AachenGrenzprojekt für Wasserstoff startet

Auftakt für die grenzüberschreitende Wasserstoff-Kooperation EMR H2-HUB.
Toni Lancé, Abteilungsleiterin Strukturförderung im Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa (vorn), und Nestar Lakot, Projektmanagerin der Interreg Euregio Maas-Rhein (rechts daneben) mit dem Interreg-Team und den Projektpartnern bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
(Bildquelle: Stadt Aachen)
Auftakt für die grenzüberschreitende Wasserstoff-Kooperation EMR H2-HUB.
Toni Lancé, Abteilungsleiterin Strukturförderung im Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa (vorn), und Nestar Lakot, Projektmanagerin der Interreg Euregio Maas-Rhein (rechts daneben) mit dem Interreg-Team und den Projektpartnern bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
(Bildquelle: Stadt Aachen)
Mitte Januar ist in der Euregio Maas-Rhein das Projekt „EMR H2-HUBs” gestartet. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Projektpartner hervor. Beteiligt sind Organisationen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Ziel ist es, ein funktionierendes Wasserstoff-Ökosystem aufzubauen. Dieses soll wirtschaftlich tragfähig sein. Es soll über Grenzen hinweg abgestimmt sein.
Das Projekt soll Unternehmen bei ihrer energetischen Transformation unterstützen. Damit ist der Umbau von Produktions- und Energieprozessen hin zu klimafreundlichen Lösungen gemeint. Wasserstoff gilt dabei als möglicher Baustein, um die Emission von Kohlendioxid zu vermeiden. Vor allem in energieintensiven Branchen.
Unterstützung für Betriebe
EMR H2-HUBs verfolgt eigenen Angaben zufolge einen praxisnahen und technologieoffenen Ansatz. Zunächst sollen Unternehmen ihren Energiebedarf und ihre Möglichkeiten analysieren. Anschließend begleitet das Projekt sie bei weiteren Schritten.
Dazu gehört unter anderem die Auswahl geeigneter Technologien. Auch die Einbindung in bestehende oder neue Energiesysteme ist Teil der Beratung. Darüber hinaus informiert das Projekt über Förderprogramme für Investitionen.
Das Ziel sind klimaneutrale und widerstandsfähige Strukturen. Diese sollen langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Die Projektpartner erklären, dass Wasserstoff dabei eine zentrale Rolle spielen könne.
„Nur durch eine enge Zusammenarbeit über Grenzen hinweg können wir die Potenziale des Wasserstoffs voll ausschöpfen und die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich gestalten“, sagt Dieter M. Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. Die Stadt leitet das Projekt. „EMR H2-HUBs bündelt Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven aus drei Ländern und schafft damit eine belastbare Grundlage für eine abgestimmte Weiterentwicklung der Wasserstoffwirtschaft in der Region.“
Partner aus drei Ländern
Auf deutscher Seite gehören zum Konsortium die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen, die Kreisverwaltung Düren, die Industrie- und Handelskammer Aachen, die Wirtschaftsförderung für den Kreis Heinsberg sowie die Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen.
Aus Belgien sind das Cluster TWEED, der Green Energy Park und GRE-Liège beteiligt. Aus den Niederlanden ist WaterstofNet dabei. Die Organisation versteht sich als Wissens- und Kommunikationsplattform für Wasserstoff-Projekte in den Benelux-Ländern.
Im Rahmen des Projekts entstehen regionale Wasserstoff-Hubs. An diesen arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung zusammen. Die Hubs dienen als Plattformen für Austausch und Lernen.
Unternehmen können dort Erfahrungen teilen. Sie können sich über Beispiele aus der Praxis informieren. Außerdem sollen gemeinsame Lösungen entwickelt werden.
Laut den Projektpartnern soll so ein gemeinsamer Rahmen für die Wasserstoffwirtschaft in der Euregio entstehen. Das Projekt soll Innovation und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Zudem kann es die Dekarbonisierung, also die Verringerung von Kohlendioxidemissionen, beschleunigen.
EMR H2-HUBs ist Teil des Interreg-Programms Maas-Rhein. Dieses Programm fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. Das Projekt wird von der Europäischen Union, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Region Wallonie und dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft finanziert.
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