Mittwoch, 28. Januar 2026

12. Eurosolar-KonferenzBereit für die neue Energiewelt!?

[18.05.2018] Über 90 Besucher tauschten sich auf der Eurosolar-Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ über die Energiewelt von morgen aus. Eurosolar resümiert: Stadtwerke sind bereit für dezentrale Energiewende – die Regierung muss endlich nachziehen.
„Sektorenkopplung findet erfolgreich nur dezentral statt“

„Sektorenkopplung findet erfolgreich nur dezentral statt“, sagte Eurosolar-Vorstandsmitglied und rheinland-pfälzische Staatsministerin a.D. Margit Conrad in ihrem Eingangsstatement.

(Bildquelle: EUROSOLAR e.V.)

Die Eurosolar-Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ lockte Mitte Mai über 90 Fachbesucher nach Nürnberg, um über Themen wie die regionalen Verteilnetze für 100 Prozent Erneuerbare Energien, die Verknüpfung der Märkte für Strom sowie neue Geschäftsmodelle für Kommunalversorger zu diskutieren. Im Eingangsstatement unterstrich Eurosolar-Vorstandsmitglied Margit Conrad die Schlüsselrolle der Stadtwerke für eine gelingende Energiewende, berichtet der Veranstalter Eurosolar. „Sektorenkopplung findet erfolgreich nur dezentral statt“, sagte Conrad. Sie forderte die Bundesregierung auf, durch die Änderung des Rechtsrahmens die Rolle der Stadtwerke sowie der kommunalen und regionalen Verteilnetzbetreiber als Energie-Manager vor Ort zu stärken.

Metropolregion Nürnberg hat Vorbildcharakter

Rainer Kleedörfer, Prokurist bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft, stellte zum Auftakt klar: „Erfolgreiche Energiewende bedeutet, dass Klimaschutz wirksam adressiert wird, Energie für alle Kunden bezahlbar bleibt und Infrastrukturen verlässlich zur Verfügung stehen. Stadtwerke und Regionalversorger leisten hierzu wesentliche Beiträge. Beispielsweise sind die heute rund 1,7 Millionen Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien fast ausnahmslos an deren Netzinfrastruktur angeschlossen. Jedoch behindert der aktuelle Gesetzesrahmen Fortschritt beim Klimaschutz.”
Eurosolar-Vizepräsident Fabio Longo stellte die von Eurosolar eingeforderte Neue Energiemarktordnung vor. Er betonte dabei: „Das Beispiel Nürnberg macht deutlich, dass Stadtwerke dabei vorweg gehen können und das Potential haben, ein Höchstmaß an Energieautonomie zu organisieren.“ Das Engagement der Stadt und Metropolregion Nürnberg ist von Michael Fraas, Vorstandsvorsitzender der ENERGIEregion Nürnberg und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg vorgestellt worden. „Die Metropolregion ist weltweit führend in der Energietechnik, Leistungselektronik, energieeffizienten Automatisierungslösungen und grünen Gebäudetechnologien“, betonte Fraas.

Fachliche Impulse aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Wie der Veranstalter Eurosolar mitteilte, wurden an der Konferenz fachliche Impulse aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingebracht. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Ertüchtigung der Verteilnetze für 100 Prozent Erneuerbare Energien. Die Referenten analysierten die Rahmenbedingungen für Verteilnetzbetreiber und das Konzept lokaler und regionaler Energiezellen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Konvergenz der Energiemärkte: Die Experten sprachen über die Möglichkeiten von Erneuerbaren Energien und Sektorenkopplung sowie die Herausforderungen der IT-Sicherheit im digitalen Stadtwerk. Der zweite Tag stand unter anderem im Zeichen der Kommunalversorger als Mobilitätsdienstleister. Intelligente Netze und neue Mobilitätsprodukte wurden beleuchtet und kritisch diskutiert. Die Konferenz fand in Kooperation mit der N-ERGIE Aktiengesellschaft und dem Verein ENERGIEregion Nürnberg statt.





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