LichtBlickAnkündigung neuer Investitionen

Die Geschäftsführung von LichtBlick.
v.l.: Marc Wallraff, CEO; Tanja Schumann, CFO; Mandy Schwerendt, CCO
(Bildquelle: LichtBlick)
LichtBlick kündigt Investitionen von insgesamt 700 Millionen Euro bis 2030 für den Ausbau eigener Energie-Infrastruktur und der E-Mobilität an. Wie das Unternehmen in seiner Jahresbilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 berichtet, fließen rund 600 Millionen Euro in Speicher sowie erneuerbare Erzeugungsanlagen und mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau der Lade-Infrastruktur.
Das Unternehmen will seine Wertschöpfung stärker über eigene Infrastruktur sichern. Im vergangenen Geschäftsjahr nahm LichtBlick drei Photovoltaikparks in Betrieb und begann mit dem Bau des ersten eigenen Großbatteriespeichers. Derzeit entstehen sechs weitere PV-Projekte. Aktuell betreibt das Unternehmen Anlagen mit einer Leistung von 31 Megawatt (MW). Bis März 2027 soll die installierte Leistung auf 150 MW wachsen.
CEO Marc Wallraff sieht den Erfolg der Energiewende vor allem im Zusammenspiel von Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung. Zugleich verweist er auf regulatorische Unsicherheiten. Offene Fragen zu Netzanschlüssen und Netzkosten verzögerten insbesondere Speicherprojekte und erschwerten Investitionsentscheidungen.
Auch die E-Mobilität soll deutlich ausgebaut werden. Nach den ersten zehn QuickCharge-Schnellladeparks sollen bis März 2027 weitere 58 Standorte entstehen. An mehreren Standorten hat LichtBlick bereits das Durchleitungsmodell in den Regelbetrieb überführt. Damit können Dienstwagenfahrer ihren Unternehmensstromtarif unabhängig vom Betreiber der Ladesäule nutzen. Künftig soll das Angebot auf weitere Nutzergruppen ausgeweitet werden.
Zudem steigt LichtBlick in den Markt für das Laden von Elektro-Lkw ein. Das Unternehmen erhielt gemeinsam mit Partnern den Zuschlag für 14 öffentliche Standorte in Baden-Württemberg und übernimmt dort unter anderem den kommerziellen Betrieb der Lade-Infrastruktur. Die Standorte sollen innerhalb der kommenden zwei Jahre schrittweise errichtet und in Betrieb genommen werden.
Neben dem Ausbau der Infrastruktur entwickelt LichtBlick seine Angebote für Privat- und Gewerbekunden weiter. Dazu zählen ein überarbeiteter dynamischer Stromtarif, eine neue App sowie gemeinsam mit Partnern umgesetzte Lösungen zur Vernetzung von Stromversorgung und Wärmeanwendungen im Eigenheim.
Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die LichtBlick-Gruppe einen Umsatz von 1,36 Milliarden Euro nach 1,537 Milliarden Euro im Vorjahr. Das EBITDA sank von 67,8 auf 48,7 Millionen Euro. Der Energieabsatz lag bei 6,1 Terawattstunden (TWh), die Zahl der Kundenverträge bei rund einer Million. Finanzvorständin Tanja Schumann führt den Ergebnisrückgang auf die Normalisierung der Energiemärkte und die gezielten Investitionen in neue Geschäftsfelder zurück.
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