Montag, 19. Oktober 2026

ShellStromgeschäft soll massiv wachsen

[06.10.2021] Shell Energy Deutschland will das Stromgeschäft in Deutschland massiv ausbauen.
Sonja Müller-Dib ist die Vorsitzende Geschäftsführerin der Shell Energy Deutschland.

Sonja Müller-Dib ist die Vorsitzende Geschäftsführerin der Shell Energy Deutschland.

(Bildquelle: Shell)

Mit fortschreitender Energiewende baut Shell in Deutschland das Portfolio weiter um. So will der Energiehandelsarm der Unternehmensgruppe, die Shell Energy Deutschland (SEDG), unter anderem das Stromgeschäft massiv ausbauen. Das kündigte die neue Chefin der SEDG, Sonja Müller-Dib, im Rahmen der Shell Energietage an. Nach dem kürzlich erfolgten Erwerb des Kölner Unternehmens Next Kraftwerke schließt Shell dabei weitere Zukäufe nicht aus. Ebenso plant Shell eigene Strom-Produktion mittels Offshore Wind. „Aktuell gucken wir uns den deutschen Markt sehr genau an“, sagt Müller-Dib. Die Shell Gruppe hat das globale Ziel, im Einklang mit der Gesellschaft bis 2050 ein Netto–Emissions-Energieunternehmen zu werden. Strom ist der am schnellsten wachsende Teil des Energiesystems. Entsprechend will die Shell Gruppe das globale Stromgeschäft über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ausbauen. Allein bis 2030 will die Shell Gruppe die Zahl der verkauften Terrawattstunden im Vergleich zu heute verdoppeln und genug erneuerbare Energie liefern, sodass rund 50 Millionen Haushalte und 2,5 Millionen E-Ladepunkte damit versorgt werden können.
Deutschland kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Schon heute arbeitet die SEDG mit jedem zweiten der größten deutschen Industrieunternehmen zusammen und kooperiert mit 150 Stadtwerken. Diese wurden traditionell mit Erdgas und Strom versorgt, wobei der Stromverkauf massiv wachsen und mit entsprechenden regenerativen Kapazitäten unterfüttert werden soll. Dabei denkt Shell daran, selbst Strom mittels Offshore Wind oder Solarparks zu produzieren. Zudem setzt das Unternehmen neben Erdgas künftig vermehrt auf grüne Gase wie heute schon mit Biomethan, um Kunden zu ermöglichen, ihren CO2-Fußabdruck weiter zu verringern. Außerdem will Shell führender Anbieter von grünem Wasserstoff werden und dafür über die gesamte Wertschöpfungskette von der Herstellung bis zum Vertrieb tätig werden, wobei SEDG die entscheidende Schnittstelle zu Industrie- und kommunalen Kunden sein wird. Erst kürzlich hatte Shell im Energy and Chemicals Park Rheinland Europas größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen.



Stichwörter: Unternehmen, Strommarkt


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