Donnerstag, 24. September 2026

BremenAnschluss an EU-Hafenprojekt

[14.02.2024] Die bremischen Häfen haben sich dem EU-Projekt North Sea Hydrogen Valley Ports angeschlossen, um die Dekarbonisierung der Hafenwirtschaft voranzutreiben. Durch die Entwicklung eines Port Hydrogen Valley Master Plans und die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Häfen streben sie eine effiziente Wasserstoffwirtschaft an.

Die bremischen Häfen beteiligen sich ab sofort am EU-Projekt North Sea Hydrogen Valley Ports, das die Dekarbonisierung der europäischen Hafenwirtschaft vorantreiben soll. Wie die Pressestelle des Bremer Senats mitteilt, zielt das von der EU im Rahmen des Interreg-Programms geförderte Projekt darauf ab, die Häfen zu zentralen Drehscheiben für grünen Wasserstoff (H2) und Power-to-X-Brennstoffe (PtX) wie Methanol und Ammoniak zu entwickeln.
Am 12. und 13. Februar 2024 habe in Den Helder, Niederlande, das Kick-off-Meeting mit allen Projektpartnern stattgefunden. Dieses Treffen habe den offiziellen Projektstart markiert und den beteiligten Häfen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung als Plattform gedient, um ihre Strategien abzustimmen und konkrete Pläne für die kommenden Projektphasen zu entwickeln. Die bremischen Häfen haben dabei ihre Ideen und Ansätze zur Entwicklung einer maritimen Wasserstoffwirtschaft vorgestellt und mit den Häfen aus Brest (Frankreich), Den Helder (Niederlande) und Esbjerg (Dänemark) zusammengearbeitet, um Synergien zu schaffen und gemeinsame Ziele zu definieren.
Ein zentraler Aspekt des Projekts sei die Entwicklung eines flächendeckenden Port Hydrogen Valley Master Plans, der als Blaupause für andere europäische Häfen dienen soll. Dieser Plan werde darauf abzielen, eine effiziente Wasserstoffwirtschaft und entsprechende Import- und Exportstrukturen zu etablieren, die einen signifikanten Fortschritt in der europäischen Energiewende ermöglichen könnten. Darüber hinaus sei der Aufbau eines Netzwerks von Häfen und Stakeholder-Gruppen zum Austausch von Erfahrungen und Know-how ein zentrales Ziel, wobei die bremischen Häfen eine führende Rolle einnehmen.
Auf Bremer Seite waren die Senatorische Behörde für Wirtschaft, Häfen und Transformation sowie das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) beteiligt. Der Schwerpunkt habe auf dem Umschlag von wasserstoffbasierten Energieträgern und der Einführung neuer Technologien für Hafenoperationen und Schiffsdesigns gelegen. Die Gesamtfördersumme für das Projekt betrage rund 945.000 Euro, die Bremer Partner erhielten knapp 330.000 Euro.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...

Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck

[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...

Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt

[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...

Microgrid-Container der Hochschule Bremerhaven mit technischen Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff.
bericht

Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem

[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...

BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt

[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...

Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector

[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...

ABO Energy: Verkauf von H2-Hub

[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...

Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei

[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...

Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure

[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...

deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage

[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...

RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark

[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...

Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt

[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...

beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus

[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...

Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...

Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff

[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...