Montag, 12. Oktober 2026

Pipeline-ProjektGrüner Wasserstoff für Jena

[06.12.2023] Die Stadtwerke Jena Netze werden Teil des Pipelineprojekts Flow – making hydrogen happen.

Die Stadtwerke Jena Netze treiben die Wasserstoff-Transformation in ihrem Netzgebiet weiter voran. Um eine frühzeitige Wasserstoffversorgung für Jena zu sichern, sind die Stadtwerke Jena Netze als assoziierter Partner dem Wasserstoffprojekt Flow – making hydrogen happen beigetreten. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Leitungsnetzes für den Transport von grünem Wasserstoff, das sich von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands erstreckt.
„Wir arbeiten seit Anfang des Jahres intensiv an der Vorbereitung unserer Gasverteilnetze für die Durchleitung von reinem Wasserstoff“, erläutert Geschäftsführerin Kristin Weiß. Aus Gesprächen mit gewerblich-industriellen Netzkunden in Jena wisse man, dass die Nachfrage nach dem umweltfreundlichen grünen Wasserstoff hoch ist. „Daher richten wir unser Augenmerk nun darauf, unser Verteilnetz zeitnah an ein überregionales Wasserstoffnetz anzuschließen. Wir freuen uns, als assoziierter Partner die geplante Nord-Süd-Transportroute und die ambitionierten weiteren Ziele im Projekt Flow – making hydrogen happen unterstützen zu können.“
Flow – making hydrogen happen ist ein Kooperationsprojekt der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE, ONTRAS und terranets bw. Geplant ist der Aufbau eines leistungsstarken Pipeline-Systems für grünen Wasserstoff, das von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands verläuft. Die Pipeline bindet Deutschland an internationale Wasserstoffmärkte an und eröffnet damit Bezugsmöglichkeiten für große Mengen Wasserstoff. Erste Leitungsabschnitte sollen bereits 2025 umgestellt werden. Die Erschließung internationaler Importrouten, der Bau von Wasserstoffspeichern, die Umsetzung weiterer Großprojekte im Bereich Wasserstofftransport und die Anbindung an das europäische Wasserstoffkernnetz (European Hydrogen Backbone) schaffen zusätzliche Versorgungssicherheit.
Das Engagement bei Flow ­– making hydrogen happen fügt sich ein in verschiedene bereits laufende Aktivitäten. So lassen die Stadtwerke Jena Netze in Zusammenarbeit mit dem Branchenexperten DBI aus Leipzig ihre vorhandenen Leitungsnetze auf Wasserstofftauglichkeit untersuchen. Parallel entstehen im Rahmen des Gasnetzgebietstransformationsplanes (GTP) Planungen, welche Teilnetze von Jena in welchen Schritten auf die Verteilung von 100 Prozent Wasserstoff umgestellt werden. Zudem arbeitet die Netzgesellschaft in der Initiative H2vorOrt mit. Ziel ist es, noch vor 2030 erste gewerbliche Netzkunden in Jena mit Wasserstoff zu beliefern.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

EWE: Bilfinger soll Gasaufbereitungsanlage liefern

[29.09.2026] EWE hat Bilfinger mit der Gasaufbereitung für den geplanten Wasserstoffspeicher in Huntorf beauftragt. Dort soll eine bestehende Erdgaskaverne umgerüstet werden und ab 2028 rund 16 Millionen Normkubikmeter Wasserstoff speichern können. mehr...

Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...

Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck

[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...

Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt

[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...

Microgrid-Container der Hochschule Bremerhaven mit technischen Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff.
bericht

Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem

[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...

BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt

[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...

Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector

[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...

ABO Energy: Verkauf von H2-Hub

[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...

Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei

[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...

Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure

[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...

deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage

[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...

RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark

[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...

Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt

[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...

beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus

[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...

Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...