Dienstag, 10. März 2026

KlimaCheck für KommunenBeschlüsse auf Klimarelevanz prüfen

[26.05.2021] Beschlüsse hinsichtlich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung werden von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt. Das Tool KlimaCheck vereinfacht den Prozess und bietet eine Hilfestellung zur fundierten Abschätzung der Umweltauswirkungen.
Das Excel-Tool KlimaCheck beurteilt bei der Erstellung von Beschlussvorlagen für politische Gremien die Umweltauswirkungen für Kommunen.

Das Excel-Tool KlimaCheck beurteilt bei der Erstellung von Beschlussvorlagen für politische Gremien die Umweltauswirkungen für Kommunen.

(Bildquelle: Boiko Ilia / 123rf.com)

Mit dem Ausruf des Klimanotstands erkennen Kommunen die Eindämmung der Klimakrise als Aufgabe von höchster Priorität an. Doch die Prüfung von Beschlüssen hinsichtlich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung werden von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt. Um dennoch zu einer sachgerechten und individuellen Entscheidungsgrundlage zu finden, hat energielenker den KlimaCheck entwickelt. Dabei handelt es sich laut dem Unternehmen um ein leicht zu bedienendes Excel-Tool, das die Auswirkungen auf Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bei der Erstellung von Beschlussvorlagen für politische Gremien anhand eines dreistufigen Abfragesystems beurteilt und ausweist.

Drei Stufen

In der ersten Stufe werden die zuständigen Mitarbeiter in den Fachämtern zunächst dazu angeleitet, eine Voreinschätzung abzugeben. Zwar hat nahezu jedes Vorhaben und jede Beschaffung eine Auswirkung auf die Umwelt, jedoch gibt es auch Vorhaben, die kaum eine Auswirkung auf das Klima haben, so zum Beispiel Straßenumbenennungen. In diesen Fällen wäre die Bearbeitung in Stufe eins beendet. Zeigt sich jedoch, dass Ressourcen verbraucht, Abgase erzeugt oder das Stadtklima in irgendeiner Weise betroffen sei, folgt Stufe zwei. Im Rahmen einer Basisprüfung durch fünf allgemeine Fragen wird in diesem Schritt nach Angaben der Firma energielenker eine grobe Abschätzung vorgenommen, inwieweit das Vorhaben Klimarelevanz aufweist. Bei einem positiven Ergebnis werde der Sachbearbeitende in die dritte Stufe geführt – dem eigentlichen Herzstück des KlimaChecks. Hier müsse zunächst eine Auswahl aus verschiedenen Handlungsfeldern getroffen werden, beispielsweise Bauen, Biodiversität/Artenschutz oder Mobilität, wobei Themenschwerpunkte und Handlungsfelder beliebig erweiterbar seien.

Gezielte Fragen

Auf Grundlage der Beantwortung gezielter Fragen wird das Ergebnis des KlimaChecks anschließend auf einer Skala und in Balkendiagrammen angezeigt. Eine zu beantwortende Frage kann etwa lauten, wie sich das Vorhaben auf die Sicherung von Frischluftschneisen beziehungsweise Kaltluftentstehungsgebieten auswirkt. Zu den ersten Kommunen, die Ihre Beschlüsse mithilfe des KlimaChecks von energielenker nutzen, zählen die Städte Bochum und Borken. Für Sonja Eisenmann, Klimaschutz-Managerin der Stadt Bochum, steht fest: „Der KlimaCheck ist ein geeignetes Instrument zur Sensibilisierung für die unterschiedlichen Themenbereiche des Klimawandels sowie zur Evaluation und Steigerung der Transparenz von klimarelevanten Auswirkungen politischer Beschlussvorlagen. Auf diese Weise kann ein gesamtstädtischer Klima-Dialog sinnvoll unterstützt werden.“ Die Preise für das Tool sind gestaffelt und richten sich nach der Größe einer Kommune, informiert energielenker. „Die Einführung in das Tool in Form eines halbtägigen Workshops ist jedoch immer inklusive“, sagt Leo Humann, Ansprechpartner bei energielenker.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...

Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant

[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...

KlimaAgentur Hamm: Auf vier weitere Jahre

[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots. mehr...