Mittwoch, 14. Oktober 2026

LeverkusenPlan für klimaneutrale Wärme liegt vor

[08.04.2026] Nach der Auswertung von Bürgerhinweisen liegt nun der finale Bericht zur Wärmeplanung der Stadt Leverkusen vor. Dieser benennt Einsparpotenziale sowie mögliche Ausbaugebiete für Wärmenetze. Bei Zustimmung des Rates kann die schrittweise Umsetzung beginnen.
Alt-Text: Bürgerversammlung der Stadt Leverkusen zur kommunalen Wärmeplanung: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sitzen in einem Veranstaltungsraum und verfolgen einen Vortrag auf einer großen Leinwand, auf der „Heizen mit Zukunft“ präsentiert wird.

Bei einer Infoveranstaltung konnten sich Bürgerinnen und Bürger über den Stand der kommunalen Wärmeplanung informieren.

(Bildquelle: Stadt Leverkusen)

Die Stadt Leverkusen hat ihren Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Das Konzept soll den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis 2045 aufzeigen. Mitte Mai entscheidet der Stadtrat über die weiteren Schritte. Wie die Stadt Leverkusen mitteilt, geht der Abschlussbericht nun in den politischen Beratungsturnus. Am 18. Mai soll der Rat über die Vorlage entscheiden. Stimmt das Gremium zu, wird die Verwaltung beauftragt, Maßnahmen gemeinsam mit der Energieversorgung Leverkusen umzusetzen und die Fortschritte regelmäßig zu prüfen. Zudem ist vorgesehen, den Wärmeplan spätestens alle fünf Jahre zu aktualisieren.

Deutliche Einsparpotenziale

Der rund 250 Seiten starke Bericht zeigt laut der Stadt deutliche Einsparpotenziale auf. So könne der Wärmebedarf durch Gebäudesanierungen um bis zu 380 Gigawattstunden pro Jahr sinken. Das Potenzial sei besonders hoch in den Stadtteilen Schlebusch, Opladen und Quettingen. Gleichzeitig gibt es ein theoretisches Potenzial von 952 Gigawattstunden pro Jahr an ungenutzter Abwärme. Für den Ausbau von Wärmenetzen benennt der Bericht drei Schwerpunktgebiete: Wiesdorf, Manfort und Schlebusch-West. Dort sollen neue Netze geprüft sowie bestehende ausgebaut und verdichtet werden. 

Die Energieversorgung Leverkusen (evl) plant für ausgewählte Gebiete vertiefte Planungen im Rahmen eines Förderprogramms, wie die Stadt mitteilte. Zunächst wird jedoch geprüft, ob die Projekte technisch sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar sind. Als weiteres Prüfgebiet wird Opladen genannt. Aufgrund der dichten Bebauung besteht dort grundsätzlich Potenzial für ein Wärmenetz. Gleichzeitig erschweren technische, rechtliche und wirtschaftliche Bedingungen eine Umsetzung. Deshalb ist eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Bei Zustimmung des Rates soll die Verwaltung deren Vergabe vorbereiten.

Orientierung für die kommenden Jahre

Teil der Vorlage ist auch ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Sanierungsinitiative „ALTBAUNEU”. Laut Stadt zeigt der Bericht, dass insbesondere ältere Gebäude ein hohes Einsparpotenzial bieten. Die Initiative stellt Kommunen Informationsangebote und Materialien zur energetischen Sanierung bereit, die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei nutzen können.

Laut der Stadt legt die kommunale Wärmeplanung keine konkreten Heizsysteme fest. Sie soll als Orientierung für die kommenden Jahre dienen. Eigentümer können weiterhin frei über ihre Heiztechnik entscheiden. Ende Februar informierten sich bei einer Infoveranstaltung im Agam-Saal des Forums rund 130 Bürgerinnen und Bürger über den Stand der kommunalen Wärmeplanung.





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