Dienstag, 29. September 2026

KlimaschutzBerlin und Heidelberg Spitze

[19.02.2020] Die Non-Profit-Organisation CDP hat 105 Städte weltweit ermittelt, die sich mit transparenten Maßnahmen zum Klimaschutz besonders hervortun. Aus Deutschland schaffen es Berlin und Heidelberg auf die Liste.
Maßnahmen gegen den Klimawandel: Heidelberg hat es auf die Liste international führender Städte geschafft.

Maßnahmen gegen den Klimawandel: Heidelberg hat es auf die Liste international führender Städte geschafft.

(Bildquelle: freeartist/123rf.com)

105 Städte auf der ganzen Welt sind aufgrund ihrer Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie die Qualität der erhobenen Daten über diese Maßnahmen in die A-Liste der internationalen Non-Profit-Organisation CDP aufgenommen worden. In Deutschland zählen Berlin und Heidelberg zu diesen Vorreitern. Berlin punktet hier mit seinem Energiewendegesetz und dem Masterplan „Solarhauptstadt”. Heidelberg wiederum will seine Emissionen bis 2050 um 95 Prozent senken. Alle neuen kommunalen oder privaten Gebäude auf von der Gemeinde verkauften Grundstücken müssen deshalb nach Passivhausstandard gebaut werden. Ein Masterplan „Nachhaltige Mobilität“ sieht zudem vor, den städtischen und öffentlichen Verkehr auf Fahrzeuge mit -Emissionen umzustellen, das Straßenbahnnetz zu erweitern und eine neue Brücke für Fahrräder und Fußgänger zu bauen.
Weitere Städte auf der A-Liste von CDP sind beispielsweise Basel, Mexiko-Stadt, Kapstadt und Los Angeles. In den USA erhielten insgesamt 34 Städte einen Platz auf der Liste, gefolgt von Kanada mit sieben. Die Bewertung des CDP soll Städte dazu anregen, sich mehr für den Klimaschutz zu engagieren. Die A-Liste basiert auf Daten, die mehr als 850 Städte im Jahr 2019 über das einheitliche Berichtssystem CDP-ICLEI gemeldet haben. Dazu zählen Umweltdaten etwa zu den Emissionen, die klimarelevanten Schwachstellen oder die Maßnahmen der Stadt, um Emissionen zu reduzieren oder zur Risikoanpassung. Je nach Vollständigkeit und Qualität der Daten sowie dem Niveau der ergriffenen Maßnahmen werden sie nach einem Punktesystem in Bewertungen von A bis D eingestuft.
„Die Klimawissenschaft lässt keinen Zweifel daran, dass die globalen Emissionen bis 2030 halbiert werden müssen, um die Auswirkungen der globalen Klimakrise zu begrenzen“, sagt Kyra Appleby, Global Director für Städte, Staaten und Regionen bei CDP. „Städte spielen eine wichtige Rolle, wenn diese Herausforderung gemeistert werden soll: Sie decken nur zwei Prozent der Erdoberfläche ab, sind aber für 70 Prozent der Emissionen verantwortlich.“



Stichwörter: Klimaschutz, Berlin, CDP, Heidelberg


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