Stadtwerke KielDrohnen messen Methanemissionen
Die Stadtwerke Kiel setzen Spezialdrohnen ein, um Methanemissionen an ihren Gasanlagen zu messen. Wie der Energieversorger mitteilt, werden unter anderem Erdgasübergabestationen und Gasdruckregelanlagen auf mögliche Leckagen untersucht. Hintergrund ist die EU-Methanemissionsverordnung. Sie schreibt vor, Methanemissionen regelmäßig an einer festgelegten Stichprobe von Anlagen zu quantifizieren.
Die Messungen erfolgen aus einer Flughöhe von 70 bis 80 Metern. Zum Einsatz kommen rund 20 Kilogramm schwere Drohnen des Typs DJI M400 mit RTK-System. Sie sind mit Lasermesstechnik, KI-gestützter Analyse und 3D-Datenerfassung ausgestattet. Das eingesetzte OP-TDLAS-Verfahren (Open Path Tunable Diode Laser Absorption Spectroscopy) erfasst Methankonzentrationen berührungslos in Echtzeit. Nach Angaben der Stadtwerke lassen sich damit auch geringe Methanaustritte erkennen und lokalisieren.
Die Befliegungen übernimmt der spezialisierte Dienstleister Terra Flight. Die Drohnen bewegen sich ausschließlich über den jeweiligen Anlagen. Angrenzende Gebiete und angeschlossene Gasleitungen werden nicht überflogen. Eine Messung dauert pro Standort nur wenige Minuten. Für 2026 planen die Stadtwerke die Untersuchung von insgesamt 13 Anlagen, für 2027 sind weitere zwölf vorgesehen.
Die Drohnen verfügen zudem über ein automatisches Fallschirmsystem, das bei einer technischen Störung eine kontrollierte Landung ermöglichen soll.
Die Stadtwerke Kiel haben bereits Erfahrungen mit Drohneninspektionen gesammelt. In der Vergangenheit nutzte der Energieversorger die Technik für thermografische Untersuchungen seines Fernwärmenetzes. Mit den Methanmessungen wird der Einsatz nun auf die Gasinfrastruktur ausgeweitet.
Nationale Gasreserve: Energieverbände fordern klare Regeln für Gasreserve
[21.10.2026] Die Energieverbände VKU und BDEW unterstützen die geplante Einführung einer nationalen Gasreserve ab 2027. Während der VKU eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt fordert, drängt der BDEW auf eine kosteneffiziente Beschaffung und eine schnelle Umsetzung. mehr...
BDEW: Zusätzliche Gasspeicherung sinnvoll
[01.10.2026] Der BDEW bewertet die geplante zusätzliche Einspeicherung von Erdgas durch das bundeseigene Energieunternehmen SEFE als sinnvolle Absicherung für den kommenden Winter. Die Versorgung mit Gas sei zugleich weiterhin zuverlässig. mehr...
DVGW: Norwegen bleibt zentraler Energiepartner
[09.09.2026] Norwegen spielt nach Einschätzung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs eine Schlüsselrolle für die deutsche Versorgungssicherheit und die Energiewende. Beim German-Norwegian Energy Dialogue 2026 in Oslo warb der Verband für eine engere Zusammenarbeit bei Wasserstoff und CO2-Infrastrukturen. mehr...
Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei
[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...
Lahr: Bau von Biomasse-Anlage
[03.08.2026] MVV Enamic baut für die Rubinmühle in Lahr eine Biomasse-Anlage zur Erzeugung von Prozessdampf aus Haferschalen. Das Projekt soll Erdgas ersetzen, CO2-Emissionen senken und zeigt, wie Industrieunternehmen Produktionsreststoffe energetisch nutzen können. mehr...
CYTOK: Effizienzsprünge bei Power-to-Gas-Technologie
[27.11.2025] CYTOK meldet deutliche Effizienzsprünge bei der Speicherung erneuerbarer Energie mit seiner Power-to-Gas-Technologie. Der Rostocker Systemanbieter erreicht nach eigenen Angaben Nutzungsgrade von über 85 Prozent und setzt dabei auf einen geschlossenen, emissionsfreien CO2-Kreislauf. mehr...
Putlitz: Umstellung von Gasnetz auf Biomethan
[24.11.2025] Die Stadt Putlitz stellt ihr Gasnetz erstmals vollständig auf nahezu klimaneutrales Biomethan um. Grundlage ist ein Vertrag zum Anschluss der Biogas Produktion Putlitz an das Netz von EMB Energie Brandenburg. mehr...
Thüga: Klare Regeln beim Gas-Gesetz gefordert
[06.11.2025] Thüga fordert beim geplanten Gas-Gesetz klare Regeln für den Umbau der Verteilnetze hin zu Wasserstoff und Biomethan. Vorstandschef Constantin H. Alsheimer warnt vor überzogenen Vorgaben und ungelöster Finanzierung. mehr...
VKU: Zukunft der Gasnetze unklar
[24.10.2025] Fast die Hälfte der Stadtwerke weiß noch nicht, was aus ihren Gasnetzen werden soll. Eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen zeigt: Viele Versorger fordern von der Bundesregierung endlich rechtliche Klarheit für Stilllegung und Umrüstung. mehr...
Everllence: Lieferung von Kompressorsystem nach Litauen
[23.10.2025] Das Unternehmen Everllence liefert ein vollelektrisches MOPICO-Kompressorsystem für die Gasverdichterstation Jauniūnai in Litauen. Die Technologie soll den Gastransport zwischen Lettland und Polen effizienter und klimafreundlicher machen. mehr...
Gasumstellung: Hannover hat jetzt H-Gas
[19.09.2025] Nach sechs Jahren Vorbereitung hat enercity Netz die Gasversorgung in Hannover und Umgebung vollständig auf H-Gas umgestellt. Rund 282.000 Geräte mussten angepasst werden. Die Umstellung auf H-Gas war gesetzlich vorgeschrieben, da das bisher genutzte L-Gas nicht mehr in ausreichender Menge verfügbar ist. mehr...
Interview: Brücke zur Dekarbonisierung
[15.09.2025] Das Start-up CYTOK verwandelt in einem Power-to-Gas-Verfahren überschüssigen grünen Strom in synthetisches Erdgas. Im stadt+werk-Interview erläutert der Gründer und Geschäftsführer Klaus Schirmer, wie sich die Energiewende zwischen Investitionsanreizen und Klimaschutz vollziehen lässt. mehr...
LBEG: Zustimmung zu Richtbohrungen in der Nordsee
[03.09.2025] Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat dem Sofortvollzug für Richtbohrungen des niederländischen Unternehmens ONE-Dyas im deutschen Teil der Nordsee zugestimmt. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne spricht von einer sorgfältig geprüften Maßnahme zwischen Versorgungssicherheit und Naturschutz. mehr...
Gasversorgung: Reiche senkt Alarmstufe
[02.07.2025] Deutschland stuft den Gas-Notfallplan zurück: Aus der Alarmstufe wird wieder die Frühwarnstufe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nennt stabile Lieferströme und sinkende Preise als Gründe. Verbände begrüßen die Entspannung, mahnen aber zur weiteren Wachsamkeit. mehr...














