Donnerstag, 24. September 2026

VKUEnWG-Novelle gut für H2-Wirtschaft

[16.04.2024] Der VKU begrüßt die Novelle des EnWG als wichtiges Signal für die Energiewende und die Wasserstoffwirtschaft.

Der Bundestag hat am 12. April 2024 die 3. Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) beschlossen. Das Gesetz bildet den Rechtsrahmen für die Entwicklung einer nationalen Wasserstoffinfrastruktur und soll einen schnellen und kostengünstigen Hochlauf des Wasserstoffmarkts ermöglichen. Dazu Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU): „Wir begrüßen die Novelle, die eine gemeinsame Netzentwicklungsplanung für Erdgas und Wasserstoffnetze vorsieht. Sie ist ein wichtiges Signal für die Energiewende und die Wasserstoffwirtschaft. Die vorgesehene Größe des Kernnetzes hat sich während des Gesetzgebungsprozesses nicht verändert. Wir begrüßen, dass es bei den ermittelten rund 9.700 Kilometer bleibt.“
Der VKU habe sich dafür eingesetzt, dass die Transformationspläne der Verteilernetzbetreiber (zum Beispiel der Gasnetzgebietstransformationsplan) Eingang in den Szenariorahmen und damit die Netzentwicklungsplanung fänden. Das ermögliche eine clevere Verzahnung der Planungen. Der Punkt wurde von der Politik aufgegriffen, was den Mehrwert des Gasnetzgebietstransformationsplans bestätige.
„Auch in Sachen Bürokratieabbau waren unsere Anregungen erfolgreich: Der bisher alle zwei Jahre separat erforderliche Umsetzungsbericht soll entfallen und im Netzentwicklungsplan integriert werden. Das ist eine pragmatische Lösung und eine Erleichterung für die Unternehmen.
Zudem soll es Anpassungen bei der Finanzierung und beim Insolvenzrisiko geben. Das vorgesehene Amortisationskonto begrüßen wir. Damit sollen Verbraucher vor prohibitiv hohen Netzentgelten geschützt werden, indem die Kosten über viele Jahre gestreckt werden. Für einen Teil der Investitionen übernimmt der Staat eine Garantie.
Allerdings sind die beim Ausgleich des Amortisationskontos durch den Bund fälligen 24 Prozent Selbstbehalt für Unternehmen hoch und könnten notwendige Investitionen verhindern. Positiv bewerten wir den Wegfall einer so genannten gesamtschuldnerischen Haftung. Das heißt, im Falle einer Insolvenz trägt der betreffende Investor das Risiko und nicht die übrigen FNB-Investoren“, so Liebig weiter.



Stichwörter: Wasserstoff, EnWG, VKU


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet

[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...

Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck

[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...

Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt

[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...

Microgrid-Container der Hochschule Bremerhaven mit technischen Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff.
bericht

Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem

[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...

BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt

[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...

Hamburger Energienetze: Baustart von H2-Connector

[31.08.2026] Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors für das Wasserstoffnetz HH-WIN begonnen. Die Anlage soll ab 2027 Elektrolyse, Hamburger Verteilnetz und das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz verbinden. mehr...

ABO Energy: Verkauf von H2-Hub

[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...

Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei

[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...

Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure

[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...

deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage

[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...

RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark

[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...

Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt

[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...

beyondgas: Wasserstoffprojekte im Fokus

[28.07.2026] Der Wasserstoffkongress beyondgas stellt praxisnahe Projekte und konkrete Entscheidungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 10. September in Oldenburg statt und erweitert ihr Programm unter anderem um Workshops und eine Exkursion zu einem Wasserstoffspeicherprojekt. mehr...

Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...

Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff

[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...