Zukunftswärme M WestGeothermiegesellschaft gegründet
Seit dem 30. Juli 2025 ist die Geothermiegesellschaft Zukunftswärme M West (ZMW) offiziell ins Handelsregister eingetragen. Wie die Gesellschaft mitteilt, stehen hinter dem Projekt die Stadtwerke München (SWM) sowie die Städte Germering und Puchheim. Ziel ist der Aufbau einer Tiefengeothermieanlage, die langfristig eine sichere, preisstabile und klimaneutrale Wärmeversorgung für alle drei Kommunen ermöglichen soll.
Den Ausschlag für das Vorhaben gaben die Stadträte von Germering und Puchheim bereits im Februar. Mit ihrem Votum für die Beteiligung an einer gemeinsamen Gesellschaft wurden die Weichen gestellt. Die SWM halten 60 Prozent der Anteile, Germering 25 und Puchheim 15 Prozent. Für beide Umlandgemeinden eröffnet sich damit die Möglichkeit, eigene, lokal erzeugte Wärme in ihre Netze einzuspeisen und unabhängiger von fossilen Energien sowie externen Anbietern zu werden. Die Kosten für Planung, Bau und späteren Betrieb werden anteilig getragen.
Federführend wird das Projekt von den SWM betreut, die über zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Tiefengeothermie verfügen und bereits sechs Anlagen im Raum München betreiben. Die neue Gesellschaft übernimmt nun schrittweise die Vorbereitung der Bohrungen. Dazu zählen die Beantragung des Claims, der Fördermittel und die Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie. Letztere soll unter anderem klären, welcher Standort geologisch am besten geeignet ist. Die Inbetriebnahme der Anlage ist nach aktuellem Planungsstand nicht vor 2033 zu erwarten.
Die Geschäftsführung der ZMW liegt bei Christine Cröniger, die das Projekt bereits intern bei den SWM begleitet hat. Für den Herbst ist eine erste Informationsveranstaltung in Puchheim angekündigt. Details dazu will die Gesellschaft rechtzeitig bekannt geben.
Weitere Informationen finden sich auf der neuen Website des Projekts. Neben allgemeinen Erläuterungen zur Geothermie bietet die Seite auch Einblicke in den Projektstand, Kontaktmöglichkeiten sowie Hinweise auf kommende Termine.
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