Montag, 14. September 2026

VoltfangFreie Kapazitäten nutzen

[14.08.2026] Voltfang und Alterric errichten am Windpark Berne in Niedersachsen einen Batteriespeicher mit 3,8 Megawatt Leistung und zehn Megawattstunden Kapazität. Die Anlage soll vorhandene Netzkapazitäten des Windparks nutzen und im Januar 2027 in Betrieb gehen.
Zwei Mitarbeiter in Warnkleidung gehen auf einem schlammigen Weg durch einen Windpark. Rechts ist die Darstellung eines Batteriespeichers von Voltfang zu sehen.

Geplanter Speicher soll Abregelungsverluste beim Windpark verringern.

(Bildquelle: Voltfang GmbH)

Die Unternehmen Voltfang und Alterric bauen am Windpark Berne einen Batteriegroßspeicher, der den bestehenden Netzanschluss des Windparks mitnutzt. Wie die Unternehmen mitteilen, wird der Speicher am gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt betrieben. Ein zusätzlicher Netzanschluss ist damit nicht erforderlich.

Nach Angaben der Unternehmen nutzen Windparks ihren Netzanschluss im Jahresmittel nur zu 20 Prozent aus. Der Batteriespeicher soll freie Anschlusskapazitäten erschließen und damit die vorhandene Netzinfrastruktur stärker auslasten. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 3,8 Megawatt (MW) und eine Kapazität von zehn Megawattstunden (MWh).

Zeitgewinn durch Co-Location

Voltfang und Alterric versprechen sich von der sogenannten Co-Location vor allem einen Zeitgewinn. Für eigenständige Batteriespeicher ab einem Megawatt Leistung betrage die Wartezeit auf einen neuen Netzanschluss in der Regel mindestens fünf Jahre. Diese Wartezeit entfalle bei der gemeinsamen Nutzung des Netzverknüpfungspunkts.

„Mit Co-Location Anlagen haben wir eine direkte Antwort auf die Engpässe im Stromnetz, wir erhöhen das Potential der Netzanschlüsse und stabilisieren diese damit gleichzeitig. Windparks gemeinsam mit Batteriespeichersystemen sind einer der spannendsten Investitionsmöglichkeiten derzeit und wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit Alterric zu gehen“, sagt Roman Alberti, Geschäftsführer von Voltfang.

Zusätzliche Erlöse bei der Vermarktung

Der Speicher soll die Einspeisung bei einem hohen Stromangebot reduzieren und die Energie zu Zeiten mit geringerem Angebot bereitstellen. Nach Angaben der Unternehmen lassen sich dadurch Abregelungsverluste verringern und zusätzliche Erlöse bei der Vermarktung erzielen. Dies sei insbesondere am von Netzengpässen betroffenen Standort in Norddeutschland von Bedeutung.

Der Batteriespeicher ist ausschließlich der gekoppelten Windenergieanlage zugeordnet und bezieht keinen Strom aus dem öffentlichen Netz. Dadurch soll das Projekt nach Angaben von Voltfang und Alterric von einer schnelleren Genehmigung profitieren. Auch die Förderfähigkeit des eingespeicherten Stroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll erhalten bleiben.





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