Universität StuttgartForschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

Offizielle Eröffnung der WAVE-H2 Industrieforschungsplattform:
v.l.: Prof. Peter Birke, Fachgebietsleiter am ipv; Prof. Peter Middendorf, Rektor Universität Stuttgart; Cem Özdemir, Ministerpräsident Baden-Württemberg; Petra Olschowski, Wissenschaftsministerin Baden-Württemberg; Prof. Alexander Sauer, Direktor EEP; Adrian Sonder, Oberbürgermeister Freudenstadt; Andreas Junt, Landrat Freudenstadt
(Bildquelle: Universität Stuttgart/Max Kovalenko)
Offizielle Eröffnung der WAVE-H2 Industrieforschungsplattform:
v.l.: Prof. Peter Birke, Fachgebietsleiter am ipv; Prof. Peter Middendorf, Rektor Universität Stuttgart; Cem Özdemir, Ministerpräsident Baden-Württemberg; Petra Olschowski, Wissenschaftsministerin Baden-Württemberg; Prof. Alexander Sauer, Direktor EEP; Adrian Sonder, Oberbürgermeister Freudenstadt; Andreas Junt, Landrat Freudenstadt
(Bildquelle: Universität Stuttgart/Max Kovalenko)
Die Universität Stuttgart hat am Standort Freudenstadt die neue Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eingeweiht. Wie die Universität mitteilt, bietet die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Infrastruktur Unternehmen eine Testumgebung für Energie- und Wasserstofftechnologien. Anlagen, Komponenten und Software können dort entwickelt, in bestehende Systeme integriert und im industriellen Maßstab erprobt werden.
Nach Angaben der Universität deckt WAVE-H2 die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette ab. Dazu zählen die Erzeugung von Wasserstoff und Power-to-X-Verfahren, chemische Wasserstoffspeicher und Brennstoffzellentechnologien sowie dezentrale Nutzungskonzepte. Aufgebaut wurde die Forschungs- und Transferinfrastruktur vom Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) und vom Institut für Photovoltaik (ipv) der Universität Stuttgart.
Ergänzung zum Campus Stuttgart-Vaihingen
Der Standort in Freudenstadt ergänzt die im Januar 2026 eingeweihten WAVE-H2-Innovationsmodule auf dem Campus Stuttgart-Vaihingen an der ARENA 2036. Während dort Experimente im Labormaßstab stattfinden, ermöglicht die neue Plattform laut Universität die Erprobung im industriellen Maßstab. Im Mittelpunkt stehen die Energieerzeugung, -wandlung, -speicherung und -nutzung sowie das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten und Verbraucher.
„Mit WAVE-H2 haben wir jetzt etwas erreicht, auf das viele so lange hingearbeitet haben: eine Testumgebung für Wasserstoff in industriell relevanter Größenordnung“, erklärte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär anlässlich der Eröffnung. Nach Einschätzung der Ministerin sollen Innovationen dadurch schneller in die Praxis gelangen und Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltigere Produktionsmethoden unterstützt werden.
Industrieprozesse mit hohen Temperaturen
Ein Einsatzgebiet sieht die Universität insbesondere bei Industrieprozessen mit hohen Temperaturen, bei denen eine direkte Elektrifizierung nur eingeschränkt möglich ist. Wasserstoff könne dort beispielsweise fossiles Erdgas in Brennern und Öfen ersetzen, etwa beim Schmelzen, Härten, Trocknen oder in Recyclingprozessen. Überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien könne zudem mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt, gespeichert und später in Brennstoffzellen oder Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeversorgung eingesetzt werden.
Die Forschungsplattform geht nach Darstellung der Universität über die Untersuchung einzelner Wasserstoffkomponenten hinaus. Elektrolyseure, Brennstoffzellen und weitere Anlagen sollen in digitalisierte und KI-gestützte Produktionssysteme eingebunden und als Gesamtsystem untersucht werden. Unterschiedliche industrielle Verbraucher können dafür in die Plattform integriert werden. Die Wasserstofftanks am Standort verfügen nach Angaben der Universität über eine Speicherkapazität von insgesamt 470 Kilogramm Wasserstoff.
Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck
[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...
Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt
[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...
Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem
[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...
BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt
[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...
Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector
[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...
ABO Energy: Verkauf von H2-Hub
[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...
Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei
[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...
Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure
[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...
deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage
[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...
RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark
[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...
Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt
[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...
beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus
[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...
Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten
[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...
Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff
[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...















