Baden-WürttembergPhotovoltaik hält Spitzenplatz
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) eine erste Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg für das Jahr 2017 vorgelegt. „Die Erneuerbaren im Land haben 2017 mit einem Anteil von 27,5 Prozent an der Bruttostromerzeugung einen neuen Höchstwert erreicht. Diese erfreuliche Entwicklung haben wir insbesondere dem starken Zubau an Windenergieanlagen zu verdanken“, sagt Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. Mit einem Beitrag von 8,7 Prozent stehe aber weiterhin die Photovoltaik an der Spitze bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
Der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch über alle Nutzungsbereiche (Strom, Wärme, Verkehr) ist gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig von 14,2 auf 14,4 Prozent gewachsen und lag bei 42 Terawattstunden (TWh), meldet das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Nach ersten Schätzungen ging die Bruttostromerzeugung im Land um 4,6 Prozent auf knapp 60 TWh zurück. Rund 16,5 TWh hiervon erzeugten Wind, Sonne, Biomasse und Wasser. Das entspricht einem Anteil von 27,5 Prozent und einer Steigerung um 2,5 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2016. Damit hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung seit dem Jahr 2000 nahezu verdreifacht.
Hervorzuheben ist nach Angaben des Ministeriums die deutliche Zunahme von Strom aus Windenergie um 775 Gigawattstunden auf rund 2,0 TWh. Photovoltaik behauptete mit einem Anteil von 8,7 Prozent (5,2 TWh) ihren Spitzenplatz. Direkt dahinter rangiert trotz rückläufiger Entwicklung die Wasserkraft, die mit rund 4,5 TWh (7,6 Prozent) zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren beitrug.
Im Wärmebereich wurden im vergangenen Jahr 21,3 TWh mit erneuerbaren Energien erzeugt. Mit 15,9 Prozent erreichte der Anteil der Erneuerbaren an der Wärmeerzeugung damit einen ähnlichen Wert wie im Jahr zuvor. Nicht enthalten ist darin die Wärmeerzeugung mit Strom.
Der größte Anteil mit rund 16,1 TWh entfiel erneut auf die Nutzung von Holz. Der Anteil der erneuerbaren Energien zur Erzeugung von Kraftstoffen verharrte mit 4,6 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2016. Zwar sei die Nutzung von Biokraftstoffen geringfügig angestiegen, gleichzeitig aber wuchs der gesamte Kraftstoffverbrauch um fast zwei Prozent auf 92 TWh, meldet das Ministerium.
Erste Abschätzung zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg 2017 (512 KB)
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