Drees & SommerTiefengeothermie auf Expansionskurs

Die Gemeinde Grünwald sparte im Jahr 2023 rund 22.000 Tonnen CO2 durch die Nutzung der Tiefengeothermie.
(Bildquelle: Erdwärme Grünwald GmbH)
Die Nutzung von Tiefengeothermie in Bayern nimmt weiter Fahrt auf, unterstützt durch das Beratungsunternehmen Drees & Sommer, das unter anderem am Ausbau der Fernwärmeleitungen und der Planung neuer Geothermieanlagen beteiligt ist. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Technologie besonders in der Gemeinde Grünwald bei München bereits fest etabliert: Seit 2011 werden dort Haushalte und Betriebe mit Wärme aus mehr als 4.000 Metern Tiefe versorgt. Mit der Fertigstellung einer neuen Transportleitung in der Bavaria Filmstraße wird der Ausbau weiter vorangetrieben, sodass bis Herbst 2024 weitere Teile der Gemeinde geothermische Wärme erhalten werden.
Grünwald gilt als Vorzeigemodell in Bayern. Das Unternehmen Erdwärme Grünwald, unterstützt von Drees & Sommer, plane nun mit dem Großprojekt Laufzorn II die Erweiterung der Kapazitäten, um mehr als 6.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dafür im Juni 62,3 Millionen Euro Fördermittel bewilligt, um eine zweite Bohrung zu realisieren. Laut Andreas Lederle, Geschäftsführer von Erdwärme Grünwald, birgt Geothermie enormes Potenzial für eine stabile, wetterunabhängige und umweltfreundliche Energieversorgung.
Ein zentrales Anliegen von Drees & Sommer ist es, diese Potenziale optimal zu erschließen. „Verbundleitungen schöpfen das Fernwärmepotenzial optimal aus“, erklärt Leonardo Estrada, Geothermie-Experte des Unternehmens. Projekte wie der interkommunale Wärmeverbund Perlenschnur sollen dafür sorgen, dass die geothermischen Anlagen im Raum München besser vernetzt und die Versorgungssicherheit erhöht wird. Für den weiteren Erfolg der Geothermie sei laut Estrada das neue Geothermie-Beschleunigungsgesetz entscheidend. Das im September beschlossene Gesetz soll Genehmigungsverfahren vereinfachen und den Ausbau der Erdwärme erheblich beschleunigen. Ziel ist es, bis 2030 die Energiegewinnung aus Geothermie zu verzehnfachen.
Drees & Sommer koordiniert in Bayern mehrere Projekte und setzt dabei auf eine enge Vernetzung von Geothermieanlagen und Fernwärmenetzen, um die Wärmewende weiter voranzutreiben.
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