Donnerstag, 15. Oktober 2026

STAWAG/MVA Weisweiler/RWE PowerKooperationsvertrag zur Fernwärmeversorgung

[13.03.2025] Mit der Unterzeichnung zweier Kooperationsverträge stellen STAWAG, MVA Weisweiler und RWE Power die langfristige Fernwärmeversorgung in Aachen und der Region sicher. Ab 2029 wird die Wärme vollständig kohlefrei bereitgestellt, indem Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage Weisweiler genutzt wird.

STAWAG, MVA Weisweiler und RWE Power haben jetzt zwei Kooperationsverträge zur Fernwärmeversorgung unterzeichnet.

v.l.: Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH; Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG – Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG; Herbert Küpper, Kaufmännischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG.; Andreas Fries, technischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG; Dr. Lars Kulik, Vorstand der RWE Power AG; Karl-Heinz Stauten, Leiter Sparte Kraftwerke der RWE Power AG

(Bildquelle: RWE)

Die Stadtwerke Aachen (STAWAG), MVA Weisweiler und RWE Power haben jetzt zwei bilaterale Kooperationsverträge unterzeichnet, um die Fernwärmeversorgung in Aachen und angrenzenden Kommunen zukunftssicher und klimafreundlich aufzustellen. Wie STAWAG mitteilt, wird die Wärme künftig vollständig durch die Abwärme der Müllverbrennungsanlage Weisweiler erzeugt, weil das Braunkohlekraftwerk Weisweiler im Zuge des Kohleausstiegs spätestens zum 1. April 2029 vom Netz geht.

Hierfür investiert MVA Weisweiler rund 65 Millionen Euro in eine neue Turbine zur Kraft-Wärme-Kopplung. Durch diese Technologie wird die bei der Müllverbrennung entstehende Energie effizient genutzt, um sowohl Strom als auch Dampf zu erzeugen. Die ausgekoppelte Wärme wird über das bestehende 17 Kilometer lange Fernwärmenetz nach Aachen sowie in kleineren Mengen in benachbarte Städte wie Eschweiler und Inden transportiert.

Christian Becker, Vorstand von STAWAG, betont: „Wir setzen auf einen neuen Erzeugungsmix, der neben der Wärmeauskopplung aus der Müllverbrennungsanlage auch Tiefengeothermie und Thermalquellen umfasst.“ Auch die stellvertretende MVA-Aufsichtsratsvorsitzende Kerstin Abraham sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für den Klimaschutz in der Region Aachen und Düren. Andreas Fries, Technischer Geschäftsführer der MVA, hebt hervor, dass sich der energetische Wirkungsgrad durch die neue Turbine verdoppelt und die Wärmeverluste über den Kühlturm erheblich reduziert werden.

Mit einer geplanten Wärmeleistung von 95 Megawatt wird die neue Turbine laut STAWAG jährlich rund 300 Gigawattstunden Wärme bereitstellen – ein Volumen, das dem bisherigen Anteil aus dem Braunkohlekraftwerk entspricht. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, betont, dass der Vertrag nicht nur die Wärmeversorgung sichert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel der Region leistet. Langfristig sind zusätzliche nachhaltige Wärmelösungen geplant, darunter Geothermienutzung und der Einsatz eines elektrischen Hilfsdampferzeugers.





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