Donnerstag, 29. Oktober 2026

Nürnberg / ForchheimGeotechnischer Speicher als Schlüssel

[27.06.2017] Die TH Nürnberg hat gemeinsam mit den Stadtwerken Forchheim Möglichkeiten für eine regenerative Energieversorgung der Stadt Forchheim untersucht. Im Zentrum steht ein geotechnischer Speicher, der so genannte Stülpmembranspeicher.

Studierende der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg stellen am 28. Juni 2017 in Kooperation mit den Stadtwerken Forchheim Konzepte für eine regionale regenerative Energieversorgung und -speicherung vor. Ziel der Forschungsgruppe ist es, ein ganzes Gebiet mit regenerativen Energien zu versorgen. Dazu haben die 13 Forscher um Professor Matthias Popp von der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik Planungs- und Ausführungsvorschläge entwickelt. Präsentieren werden sie diese auf der Energiekonferenz Stülpmembranspeicher – Schlüsselkomponenten für die Energiewende.
Wie die TH Nürnberg meldet, setzen die Ideen der jungen Wissenschaftler bei den lokalen Gegebenheiten der Stadt Forchheim an. Erfunden hat den geotechnischen Speicher Professor Popp.
Der Stülpmembranspeicher wird unterirdisch gebaut und benötigt deshalb nur einen kleinen Teil der Fläche eines Pumpspeichers. Ein aus seiner Umgebung freigeschnittener, eingefasster Kolben wird durch Wasser angehoben und abgesenkt. Motorpumpen, wie sie auch in Pumpspeicherkraftwerken angewendet werden, heben den Kolben an, informiert die TH Nürnberg. Wird der Kolben wieder abgesenkt, verdrängt er das Wasser unter sich. Die entstehende Strömung treibt eine Turbine an, die Energie erzeugt. Um eine reibungsfreie Bewegung zu gewährleisten, wird der Kolben mit einer Stülpmembran abgedichtet.
Professor Popp erläutert: „Der Stülpmembranspeicher hat viele Vorteile. Bei einem Dammbruch kann es zu keiner Überflutung kommen, er benötigt wenig Platz und weist vergleichsweise günstige Systemkosten auf.“
Um ideale Vorschläge zur regenerativen Energieversorgung und -speicherung für die Region Forchheim machen zu können, haben die Studierenden zunächst den Strom- und Wärmebedarf der Stadt analysiert. Außerdem wurden verschiedene Modelle der regenerativen Energienutzung auf eine mögliche Anwendung untersucht, so die Optimierung der bereits vorhandenen Wind- und Photovoltaiksysteme sowie die Fernwärmenutzung. Die Funktionsweise des Stülpmembranspeichers wurde zusätzlich analysiert, mögliche Risiken und der Umfang der notwendigen baulichen Maßnahmen abgeschätzt. Die Studierenden wollen mit dem Projekt das Gemeinwohl und gesellschaftliche Entwicklungen vorantreiben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energiespeicher
interview

Interview: Wirtschaftlichkeit im Blick halten

[28.10.2026] Batteriespeicher erleben einen Boom. Doch eine funktionierende Anlage ist noch kein wirtschaftlich erfolgreiches Projekt. Arne Weinig, Geschäftsfüher von Tauber-Solar, erläutert, warum die Betriebsführung bei Großspeichern entscheidend für die Rendite ist. mehr...

Mainz: Bau von Batteriespeicher gestartet

[28.10.2026] Auf der Ingelheimer Aue in Mainz entsteht ein Batteriespeicher mit 60 Megawattstunden Kapazität und 22 Megawatt Leistung. Die Anlage soll ab März 2027 Strom zwischenspeichern und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. mehr...

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Großspeicher wird marktübergreifend vermarktet

[28.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm lassen ihren neuen Batteriespeicher künftig vom Energievermarkter Energy2market vermarkten. Die Anlage mit zehn Megawatt Leistung soll ab Januar 2027 sowohl im Stromgroßhandel als auch am Regelenergiemarkt eingesetzt werden. mehr...

Avacon: Großbatteriespeicher mit 137,5 Megawatt geht ans Netz

[27.10.2026] In Alfeld (Leine) ist ein Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 137,5 Megawatt in Betrieb gegangen. Die Anlage zählt zu den größten Batteriespeichern Deutschlands und ist an das Hochspannungsnetz von Avacon angeschlossen. mehr...

Batteriespeicher: Zubau steigt um 91 Prozent

[23.10.2026] Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat sich in den ersten neun Monaten 2026 deutlich beschleunigt. Vor allem Großspeicher treiben das Wachstum, während der Bundesverband Solarwirtschaft weitere Reformen fordert, um Speicher besser in das Stromnetz zu integrieren. mehr...

Ansbach: Netzdienlicher Batteriespeicher soll Stromnetz entlasten

[21.10.2026] In Ansbach hat der Bau eines Batteriespeichers mit 20 Megawatt Leistung und 100 Megawattstunden Kapazität begonnen. Die Anlage soll künftig das Verteilnetz entlasten und die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien verbessern. mehr...

Schuby: Großspeicher vor Betriebsstart

[14.10.2026] Der Batteriegroßspeicher Schuby in Schleswig-Holstein ist nach seiner Fertigstellung und dem Netzanschluss in die technische Inbetriebnahme gestartet. Die Anlage mit 103,5 Megawatt Leistung und 238 Megawattstunden Kapazität soll künftig Strom speichern und dabei die örtliche Netzsituation berücksichtigen. mehr...

Intilion: Batteriespeicher für Windpark Kloddram

[14.10.2026] Am Windpark Kloddram in Mecklenburg-Vorpommern entsteht ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 98 Megawattstunden. Intilion liefert die Anlage, die eine flexible Stromvermarktung ermöglichen und die Netzinfrastruktur effizienter nutzen soll. mehr...

TWS: Beteiligung an Großbatteriespeicher

[12.10.2026] Die Technischen Werke Schussental (TWS) beteiligen sich am geplanten Batteriepark Waltrop mit einer Leistung von zwei Megawatt. Die Anlage soll insgesamt 900 Megawatt leisten und in der zweiten Jahreshälfte 2028 in Betrieb gehen. mehr...

Stadtwerke Karlsruhe: Großbatteriespeicher in Betrieb genommen

[08.10.2026] Die Stadtwerke Karlsruhe haben einen Großbatteriespeicher mit 25 Megawattstunden Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage am Heizkraftwerk West soll Schwankungen im Stromnetz ausgleichen und zusätzliche Flexibilität für die Integration erneuerbarer Energien schaffen. mehr...

Stadtwerke Schweinfurt: Richtfest für Großbatteriespeicher gefeiert

[06.10.2026] In Schweinfurt-Oberndorf entsteht ein Großbatteriespeicher mit rund 20 Megawatt Leistung und einer Kapazität von rund 50 Megawattstunden. Die Stadtwerke Schweinfurt und die enerpeak Group wollen die Anlage im ersten Quartal 2027 in Betrieb nehmen. mehr...

enercity: Mehr Speicherkapazität

[29.09.2026] enercity erweitert seine Batteriespeicher-Kapazitäten in der Region Hannover deutlich. In Lehrte-Ahlten soll die bestehende Anlage um 115 Megawatt Leistung ausgebaut werden, während in Hannover-Misburg ein neuer Stand-Alone-Speicher entsteht. mehr...

Tauber Energy: Batteriespeicher in Wertheim in Betrieb genommen

[28.09.2026] Tauber Energy hat in Wertheim einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 40 Megawattstunden in Betrieb genommen. Die Anlage ist das bislang größte Speicherprojekt des Unternehmens und das zweite im eigenen Bestand, das den Betrieb aufgenommen hat. mehr...

Technische Anlagen eines Umspannwerks mit Hochspannungsisolatoren, Schalttechnik und Stromleitungen vor blauem Himmel.
bericht

Fraunhofer-Studie: Reserven durch Speicher an Umspannwerken

[22.09.2026] Deutschlands bestehende Stromnetze bieten nach einer Studie des Fraunhofer IEE erhebliche Reserven für den weiteren Ausbau der Photovoltaik. Intelligent gesteuerte Batteriespeicher an Umspannwerken könnten demnach zusätzliche PV-Leistung von rund 150 Gigawatt ermöglichen. mehr...

Wiesbaden: ESWE baut Großbatteriespeicher

[11.09.2026] In Wiesbaden entsteht ein Großbatteriespeicher mit einer nutzbaren Leistung von elf Megawatt und einer Kapazität von 30 Megawattstunden. ESWE BioEnergie hat jetzt mit dem Bau begonnen. Anfang 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. mehr...