Mittwoch, 28. Oktober 2026

HanauGemeinschaftskraftwerk im Zeitplan

[03.09.2024] Das Gemeinschaftskraftwerk in Hanau hat jetzt einen wichtigen Bauabschnitt erreicht: Die Installation wesentlicher technischer Komponenten ist nahezu abgeschlossen. Das Projekt, das eine umweltschonende Fernwärmeversorgung für 19.000 Haushalte sicherstellen soll, liegt im Zeitplan.
Der Bau des Gemeinschaftskraftwerks in Hanau hat jetzt einen wichtigen Abschnitt erreicht.

Der Bau des Gemeinschaftskraftwerks in Hanau hat jetzt einen wichtigen Abschnitt erreicht.

v.l.: Mainova-Vorstand Martin Giehl; Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky; Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau

(Bildquelle: Mainova AG/Stadtwerke Hanau)

Auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne in Hanau sind mittlerweile fast alle zentralen technischen Komponenten des Gemeinschaftskraftwerks installiert. Dazu gehören drei hocheffiziente, wasserstofffähige Gasmotoren, Generatoren, Turbomodule und Abgaswärmetauscher. Diese Fortschritte wurden von der Betreibergesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Hanau in einer Zwischenbilanz gewürdigt, heißt es in einer Pressemeldung.
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau, und Mainova-Vorstand Martin Giehl informierten sich vor Ort über den Projektfortschritt. Kaminsky betonte die Bedeutung des Projekts für die Klimaschutzziele der Stadt Hanau, die bis 2040 klimaneutral sein will. Im Vergleich zum früheren Steinkohle-Kraftwerk Staudinger werden die CO2-Emissionen um rund 45.000 Tonnen pro Jahr reduziert – eine Verringerung um 40 Prozent. Perspektivisch könnte das Kraftwerk sogar vollständig mit Wasserstoff betrieben werden und somit keine CO2-Emissionen mehr verursachen.
Auch Martina Butz hob hervor, dass das Projekt im Zeit- und Budgetplan liegt und einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität der Stadtwerke Hanau bis 2040 leistet. Sie betonte die strategische Partnerschaft mit Mainova sowie die Bedeutung des neuen Blockheizkraftwerks im Zusammenspiel mit weiteren innovativen Projekten in Hanau.
Mainova-Vorstand Martin Giehl fügte hinzu, dass das Gemeinschaftskraftwerk einen wichtigen Beitrag zum vorzeitigen Kohleausstieg und zur Energiewende leistet. Neben den effizienten Gasmotoren plant Mainova auch, die Abwärme eines benachbarten Rechenzentrums in das Fernwärmenetz einzuspeisen, was die CO2-Emissionen weiter senken wird.
Niklas Wiegand, Geschäftsführer von Engie Deutschland, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Baufortschritt und kündigte an, dass die so genannte kalte Inbetriebnahme im Spätherbst 2024 stattfinden soll. Der Probebetrieb des Kraftwerks ist für Februar 2025 vorgesehen, bevor die Anlage im Sommer 2025 an die Betreibergesellschaft übergeben wird.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Bundeswirtschaftsministerium: Bund will Markthochlauf beschleunigen

[22.10.2026] Mit einem Zehn-Punkte-Plan will das Bundeswirtschaftsministerium den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland voranbringen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt die Initiative, hält die vorgesehenen Maßnahmen jedoch für nicht ausreichend. mehr...

Hamburg: Raffinerie am Wasserstoffnetz

[22.10.2026] Die Holborn Europa Raffinerie und die Hamburger Energienetze haben einen Vertrag zur Planung eines Anschlusses an das Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN unterzeichnet. Ab 2028 soll Wasserstoff für die Produktion emissionsärmerer Diesel- und Flugkraftstoffe bereitstehen. mehr...

Pelz: Qualitätssicherung für Kraftwerke und Wasserstoffnetz

[19.10.2026] Der geplante Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke und der Ausbau des Wasserstoff-Kernnetzes stellen hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung. Der Prüfdienstleister Pelz weist insbesondere auf die Belastbarkeit von Schweißverbindungen und den Bedarf an qualifiziertem Prüfpersonal hin. mehr...

bericht

Stuttgart: Fortschritt braucht Mut und Rückhalt

[13.10.2026] Das Wasserstoffprojekt Green Hydrogen Hub der Stadtwerke Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart nimmt Fahrt auf. Mit dem Innovationsprojekt wollen die Umsetzungspartner, Fördermittelgeber und Gremien ein starkes Zeichen für Aufbruch setzen. mehr...

EWE/Verbund: 500-Megawatt-Elektrolyseur geplant

[13.10.2026] Die Energieunternehmen EWE und Verbund gründen ein Joint Venture für ein Wasserstoffprojekt in Nordenham. Ein Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung soll dort ab 2032 jährlich rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. mehr...

EWE: Bilfinger soll Gasaufbereitungsanlage liefern

[29.09.2026] EWE hat Bilfinger mit der Gasaufbereitung für den geplanten Wasserstoffspeicher in Huntorf beauftragt. Dort soll eine bestehende Erdgaskaverne umgerüstet werden und ab 2028 rund 16 Millionen Normkubikmeter Wasserstoff speichern können. mehr...

Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...

Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck

[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...

Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt

[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...

Microgrid-Container der Hochschule Bremerhaven mit technischen Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff.
bericht

Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem

[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...

BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt

[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...

Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector

[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...

ABO Energy: Verkauf von H2-Hub

[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...

Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei

[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...

Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure

[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...