Dienstag, 3. November 2026

Konstanz30 Millionen Euro für Wärmenetze

[27.04.2026] Der Gemeinderat in Konstanz hat den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze beschlossen. Die Stadt will die Stadtwerke über 15 Jahre mit insgesamt 30 Millionen Euro stärken. Damit sollen neue Projekte in geeigneten Stadtgebieten ermöglicht werden.
Infografik mit einer stilisierten Karte von Konstanz und markierten Projektgebieten für den Ausbau von Wärmenetzen. Farbig hervorgehobene Stadtteile zeigen unterschiedliche Planungsstände: Hafner und Bodensee-Therme in Dunkelgrün (fortgeschrittene Projektentwicklung), Berchengebiet, Paradies und Altstadt in Hellgrün (Machbarkeitsstudie abgeschlossen), Petershausen West in Gelb (Voruntersuchungen), Petershausen West/Königsbau sowie Klinikum in Grau (Voruntersuchungen in Planung). In Sprechblasen stehen jeweils die vorgesehenen Energiequellen wie Seethermie, Außenluft, Abwärme aus Kläranlage oder Kehrichtverwertungsanlage. Rechts oben erklärt eine Legende die Farben und Symbole.

Konstanz: Stadt stellt Mittel für den Ausbau der Wärmenetze bereit.

(Bildquelle: Stadtwerke Konstanz)

Der Gemeinderat der Stadt Konstanz hat in seiner Sitzung vom 23. April 2026 beschlossen, die Eigenkapitalbasis der Stadtwerke Konstanz zu erhöhen. Nach Angaben der Stadt sollen dafür von 2027 bis 2041 insgesamt 30 Millionen Euro bereitgestellt werden. Ziel ist der Ausbau überwiegend erneuerbar betriebener Wärmenetze in geeigneten Quartieren. Grundlage ist die kommunale Wärmeplanung, die der Gemeinderat bereits im Januar 2024 beschlossen hatte. Die Stadtwerke rechnen laut Mitteilung in den kommenden 15 Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund 550 Millionen Euro.

Projektgesellschaften für Wärmenetze

Die städtischen Mittel sollen je zur Hälfte als Gesellschafterdarlehen und als Kapitalzuführung fließen. Ein weiterer Bestandteil der Finanzierung ist nach Angaben der Stadt die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze. Darüber könnten bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckt werden. Die Wärmenetze sollen über eigens gegründete Projektgesellschaften gebaut und betrieben werden. Daran sollen sich neben den Stadtwerken weitere Gesellschafter mit Kapital beteiligen. Rund 70 Prozent der übrigen Investitionskosten sollen fremdfinanziert werden, etwa über Bankdarlehen, Förderkredite sowie Bürgerbeteiligungsmodelle wie Genussscheine oder Nachrangdarlehen. Die restlichen 30 Prozent entfallen laut Mitteilung auf Eigenkapital der Beteiligten.

Anteil der Stadtwerke Konstanz

Der Anteil der Stadtwerke Konstanz am Eigenkapital liegt demnach bei rund 59 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt 30 Millionen Euro. Weitere 29 Millionen Euro sollen die Stadtwerke selbst erwirtschaften. Als nächste Schritte will die Verwaltung konkrete Verträge ausarbeiten und diese im vierten Quartal 2026 zur Entscheidung vorlegen. Erste Mittel sollen für den Doppelhaushalt 2027/2028 eingeplant werden. Voraussetzung für Auszahlungen sind laut Mitteilung Projektbeschlüsse des Aufsichtsrats, positive Förderbescheide, die Gründung der Projektgesellschaften sowie vorliegende Wirtschaftlichkeits- und Risikoprüfungen.





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