Mittwoch, 1. April 2026

AachenDynamischer Photovoltaik-Ausbau

[01.04.2026] Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Aachener Dächern hat sich seit 2020 nahezu verfünffacht. Die Stadt übertrifft damit ihre Klimaziele deutlich und will mit neuer Förderung vor allem Mehrfamilienhäuser und Unternehmen stärker einbinden.

Die Stadt Aachen konnte den Zubau von Photovoltaikanlagen gegenüber dem Jahr 2020 nahezu verfünffachen.

(Bildquelle: 123rf)

Der Ausbau der Photovoltaik in Aachen hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen und zentrale Zielmarken der Stadt bereits vorzeitig überschritten. Wie die Stadt Aachen berichtet, wurden sowohl die installierte Leistung als auch die Zahl neuer Anlagen seit 2020 nahezu verfünffacht.

Während im Jahr 2020 noch 299 Anlagen mit rund 3.860 Kilowatt peak (kWp) neu installiert wurden, waren es 2025 bereits 1.575 Anlagen mit etwa 19.099 kWp. Der im integrierten Klimaschutzkonzept verankerte Zielwert von 14,5 Megawatt wurde damit schon 2024 erreicht und übertroffen. Insgesamt summiert sich die installierte Leistung in Aachen inzwischen auf knapp 90.000 kWp. Die Anlagen erzeugen jährlich rund 80 Millionen Kilowattstunden Strom und können rechnerisch etwa 32.000 Haushalte versorgen, rund ein Fünftel aller Haushalte in der Stadt.

Die Stadt führt den starken Zubau auch auf wirtschaftliche Anreize zurück. Seit 2022 hat eine kommunale Förderung von vier Millionen Euro Investitionen von mehr als 46 Millionen Euro ausgelöst. Im Jahr 2026 wurde das Förderbudget erneut erhöht. Für die aktuelle Förderperiode stehen nun insgesamt 500.000 Euro bereit.

Mit der seit Oktober 2025 neu aufgelegten Förderung richtet die Stadt ihren Fokus stärker auf Mehrfamilienhäuser und kleine sowie mittlere Unternehmen. Gefördert werden Photovoltaikanlagen und Stromspeicher, wenn sie im Rahmen gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung oder als Mieterstrommodell genutzt werden. Seit Start des Programms wurden bereits 23 Anlagen mit zusammen 655 kWp bewilligt. Solche Modelle senken laut Stadt die Stromkosten für Bewohner und erhöhen zugleich die Beteiligung an der Energiewende.

Trotz der positiven Entwicklung sieht die Stadt weiterhin erhebliche ungenutzte Potenziale auf Aachener Dächern. Photovoltaik gilt dabei nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als Baustein für mehr Versorgungssicherheit, geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und zusätzliche lokale Wertschöpfung.





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