Mittwoch, 28. Oktober 2026

KEA-BWKatalog für kommunale Wärme

[10.03.2022] Ein neuer Technikkatalog der KEA-BW soll bei der kommunalen Wärmeplanung helfen. Er stellt Fachwissen für Planer bereit.

In Baden-Württemberg müssen seit gut einem Jahr alle 104 großen Kreisstädte und Stadtkreise in die kommunale Wärmeplanung einsteigen. Ein am 9. März 2022 erschienener Technikkatalog bietet Fachplanern Unterstützung. Das teilt die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) mit. Planer finden hier wichtige Grundlagen zur Erstellung und Fortschreibung der Wärmepläne und der darin verankerten Maßnahmen. Die kostenfreie Veröffentlichung gibt einen Überblick über verschiedene Heiztechnologien, Wärmespeicher und die effiziente Verteilung von Wärme. Hinzu kommen Tabellen unter anderem mit Investitionskosten, Preisentwicklungen für unterschiedliche Energieträger sowie der künftigen Höhe der CO2-Bepreisung. Die Daten und Prognosen sollen helfen, Eignungsgebiete für die Wärmeversorgung mit Wärmenetzen oder Einzelheizungen auszuweisen, das klimaneutrale Zielszenario zu erstellen und Maßnahmen zur Umsetzung zu benennen – und das landesweit einheitlich. Die KEA-BW hat das Fachwissen im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zusammengetragen.
Die kommunalen Wärmepläne sollen dazu beitragen, den Energieverbrauch des Gebäudebestands in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu gestalten. Die Wärmeplanung beginnt mit einer systematischen Analyse des heutigen und zukünftigen Wärmebedarfs vor Ort, beziffert die Potenziale erneuerbarer Energien, Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung und weist Eignungsgebiete für Wärmenetze sowie eine dezentrale Wärmeversorgung aus. Außerdem werden Maßnahmen erarbeitet, mit denen sich der Wärmebedarf klimaneutral decken lässt. Jede Kommune entwickelt hier einen individuellen Wärmeplan, der auf die Bedingungen vor Ort zugeschnitten ist. Seine Ergebnisse und Handlungsvorschläge dienen dem Gemeinderat, den Fachabteilungen, Energieunternehmen sowie allen Ausführenden als Grundlage für die weitere Stadt- und Energieplanung. Der Technikkatalog besteht aus einer Einführung und einem umfangreichen Tabellenwerk mit insgesamt 31 Kategorien und 200 Tabellen. Sie beinhalten CO2-Emissionsfaktoren für die Strom- und Wärmeerzeugung aus verschiedenen Prozessen, Annahmen zur Preisentwicklung verschiedener Energieträger und CO2, Technologien zur dezentralen und zentralen Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Wärme und Angaben zu Endenergieverbräuchen.





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