STAWAG/MVA Weisweiler/RWE PowerKooperationsvertrag zur Fernwärmeversorgung

STAWAG, MVA Weisweiler und RWE Power haben jetzt zwei Kooperationsverträge zur Fernwärmeversorgung unterzeichnet.
v.l.: Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH; Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG – Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG; Herbert Küpper, Kaufmännischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG.; Andreas Fries, technischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG; Dr. Lars Kulik, Vorstand der RWE Power AG; Karl-Heinz Stauten, Leiter Sparte Kraftwerke der RWE Power AG
(Bildquelle: RWE)
STAWAG, MVA Weisweiler und RWE Power haben jetzt zwei Kooperationsverträge zur Fernwärmeversorgung unterzeichnet.
v.l.: Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH; Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG – Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG; Herbert Küpper, Kaufmännischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG.; Andreas Fries, technischer Geschäftsführer, MVA Weisweiler GmbH & Co KG; Dr. Lars Kulik, Vorstand der RWE Power AG; Karl-Heinz Stauten, Leiter Sparte Kraftwerke der RWE Power AG
(Bildquelle: RWE)
Die Stadtwerke Aachen (STAWAG), MVA Weisweiler und RWE Power haben jetzt zwei bilaterale Kooperationsverträge unterzeichnet, um die Fernwärmeversorgung in Aachen und angrenzenden Kommunen zukunftssicher und klimafreundlich aufzustellen. Wie STAWAG mitteilt, wird die Wärme künftig vollständig durch die Abwärme der Müllverbrennungsanlage Weisweiler erzeugt, weil das Braunkohlekraftwerk Weisweiler im Zuge des Kohleausstiegs spätestens zum 1. April 2029 vom Netz geht.
Hierfür investiert MVA Weisweiler rund 65 Millionen Euro in eine neue Turbine zur Kraft-Wärme-Kopplung. Durch diese Technologie wird die bei der Müllverbrennung entstehende Energie effizient genutzt, um sowohl Strom als auch Dampf zu erzeugen. Die ausgekoppelte Wärme wird über das bestehende 17 Kilometer lange Fernwärmenetz nach Aachen sowie in kleineren Mengen in benachbarte Städte wie Eschweiler und Inden transportiert.
Christian Becker, Vorstand von STAWAG, betont: „Wir setzen auf einen neuen Erzeugungsmix, der neben der Wärmeauskopplung aus der Müllverbrennungsanlage auch Tiefengeothermie und Thermalquellen umfasst.“ Auch die stellvertretende MVA-Aufsichtsratsvorsitzende Kerstin Abraham sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für den Klimaschutz in der Region Aachen und Düren. Andreas Fries, Technischer Geschäftsführer der MVA, hebt hervor, dass sich der energetische Wirkungsgrad durch die neue Turbine verdoppelt und die Wärmeverluste über den Kühlturm erheblich reduziert werden.
Mit einer geplanten Wärmeleistung von 95 Megawatt wird die neue Turbine laut STAWAG jährlich rund 300 Gigawattstunden Wärme bereitstellen – ein Volumen, das dem bisherigen Anteil aus dem Braunkohlekraftwerk entspricht. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, betont, dass der Vertrag nicht nur die Wärmeversorgung sichert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel der Region leistet. Langfristig sind zusätzliche nachhaltige Wärmelösungen geplant, darunter Geothermienutzung und der Einsatz eines elektrischen Hilfsdampferzeugers.
enercity: Power-to-Heat-Kapazitäten erweitert
[14.07.2026] enercity baut in Hannover die Nutzung von Stromüberschüssen für die Fernwärmeversorgung aus. Eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 Megawatt Leistung sowie die Erweiterung einer bestehenden Anlage sollen künftig erneuerbaren Überschussstrom in Wärme umwandeln und die Versorgung flexibler machen. mehr...
Lastvorhersage: Die oberen ein Prozent
[08.07.2026] In der kommunalen Wärmeversorgung kann eine scheinbar geringe Prognoseverbesserung um nur ein Prozent ein erhebliches Einsparpotenzial freisetzen. Der Schlüssel hierfür sind datengetriebene Analysen, die neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Wettereinflüssen auf die Energieversorgung liefern. mehr...
Stadtwerke Duisburg: RZ-Abwärme für Fernwärme
[03.07.2026] Die Stadtwerke Duisburg binden erstmals die Abwärme eines Rechenzentrums in die Fernwärmeversorgung ein. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage die Wärmeversorgung klimafreundlicher machen und jährlich rund 1.000 Tonnen CO₂ einsparen. mehr...
Stadtwerke Wittenberge: Flusswasser-Wärmepumpenanlage erzeugt Fernwärme
[01.07.2026] Die Stadtwerke Wittenberge erzeugen Fernwärme mit einer neuen Flusswasser-Wärmepumpenanlage an der Stepenitz. Das im Juli 2024 in Betrieb gegangene iKWK-Projekt soll den Erdgasanteil senken und rund 200 bis 300 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. mehr...
Borken: Kaltes Nahwärmenetz geplant
[27.05.2026] Borken will ein kaltes Nahwärmenetz aufbauen, das Wärme aus gereinigtem Abwasser nutzt. Für das kommunale Modellprojekt stellen Bund und Kommune zusammen mehr als zehn Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, öffentliche Gebäude weitgehend ohne fossile Energien zu beheizen. mehr...
Hildburghausen: Förderung für Ausbau der Fernwärmeversorgung
[30.04.2026] Hildburghausen baut seine Fernwärmeversorgung mit 7,9 Millionen Euro Fördergeld grundlegend um und errichtet dafür eine neue Wärmeerzeugung samt erweitertem Netz. Nach dem Wegfall einer bislang genutzten BHKW-Abwärme muss die Stadt ihre klimafreundliche Wärmeversorgung neu absichern und will zugleich zusätzliche Quartiere anschließen. mehr...
Bad Salzungen: Fernwärmenetz erweitert
[27.04.2026] Bad Salzungen erweitert sein innerstädtisches Fernwärmenetz um eine neue, gedämmte Trasse mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das mit EU-Mitteln geförderte Projekt soll CO2 sparen und die Wärmewende im Stadtkern voranbringen. mehr...
Neue Studie: Fernwärme bleibt fossil geprägt
[17.04.2026] Eine Analyse zeigt große Unterschiede bei der Fernwärme in deutschen Städten. Kraft-Wärme-Kopplung gilt zwar als effizient, doch meist werden fossile Energieträger eingesetzt. Der Anteil erneuerbarer Quellen ist noch gering. mehr...
Schwalbach: Grüne Fernwärme bis 2045
[15.04.2026] Die Stadt Schwalbach sichert ihre Wärmeversorgung neu. Ein Vertrag mit dem Energieversorger Süwag und dem Rechenzentrumsbetreiber maincubes soll den Betrieb modernisieren und ihn künftig klimaneutral machen. Auch die Abwärme aus einem Rechenzentrum soll genutzt werden. mehr...
Schwerin: Zwischenstand zur Wärmeplanung
[13.04.2026] Schwerin setzt in seiner Wärmeplanung auf einen massiven Ausbau der Fernwärme und eine klare Gebietseinteilung bis 2045. Die jetzt vorgestellten Szenarien zeigen, wo zentrale Netze dominieren – und wo Gebäudeeigentümer selbst Lösungen finden müssen. mehr...
Stadtwerke Senftenberg: Umbau der Fernwärmeversorgung
[01.04.2026] Die Stadtwerke Senftenberg bauen ihre Fernwärmeversorgung auf industrielle Abwärme aus der Müllverbrennung um. Mehr als 43 Millionen Euro fließen in das Projekt, das jährlich rund 15.000 Tonnen CO2 einsparen soll. mehr...
Dresden: Rechenzentrum liefert Wärme
[30.03.2026] Dresden treibt den Umbau seiner Fernwärmeversorgung voran. So wird erstmals Abwärme aus einem Rechenzentrum der Technischen Universität genutzt. Die Anlagen könnten Tausende Haushalte mit Wärme versorgen und den CO₂-Ausstoß senken. mehr...
Dresden: Intelligentes Fernwärmenetz in Betrieb gegangen
[23.03.2026] In Dresden-Friedrichstadt ist ein digital gesteuertes Fernwärmenetz mit modularer Großwärmepumpe in Betrieb gegangen. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Wärme und intelligente Datensteuerung für eine effizientere und klimafreundliche Versorgung kombinieren lassen. mehr...
Hertener Stadtwerke: Start des nächsten Bauabschnitt von Fernwärmenetz
[19.03.2026] Die Hertener Stadtwerke beginnen mit den Tiefbauarbeiten für den Ausbau des Fernwärmenetzes im Mühlenviertel. Mit Straßensperrungen und einer Wanderbaustelle startet damit eine mehrmonatige Bauphase, die den Anschluss neuer Kunden vorbereitet. mehr...
Gotha: Ausbau von Fernwärme gestartet
[18.03.2026] In Gotha ist jetzt der Ausbau der Fernwärme mit einem Großwärmespeicher von rund 60 MWh gestartet. Das mit 4,7 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln geförderte Projekt soll Versorgung und Preise langfristig stabilisieren und die Erzeugung flexibler machen. mehr...













