Praxisforum Geothermie.BayernEin Spiegel des Standorts Bayern

Das Praxisforum Geothermie.Bayern findet in gewohnter Location im Herzen Münchens statt.
(Bildquelle: Enerchange)
Seit fünf Jahren ist das Praxisforum Geothermie.Bayern am Start und auch in diesem Jahr findet es wie gewohnt im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Wie der Veranstalter Enerchange meldet, spiegelt das Forum am 11. und 12. September 2017 die Aufwärtsentwicklung in Europas aktivstem Geothermiemarkt wider. Mehr als 50 Bohrungen haben am Geothermiestandort Bayern in den letzten 15 Jahren stattgefunden – nicht nur in Europa, sondern auch weltweit nehme Bayern bei der technischen Entwicklung im Bereich der Niederenthalpie-Geothermie damit eine Vorreiterrolle ein. Dies gehe mit einer zunehmenden Internationalisierung der Branche einher, als Beispiel nennt Enerchange das Engagement italienischer Unternehmen in bayerischen Projekten.
Für den Erfolg machen die Organisatoren einerseits die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und andererseits die einzigartigen geologischen Bedingungen des bayerischen Molassebeckens verantwortlich. Der überwiegende Teil der Bohrungen fördere Tiefengrundwässer aus 2.000 bis 5.000 Metern Tiefe, welche Trinkwasserqualität aufwiesen. Weitere Erfolgsgaranten seien das zunehmende Verständnis der Eigenschaften des Reservoirs und ein ausgeprägtes kommunales Engagement für die geothermische Wärmenutzung.
Aber auch durch die Tatkraft der Energieversorger entwickele sich der Markt weiter. Allen voran nennt Enerchange die Stadtwerke München, die insgesamt fünf Geothermieanlagen betreiben und zahlreiche weitere in Planung haben. Ein weiterer wichtiger Player sei Enel Green Energy aus Italien, der die derzeit größte Geothermieanlage Deutschlands bei Weilheim in Oberbayern baut. Solche Anlagen mit multiplen Bohrungen, innovativen Kraftwerkskonzepten und Leistungen von 20 Megawatt und mehr seien die Zukunft. Jochen Schneider, Veranstalter und Geschäftsführer von Enerchange, sagt: „Wir freuen uns, diese Entwicklung zu begleiten und die Erfolge der Niederenthalpie-Geothermie am Geothermiestandort Bayern vorzustellen.“
Dazu hat der Veranstalter ein umfassendes Programm aufgesetzt. Während die Exkursion am 11. September zu verschiedenen Geothermieanlagen und Projekten führt, fokussiert die kompakte Veranstaltung am 12. September folgende Schwerpunkte: die geothermische Stromerzeugung, die Wirtschaftlichkeit von Wärmeprojekten, den Thermalwasserkreislauf, Bohrtechnik und die Rahmenbedingungen für Investitionen. Wie schon im Vorjahr konnten die Geothermie-Allianz Bayern (GAB) und die Lehrstühle für Hydro- und Ingenieurgeologie der Technischen Universität München (TUM) als Kooperationspartner für das Praxisforum gewonnen werden. Im Mittelpunkt des Wissenschaftsforums der GAB wird das Thema Mikroseismizität im Umfeld geothermischer Anlagen stehen. Es werden Referenten des Erdbebendienstes Bayern, der Firma Q-con und des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) erwartet. Goldsponsor der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner.
Stadtwerke Münster: Erdwärme für Neubaugebiet
[04.11.2026] Die Stadtwerke Münster erkunden an der Kötterstraße in Handorf die Nutzung oberflächennaher Erdwärme für ein kaltes Nahwärmenetz. Im benachbarten Neubaugebiet Kirschgarten sind die Bohrungen für ein solches Versorgungssystem bereits abgeschlossen. mehr...
Fraunhofer IEG: Grubenwasser für die Wärmewende
[03.11.2026] Das Fraunhofer IEG hat in Bochum vier Bohrungen in ein ehemaliges, geflutetes Kohlebergwerk erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeiten zeigen, dass sich Grubenwasser mit konventioneller Bohrtechnik als Wärmequelle und Wärmespeicher erschließen lässt. mehr...
Geothermiekongress 2026: Ausbau in der Fläche voranbringen
[29.10.2026] Wie sich Geothermieprojekte schneller und in größerem Umfang umsetzen lassen, war eine zentrale Frage beim Geothermiekongress 2026 in Potsdam. Diskutiert wurde auch, welchen Beitrag die Erdwärme zu einer sicheren und bezahlbaren Wärmeversorgung leisten kann. mehr...
Fraunhofer IEG: Forschungsprojekt soll Akzeptanz der Geothermie stärken
[22.10.2026] Ein neues Forschungsprojekt soll die Kommunikation über seismische Risiken bei Tiefengeothermieprojekten verbessern und die Bürgerbeteiligung stärken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit rund 2,27 Millionen Euro. mehr...
Nürnberg: N-Ergie erkundet Geothermiepotenzial
[21.10.2026] Der Energieversorger N-Ergie will ab dem 9. November den Untergrund in Nürnberg und Umgebung auf sein Potenzial für Tiefengeothermie untersuchen. Auf sechs Messlinien mit einer Gesamtlänge von rund 110 Kilometern sollen Daten für die mögliche Nutzung von Erdwärme gewonnen werden. mehr...
Fraunhofer IEG: Forschungsvorhaben zu Grubenwasser
[06.10.2026] Das Fraunhofer IEG und die Technische Hochschule Georg Agricola wollen die Nutzung von Grubenwasser für die Wärmeversorgung gemeinsam vorantreiben. Im Fokus stehen ehemalige Bergbauregionen, in denen bestehende Infrastrukturen als Wärmequellen oder -speicher dienen könnten. mehr...
Geothermiekonferenz: Fortschritte bei Wärmenutzung aus der Tiefe
[24.09.2026] Auf der 21. Geothermiekonferenz in Bochum haben Fachleute, Kommunen und Energieversorger über den Stand der Geothermienutzung in Nordrhein-Westfalen und aktuelle Projekte berichtet. Im Mittelpunkt standen Erkundungen für die tiefe Geothermie, konkrete Vorhaben von Versorgern sowie die Förder- und Unterstützungsangebote des Landes. mehr...
LIAG: Geothermie könnte Olympiastadion mit Wärme versorgen
[21.09.2026] Oberflächennahe Geothermie könnte den Wärmebedarf des Berliner Olympiastadions rechnerisch vollständig decken. Modellberechnungen zeigen zudem, welches Potenzial große Sportflächen für die Wärmewende in Städten bieten können. mehr...
Stadtwerke Weimar: Aufsuchungserlaubnis für Tiefengeothermie erhalten
[14.09.2026] Die Stadtwerke Weimar dürfen das Potenzial für Tiefengeothermie im Raum Weimar untersuchen. Eine bis Juni 2031 befristete Erlaubnis umfasst ein rund 495 Quadratkilometer großes Gebiet und ist Voraussetzung für weitere Erkundungen. mehr...
Stadtwerke Bernau: Tiefengeothermieprojekt pausiert
[11.09.2026] Die Stadtwerke Bernau haben die Planungen für eine Tiefengeothermiebohrung am Schönfelder Weg vorerst gestoppt. Nach einer erneuten Prüfung sei der Bau und Betrieb der geplanten Anlage derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar. Der kommunale Versorger will nun alternative Lösungen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung untersuchen. mehr...
Geologischer Dienst NRW: Erkundungen im nördlichen Münsterland
[03.09.2026] Im nördlichen Münsterland untersucht der Geologische Dienst NRW das Potenzial für tiefe Erdwärme. Drei Seismik-Trassen sollen Kommunen und Stadtwerken zeigen, wo sich weitere Erkundungen für die Wärmeversorgung lohnen. mehr...
Münster: Hochschulstandort baut Geothermie-Anlage weiter aus
[02.09.2026] Die FH Münster baut ihre Geothermie-Anlage am Technologie-Campus Steinfurt für 18,8 Millionen Euro aus. Künftig soll Erdwärme rund 64 Prozent des Wärmebedarfs decken und zugleich als Reallabor für effizientere Wärmepumpen dienen. mehr...
Stadtwerke Munster-Bispingen: Heißes Wasser mit bis zu 154 Grad Celsius entdeckt
[28.08.2026] Die Stadtwerke Munster-Bispingen sehen nach ersten Arbeiten am Tiefengeothermie-Projekt in Munster gute Chancen für eine wirtschaftliche Wärmenutzung. In einem ertüchtigten Bohrloch stieß die Unternehmenstochter HeideGeo auf Wasser mit Temperaturen von bis zu 154 Grad Celsius. mehr...
München: Seismik-Messungen gestartet
[26.08.2026] Im Großraum München wird der tiefe Untergrund in den kommenden Monaten großflächig untersucht. Die Daten sollen ein dreidimensionales geologisches Modell ermöglichen und die Planung weiterer Geothermieprojekte unterstützen. Die Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GIGA-M. mehr...
Fraunhofer IEG: Forschungsprojekt zu Kalkgestein in der Rhein-Ruhr-Region
[17.08.2026] Ein Forschungsprojekt entwickelt neue Werkzeuge für die Tiefengeothermie in der Rhein-Ruhr-Region. R3Chain soll das Potenzial von Kalkgestein genauer bestimmen und Stadtwerken sowie Energieversorgern frühere Planungssicherheit geben. mehr...













