Montag, 26. Oktober 2026

Kreis KarlsruheSchule stellt Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien um

[26.10.2026] Der Landkreis Karlsruhe will die Wärmeversorgung der Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Das rund 1,9 Millionen Euro teure Projekt soll die CO₂-Emissionen der Wärmeerzeugung um 95 Prozent senken und wird vom Bund gefördert.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat in seiner Sitzung Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Infrastruktur gefasst, so soll die Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad künftig mit einer Kombination aus Erd- und Luftwärmepumpen beheizt werden.

(Bildquelle: Kreis Karlsruhe)

Die Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad soll künftig mit einer Kombination aus Erd- und Luftwärmepumpen beheizt werden. Wie der Kreis Karlsruhe mitteilt, hat der Ausschuss für Umwelt und Technik am 15. Oktober die grundsätzliche Umsetzung des Vorhabens beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderlichen Ingenieurleistungen auszuschreiben. Der Bund fördert das Projekt mit rund 1,32 Millionen Euro.
Die bisherige Heizungsanlage ist rund 30 Jahre alt und zunehmend störanfällig. Nach einer umfassenden energetischen Sanierung der Schule im Jahr 2024 ist sie zudem für den gesunkenen Wärmebedarf überdimensioniert. Die neue Anlage soll die Wärmeversorgung an den tatsächlichen Bedarf anpassen und fossile Energieträger ersetzen.

Das Energiekonzept sieht zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen und zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen vor. Die Erdwärme soll über ein Feld mit 24 Erdsonden erschlossen werden, die jeweils rund 210 Meter tief reichen. Pufferspeicher sollen einen geregelten Betrieb ermöglichen und die Versorgung der Schule sowie des Therapiebads absichern. Zudem soll die Anlage im Sommer zur Temperierung der Räume dienen.
Den Strom für die Wärmepumpen sollen Photovoltaikanlagen auf den vorhandenen Dachflächen liefern. Für deren Umsetzung ist eine Bürgerenergiegenossenschaft vorgesehen.

Nach Berechnungen des Landkreises lassen sich die Treibhausgasemissionen der Wärmeerzeugung durch die Umstellung um rund 95 Prozent reduzieren. Das entspricht einer Einsparung von etwa 300 Tonnen CO₂ pro Jahr. Die laufenden Energiekosten sollen um rund 50 Prozent sinken.

Die Gesamtkosten des Projekts beziffert der Landkreis auf rund 1,9 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund rund 1,32 Millionen Euro über das Förderprogramm „Investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“. Die Förderung deckt 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Eigenanteil des Landkreises liegt bei rund 580.000 Euro.

Eine erste Projektskizze hatte das Landratsamt gemeinsam mit der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe im Oktober 2024 eingereicht. Nach dem Förderantrag im August 2025 wurde der Zuwendungsbescheid im Dezember 2025 erteilt und im Mai 2026 übergeben. Seither wurden die technischen Rahmenbedingungen sowie die Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit des Vorhabens weiter untersucht.





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