Dienstag, 29. September 2026

MVV EnergieGrüne Zwanzigerjahre

[16.03.2020] Für MVV Energie ist der Klimaschutz eine zentrale Säule der Unternehmensphilosophie. Dies betonte MVV-Vorstandschef Georg Müller auf der diesjährigen Hauptversammlung des börsennotierten Mannheimer Energieunternehmens.
MVV-Vorstandschef Georg Müller: „Für die MVV bildet der Klimaschutz bereits seit Jahren die zentrale Säule unserer strategischen Ausrichtung und die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung.“

MVV-Vorstandschef Georg Müller: „Für die MVV bildet der Klimaschutz bereits seit Jahren die zentrale Säule unserer strategischen Ausrichtung und die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung.“

(Bildquelle: MVV Energie AG)

Geht es nach MVV Energie, dann wird das gerade begonnene Jahrzehnt zu den „Grünen Zwanziger Jahren“. Auf der diesjährigen Hauptversammlung am vergangenen Freitag (13. März 2020) zog der Vorstandsvorsitzende Georg Müller dazu eine Parallele zu den Goldenen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts: „Wir haben sie als Blütezeit von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Erinnerung. Jetzt, im 21. Jahrhundert, stehen die Zwanziger für das Jahrzehnt, in dem Klimaschutz das zentrale Thema auf der Weltbühne wird und in dem Deutschland die letzten Zweifel an der Energiewende überwindet.“ Für MVV bilde der Klimaschutz bereits seit Jahren die zentrale Säule der strategischen Ausrichtung und die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung.

Klimaneutral bis 2050

Mit der konsequenten Umsetzung der auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Strategie will MVV spätestens 2050 klimaneutral sein. Dafür wird MVV die Emissionen aus seinen konventionellen Erzeugungspositionen bis spätestens 2050 auf reduzieren, den Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin konsequent vorantreiben und die Wärmeversorgung schrittweise grün machen (wir berichteten).
Mit Blick auf die aktuelle energiepolitische Diskussion betonte der MVV-Chef die unverzichtbare Bedeutung einer sicheren, wirtschaftlichen und klimafreundlichen Energieversorgung. Deshalb müsse gerade in diesem Bereich alles daran gesetzt werden, die notwendigen Weichen in die richtige Richtung zu stellen, betonte Müller vor den Aktionären. Als Irrweg bezeichnete er das Vorhaben der Bundesregierung, die Braunkohlekraftwerke länger laufen zu lassen als von der Kohlekommission empfohlen und dafür die Steinkohle früher stillzulegen. In dem vorliegenden Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes würden Braunkohlekraftwerke für ihre Stilllegung zudem entschädigt, während die emissionsärmere Steinkohle, insbesondere in Süddeutschland, leer ausginge.

Erleichterungen für Grüne Wärme

Diese Schieflage widerspreche den gemeinsamen Zielen des Klimaschutzes und setze sich in der Wärmeversorgung fort. Die meisten Steinkohlekraftwerke würden in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und spielten daher für die umweltfreundliche Fernwärme in Ballungsräumen eine zentrale Rolle. Müller sprach sich für stabile Rahmenbedingungen beim Kohleausstieg und gegen eine Benachteiligung genau der Unternehmen aus, die die Wärmewende auf die Beine stellen. Stattdessen plädierte er für Erleichterungen auf dem Weg zur Grünen Wärme. Mehr Mut und Entschlossenheit forderte der MVV-Vorstandsvorsitzende von der Energiepolitik auch beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien: „Wer aus Kernenergie und Kohle aussteigen will – und wir wollen und müssen das – der muss auch sagen, wo er einsteigen will. Die Antwort können nur erneuerbare Energien sein.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Stadtwerk am See/Stadtwerke Tübingen: Beteiligung an KWA Contracting

[29.09.2026] Das Stadtwerk am See und die Stadtwerke Tübingen sind neue Aktionäre von KWA Contracting. Gemeinsam wollen die Unternehmen Energieprojekte für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg entwickeln und umsetzen. mehr...

STAWAG/Trianel: Langfristige Fortsetzung der Kooperation

[25.09.2026] STAWAG und Trianel setzen ihre Zusammenarbeit bei zentralen energiewirtschaftlichen Dienstleistungen langfristig fort. Schwerpunkte bleiben das Beschaffungs- und Risikomanagement sowie die Vermarktung von Erzeugung und Flexibilität. mehr...

Stadtwerke Buxtehude/enercity contracting: Wärmegesellschaft gegründet

[17.09.2026] Die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting wollen gemeinsam ein Wärmenetz im Nordwesten Buxtehudes entwickeln. Dafür haben die Unternehmen die Buxtehuder StadtWärme GmbH gegründet. Vorgesehen ist unter anderem der Einsatz von Großwärmepumpen. mehr...

Georg Fischer/Jaske & Wolf: Kooperation bei Wärmelösungen

[16.09.2026] Georg Fischer und Jaske & Wolf Verfahrenstechnik bündeln ihre Kompetenzen für die Transformation des Wärmesektors. Im Fokus der strategischen Partnerschaft stehen Lösungen für Wärmeerzeugung, Wärmenetze und die Sektorkopplung. mehr...

Familienfest zum 75-jährigen Bestehen von WAGO am Hauptsitz in Minden mit Mitarbeitenden und ihren Familien vor einem Bällebad.

WAGO: 75-jähriges Bestehen gefeiert

[15.09.2026] Mit einem Familienfest am Hauptsitz in Minden und Päpinghausen hat WAGO sein 75-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Tausende Mitarbeitende und ihre Familien erhielten dabei Einblicke in den Standort und die Unternehmensgeschichte. mehr...

WEMAG: Beteiligung an 360Volt

[15.09.2026] Die WEMAG beteiligt sich mit 15 Prozent am Wärmepumpenspezialisten 360Volt. Mit der Minderheitsbeteiligung will der Energieversorger sein Wärmegeschäft ausbauen und insbesondere neue Angebote für die Wohnungswirtschaft entwickeln. mehr...

Stadtwerke Wunsiedel: Erzeugung für die Region

[15.09.2026] Die Stadtwerke Wunsiedel treiben den Aufbau eines regionalen Energiemarkts voran. Über ihre Beteiligungsgesellschaft Zenergie haben sie sich an dem Plattformanbieter SEtrade beteiligt. Dessen Software soll Erzeugung, Verbrauch und Speicherung von Energie in der Region aufeinander abstimmen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Verschmelzung zum gemeinsamen Unternehmen

[11.09.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat ihre bisherigen Unternehmen eins+null, iS Software und msu solutions zusammengeführt. Sie firmieren künftig gemeinsam als kraftwerk Software Systems. Die bisherigen Standorte in Regensburg bleiben erhalten. mehr...

Somentec: Aufbau von eigenem AI Hub

[10.09.2026] Somentec hat einen eigenen AI Hub für den Einsatz Künstlicher Intelligenz aufgebaut. Die Plattform soll interne Prozesse unterstützen und künftig auch KI-Funktionen in der Branchenlösung XAP. ermöglichen. mehr...

digitalSIGNAGE: Digitale Displays informieren Besucher

[01.09.2026] Digitale Stelen, Türschilder und Aufrufsysteme sollen auch in Kundenzentren von Stadtwerken Besucher informieren und steuern. Der Anbieter digitalSIGNAGE.de bündelt dafür sechs Lösungen in einem neuen Katalog und nennt auch Anwendungen für die Krisenkommunikation. mehr...

Iqony: Stadtwerke Schorndorf treten Projektgesellschaft bei

[28.08.2026] Die Stadtwerke Schorndorf und Iqony treiben ihr gemeinsames Wärmenetzprojekt in die nächste Phase. Nach dem Einstieg der Stadtwerke als Mitgesellschafter soll eine Biomasse-Heizzentrale künftig Kliniken, Schulen, weitere Gebäude und perspektivisch bis zu 1.200 Haushalte versorgen. mehr...

bericht

Windenergie: Richtung tragfähiger Märkte

[25.08.2026] In einem schwierigen Marktumfeld stellt sich das Unternehmen JUWI neu auf und setzt auf Effizienz und internationale Wachstumsprojekte. Dazu gehören eine neue Organisationsstruktur sowie die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle. mehr...

Hansen powercloud: Elli verlängert Vertrag für Abrechnungsplattform

[24.08.2026] Elli verlängert den Vertrag für die energiewirtschaftliche Abrechnungsplattform Hansen powercloud bis 2030. Die Plattform soll künftig auch neue Geschäftsmodelle und Vehicle-to-Grid-Anwendungen unterstützen. mehr...

MVV: Quartalszahlen veröffentlicht

[20.08.2026] MVV hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 rund 497 Millionen Euro in den Umbau des Energiesystems investiert. Gleichzeitig sinkt das operative Ergebnis deutlich. Der Mannheimer Energieversorger passt deshalb seinen Zeitplan für das Ziel #klimapositiv an. mehr...

RWE: Halbjahresergebnis veröffentlicht

[19.08.2026] RWE hat im ersten Halbjahr 2026 sein bereinigtes EBITDA um mehr als 40 Prozent auf drei Milliarden Euro gesteigert. Zugleich baut der Konzern seine Erzeugungskapazitäten weiter aus und setzt verstärkt auf Windkraft, Solarenergie und Batteriespeicher. mehr...