Sonntag, 8. November 2026

RuhrgebietGrößtes Geothermie-Erlaubnisfeld

[25.06.2026] Im Ruhrgebiet entsteht das bislang größte Geothermie-Untersuchungsfeld in Deutschland. Für das Projekt „Erdwärme Metropole Ruhr“ wurde nun die entsprechende Erlaubnis erteilt.

Die Wärmeversorgung der Metropolregion Ruhr soll mithilfe von Erdwärme dekarbonisiert werden.

(Bildquelle: DeutscheErdwärme)

Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Aufsuchungserlaubnis „Erdwärme Metropole Ruhr“ vergeben. Das Erlaubnisfeld erstreckt sich nach Angaben der Projektpartner von Oberhausen bis Hamm und umfasst eine Fläche von 1.640 Quadratkilometern. Die Aufsuchungserlaubnis bildet die Grundlage für geologische Untersuchungen, mit denen das Potenzial der Geothermie in der Region geprüft werden soll. 

Grundlage für geologische Untersuchungen

In einer ersten Phase wollen die Projektpartner geologische Reservoire in ausgewählten Gebieten zwischen Oberhausen und Hamm sowie zwischen Marl und Schwerte untersuchen. Zunächst sind Messungen mit sogenannter 2D-Seismik geplant. Diese Methode soll Informationen über die geologischen Strukturen im Untergrund liefern. Anschließend sollen die Ergebnisse durch 3D-seismische Untersuchungen vertieft werden. Auf dieser Grundlage könnten mögliche Standorte für Probebohrungen bestimmt werden.

Wärmeversorgung der Metropolregion Ruhr dekarbonisieren

An dem Gemeinschaftsprojekt beteiligen sich E.ON Business Solutions Deutschland, DMT, Deutsche ErdWärme, Fernwärmeversorgung Niederrhein, Iqony sowie die Hertener Stadtwerke. Ziel ist es nach Angaben des Konsortiums, die Wärmeversorgung der Metropolregion Ruhr schrittweise zu dekarbonisieren. Die beteiligten Unternehmen planen zudem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Dies steht nach ihren Angaben unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.





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