Steag IqonyFernwärmenetz von Uniper übernommen

Iqony Fernwärme will die Wärmenetze im Revier zusammenführen.
(Bildquelle: Steag Iqony Group)
Die zur Steag Iqony Group gehörende Iqony Fernwärme hat mit Uniper eine Vereinbarung zum Kauf von Uniper Wärme geschlossen. Das teilte Steag Iqony jetzt mit. Die Wärmeversorgung im Ruhrgebiet geht damit an einen neuen Betreiber über. Für Uniper ist der Verkauf eine Pflichtmaßnahme: Die Europäische Kommission hatte bei der Genehmigung des staatlichen Stabilisierungspakets im Dezember 2022 verlangt, dass das Unternehmen sein Fernwärmegeschäft in Deutschland abgibt.
Uniper Wärme versorgt seit Jahrzehnten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen im Ruhrgebiet mit Heizwärme. Das Netz ist über 750 Kilometer lang. Mehr als 14.400 Kundinnen und Kunden beziehen über diese Leitungen Wärme. Dabei setzt Uniper Wärme auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Hinzu kommen weitere Quellen wie Grubengas, Abwärme aus der Industrie oder in Elektrokesseln erzeugte Wärme. Auch kleine, dezentrale KWK-Anlagen werden eingesetzt.
„Die EU-Auflagen erfordern den Verkauf der Uniper Wärme“, sagte Geschäftsführerin Nikola Feldmann. „Wir sind froh, mit der Steag Iqony Group einen Käufer gefunden zu haben, der den eingeschlagenen Weg fortführen und ein zuverlässiger Arbeitgeber für die gut 130 Kolleginnen und Kollegen sein wird.“ Vonseiten der Käuferin heißt es, man freue sich über den Zuschlag. Andreas Reichel von Steag Iqony sagte: „Heute ist ein guter Tag für die Wärmewende in Deutschlands größter Metropolregion.“ Durch die Übernahme könnten Netze zusammengeführt und die Dekarbonisierung vorangebracht werden. Das sei, so Reichel, „Wärmewende made im Revier“.
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