Montag, 21. September 2026

MainovaOperatives Geschäft verbessert

[04.05.2026] Mainova hat 2025 sein Ergebnis deutlich verbessert und kündigt weitere Investitionen an. Vor allem das operative Geschäft entwickelte sich besser als im Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch ein schwächeres Ergebnis.

Der Mainova-Vorstand präsentierte die Bilanz für 2026.

v.l.: Peter Arnold, Dr. Michael Maxelon (Vorsitzender), Martin Giehl

(Bildquelle: Mainova)

Der Energieversorger Mainova hat im Jahr 2025 sein bereinigtes Ergebnis vor Steuern (EBT) auf über 252 Millionen Euro gesteigert. Das sind 36 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilt. Vorstandschef Michael Maxelon führte dies vor allem auf ein verbessertes operatives Geschäft zurück. Im Jahr zuvor hätten schwankende Energiepreise und mildere Temperaturen das Ergebnis belastet. „Wir haben im vergangenen Jahr vor allem unser operatives Geschäft verbessert“, sagte Maxelon laut einer Pressemitteilung.

Kapitalerhöhung von 300 Millionen Euro

Das Unternehmen investierte 2025 nach eigenen Angaben über 452 Millionen Euro, unter anderem in Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Stromnetzes, dessen Leistungsfähigkeit bis in die 2030er Jahre mehr als verdoppelt werden soll. Zudem investierte Mainova in Fernwärme sowie in zwei wasserstofffähige Gaskraftwerke in Frankfurt und Hanau, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen.

Zur Finanzierung setzte Mainova 2025 eine Kapitalerhöhung von rund 300 Millionen Euro um. Bereits 2024 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben 400 Millionen Euro aufgenommen. Bis 2030 plant Mainova Investitionen von weiteren 2,7 Milliarden Euro, vor allem für Netze und Erzeugungsanlagen. Auch die Digitalisierung wird ausgebaut, etwa durch eine neue IT-Abrechnungsplattform. Zudem will das Unternehmen sein Nachwuchszentrum vergrößern.

Minus im Bereich erneuerbare Energien

In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelten sich die Ergebnisse unterschiedlich. In der Stromversorgung lag das Ergebnis bei rund 70 Millionen Euro und damit deutlich über dem Vorjahr. Auch die Gasversorgung verbesserte sich auf über 72 Millionen Euro. Das Segment Erzeugung und Fernwärme erholte sich auf knapp 51 Millionen Euro. Dagegen verzeichnete der Bereich erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen ein negatives Ergebnis von minus 8,3 Millionen Euro, unter anderem wegen Wertberichtigungen. Die Wasserversorgung erzielte 3,1 Millionen Euro und lag damit unter dem Vorjahr. Das Beteiligungsergebnis erreichte rund 90 Millionen Euro, blieb jedoch unter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahres.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Für das Jahr 2026 erwartet der Vorstand ein niedrigeres Ergebnis. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem die angespannte Lage im Nahen Osten, die zu Unsicherheiten bei Lieferketten und Energiepreisen führe. „Aktuell ist unklar, wie lange der Konflikt dauern wird“, sagte Maxelon. Die Situation könne zu länger anhaltenden Unsicherheiten auf den Märkten führen. Mit Blick auf die Energiepolitik bezeichnete Maxelon das Jahr 2026 als entscheidend. „Für Deutschland wird 2026 energiepolitisch erneut ein Schlüsseljahr“, sagte er laut Mitteilung. Dabei komme es insbesondere auf die Entwicklung im Wärmemarkt an.



Stichwörter: Unternehmen, Mainova, Bilanz


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