Dienstag, 10. März 2026

Hamburger EnergienetzeEinspeiseanlage geht in Realisierungsphase

[08.12.2025] Die Hamburger Energienetze starten die Realisierungsphase für die Einspeiseanlage des künftigen Großelektrolyseurs in Moorburg. Ab 2027 soll grüner Wasserstoff aus dem Hamburg Green Hydrogen Hub in das Industrie-Netz HH-WIN fließen.

Die Wasserstoff-Einspeiseanlage für den Green Hydrogen Hub geht in die Realisierungsphase.

(Bildquelle: Hamburger Energienetze)

Die Hamburger Energienetze treiben den Anschluss des Großelektrolyseurs am Standort Moorburg an ihr Wasserstoff-Industrienetz HH-WIN voran. Wie das Unternehmen mitteilt, beginnt nun die Realisierungsphase für die Einspeiseanlage und den Netzanschluss. Sie sollen sicherstellen, dass der ab 2027 geplante grüne Wasserstoff aus dem Hamburg Green Hydrogen Hub (wir berichteten) in das dann rund 40 Kilometer lange Verteilnetz eingespeist werden kann.

Der Betreiber zufolge entsteht die Einspeiseanlage etwa 350 Meter vom künftigen 100-Megawatt-Elektrolyseur entfernt. Vorgesehen sind eine Verdichterstation und eine Gasdruckregelanlage. Sie übernehmen den erzeugten Wasserstoff, erfassen die gelieferte Menge und führen ihn HH-WIN zu. Der Druck wird dabei auf 25 bis 70 bar gebracht, je nachdem, ob der Wasserstoff ins deutsche Kernnetz zurückgespeist oder an Industrieabnehmer im Hafen geliefert werden soll.

Die Errichtung der Einspeiseanlage soll im Frühjahr 2026 beginnen und bis zum Betriebsstart 2027 abgeschlossen sein. Der Verdichter für die Rückspeisung ins Kernnetz folgt wenige Monate später. Grundlage ist ein Netzanschlussvertrag zwischen den Hamburger Energienetzen und dem Projekt Hamburg Green Hydrogen Hub, das seit 2023 am früheren Kraftwerksstandort Moorburg vorbereitet und inzwischen gebaut wird.

Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, betont die Bedeutung des Vorhabens: „Der 100-Megawatt-Elektrolyseur wird bis zu 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und dieser Wasserstoff kann dann über unser HH-WIN-Netz zu den Hamburger Industrieunternehmen fließen.“ HH-WIN soll ab 2027 mehrere Gebiete im Hafen erschließen und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Stadt unterstützen.





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