Mittwoch, 21. Oktober 2026

HamburgDigitaler Wasserstoffmarktplatz veröffentlicht

[27.02.2026] Erneuerbare Energien Hamburg hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion Hamburg veröffentlicht. Die Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und so den Hochlauf der regionalen Wasserstoffwirtschaft beschleunigen.

Sämtliche Projekte sowie relevante Infrastrukturen wie Verteilnetze stellt das System georeferenziert dar.

(Bildquelle: Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH/Localiser RLI GmbH)

Ein digitaler Marktplatz soll Angebot und Nachfrage in der Wasserstoffwirtschaft der Metropolregion Hamburg gezielt zusammenführen. Wie die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation sowie das Unternehmen Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) mitteilen, hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Berliner IT-Unternehmen Localiser RLI eine entsprechende Plattform entwickelt und nun veröffentlicht.

Der Marktplatz steht nicht nur den mehr als 300 Mitgliedern des Branchennetzwerks offen, sondern auch weiteren Unternehmen aus Industrie und Energiewirtschaft im In- und Ausland. Er funktioniert als Suche- und Biete-Plattform, auf der Produzenten und Abnehmer von Wasserstoff und dessen Derivaten ebenso zusammenfinden wie Anbieter von Produkten und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Lücken zwischen Erzeugung, Transport, Infrastruktur und Anwendung zu schließen und Projekte schneller in die Umsetzung zu bringen.

Nutzer können bestehende Angebote einsehen, direkt Kontakt aufnehmen oder eigene Einträge veröffentlichen. Anmeldung und Nutzung sind kostenfrei. Sämtliche Projekte sowie relevante Infrastrukturen wie Verteilnetze stellt das System georeferenziert dar. Dadurch lassen sich Standorte präzise erfassen und Partnerschaften auch räumlich gezielt anbahnen.

Die Qualität der Einträge sichern die Beteiligten selbst. Statt einer zentralen Prüfung validieren sich die registrierten Unternehmen gegenseitig. Ergänzend generiert die Plattform automatisierte Matchmaking-Vorschläge auf Basis der hinterlegten Bedarfe und Angebote.

Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht darin einen Schritt vom Einzelprojekt zum vernetzten Ökosystem: „Wasserstoff ist der Schlüssel zur klimaneutralen Industrie – aber nur, wenn aus einzelnen Projekten ein starkes Netzwerk wird.“ Der digitale Marktplatz bringe Angebot und Nachfrage auf einer gemeinsamen Plattform zusammen und stärke so die Metropolregion als Modellraum für die Wasserstoffwirtschaft.

Localiser RLI hatte 2022 gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg den ersten digitalen Wasserstoffmarktplatz gestartet und das System seither ausgebaut. Nach Angaben des Unternehmens ist das Tool inzwischen in 13 europäischen Ländern verfügbar. Mit der Hamburger Plattform soll nun auch im Norden ein eng verzahntes Wasserstoff-Ökosystem entstehen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Pelz: Qualitätssicherung für Kraftwerke und Wasserstoffnetz

[19.10.2026] Der geplante Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke und der Ausbau des Wasserstoff-Kernnetzes stellen hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung. Der Prüfdienstleister Pelz weist insbesondere auf die Belastbarkeit von Schweißverbindungen und den Bedarf an qualifiziertem Prüfpersonal hin. mehr...

bericht

Stuttgart: Fortschritt braucht Mut und Rückhalt

[13.10.2026] Das Wasserstoffprojekt Green Hydrogen Hub der Stadtwerke Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart nimmt Fahrt auf. Mit dem Innovationsprojekt wollen die Umsetzungspartner, Fördermittelgeber und Gremien ein starkes Zeichen für Aufbruch setzen. mehr...

EWE/Verbund: 500-Megawatt-Elektrolyseur geplant

[13.10.2026] Die Energieunternehmen EWE und Verbund gründen ein Joint Venture für ein Wasserstoffprojekt in Nordenham. Ein Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung soll dort ab 2032 jährlich rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. mehr...

EWE: Bilfinger soll Gasaufbereitungsanlage liefern

[29.09.2026] EWE hat Bilfinger mit der Gasaufbereitung für den geplanten Wasserstoffspeicher in Huntorf beauftragt. Dort soll eine bestehende Erdgaskaverne umgerüstet werden und ab 2028 rund 16 Millionen Normkubikmeter Wasserstoff speichern können. mehr...

Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...

Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck

[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...

Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt

[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...

Microgrid-Container der Hochschule Bremerhaven mit technischen Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff.
bericht

Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem

[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...

BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt

[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...

Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector

[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...

ABO Energy: Verkauf von H2-Hub

[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...

Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei

[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...

Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure

[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...

deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage

[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...

RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark

[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...