Sonntag, 8. November 2026

Baden-WürttembergEntwicklung der erneuerbaren Energien

[14.12.2016] Insgesamt ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die Einzelbilanz für die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr fällt allerdings sehr unterschiedlich aus.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat seinen jährlichen Bericht über die Entwicklung der erneuerbaren Energien veröffentlicht.

(Bildquelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg)

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) hat jetzt im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums den jährlichen Bericht über die Entwicklung des Anteils der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor veröffentlicht. Wie das Ministerium mitteilt, dient der Bericht der Verfestigung der vorläufigen Energie-Daten vom Frühjahr dieses Jahres. Das Ergebnis: Für alle drei Bereiche – Strom, Wärme und Verkehr – zusammengenommen beträgt der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg im Jahr 2015 13,4 Prozent und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Dabei fällt die Einzelbilanz für die drei Sektoren sehr unterschiedlich aus. Insgesamt sind sowohl der Strombedarf als auch die Stromerzeugung im Jahr 2015 deutlich gestiegen. Die Erneuerbaren hätten allerdings den Mehrbedarf nur in sehr geringem Umfang decken können. Schuld seien vor allem die wetterbedingten Rückgänge bei der Wasserkraft von minus 10 Prozent gewesen. Windkraft und Photovoltaik hätten hingegen kräftig um 27 Prozent beziehungsweise sechs Prozent zugelegt. Dennoch musste der erhöhte Bruttostromverbrauch im Jahr 2015 vor allem durch mehr Erzeugung aus Steinkohle gedeckt werden. Der deutliche Mehrbedarf auf der einen Seite und die nur geringe Mehrproduktion aus erneuerbaren Energien auf der anderen Seite habe dazu geführt, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung unter dem Strich von 24,3 auf 23,1 Prozent gesunken ist. Beim Bruttostromverbrauch ist der Anteil der Erneuerbaren indessen von 19,6 auf 19,5 zurückgegangen. Im Wärmebereich sei der Anteil der Erneuerbaren im vergangenen Jahr dagegen um 0,6 Prozentpunkte auf jetzt 14,8 Prozent gestiegen. Im Verkehrssektor ging der Anteil laut dem Bericht hingegen um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent zurück.



Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg


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