministerium will das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bis 2035 verlängern und die Förderung stärker auf flexible, systemdienliche Anlagen ausrichten. Die Energiewirtschaft begrüßt die grundsätzliche Richtung, fordert aber unter anderem eine längere Laufzeit und Nachbesserungen bei Fördersätzen und Modernisierungen. mehr...

Novelle des KWKG: Verbände fordern Nachbesserungen

[23.09.2026] BDEW, VKU und AGFW begrüßen die Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums zur Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Nachbesserungsbedarf sehen die Verbände unter anderem bei Laufzeit, Fördersätzen und den Bedingungen für bestehende KWK-Anlagen. mehr...