TWLPlanzahlen deutlich übertroffen
Nach Angaben von Technische Werke Ludwigshafen (TWL) war das Geschäftsjahr 2025 von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Das Unternehmen verweist auf einen ungewöhnlich warmen Witterungsverlauf, eine ausgeprägte Trockenperiode im Frühjahr, einen volatilen Energiemarkt sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Trotzdem erzielte der Energieversorger ein Jahresergebnis von 9,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Wert bei 4,7 Millionen Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und ÖPNV-Ergebnis (EBIT) stieg von rund 20 auf 23,9 Millionen Euro. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 58,8 Millionen Euro. Im Konzern erhöhte sich der Bilanzgewinn nach vorläufigen Angaben auf 72 Millionen Euro.
Schwierige Rahmenbedingungen
„Das Geschäftsjahr 2025 hat uns einmal mehr gefordert. Dass wir den Planwert beim Jahresergebnis deutlich übertroffen haben, zeigt, wie verlässlich unser Team auch unter schwierigen Rahmenbedingungen arbeitet. Dafür danken wir unseren Mitarbeitern“, sagte TWL-Vorstand Dieter Feid. Die Absatzentwicklung fiel in den einzelnen Sparten unterschiedlich aus. Der Stromabsatz sank einschließlich Eigenverbrauch um 7,7 Prozent auf fast 650 Millionen Kilowattstunden (kWh). Beim Gas verringerte sich die Liefermenge um 3,2 Prozent auf 1.100 Millionen kWh. Dagegen stieg der Wärmeabsatz um 4,9 Prozent auf 308 Millionen kWh. Der Trinkwasserabsatz erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 10,6 Millionen Kubikmeter.
Umsatz geht zurück
Der Umsatz ging laut TWL um 8,6 Prozent auf rund 418 Millionen Euro zurück. Als Gründe nennt das Unternehmen geringere Absatzmengen und ein gesunkenes Preisniveau. Gleichzeitig sank der Materialaufwand von 359 auf knapp 313 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg aufgrund tariflicher Anpassungen von 38,5 auf 41,7 Millionen Euro.
Für den Ausbau und die Erneuerung der Energie- und Wassernetze investierte TWL im Jahr 2025 insgesamt 24,7 Millionen Euro. Davon entfielen 8,4 Millionen Euro auf das Wärmenetz, 7,4 Millionen Euro auf das Stromnetz, 5,7 Millionen Euro auf das Trinkwassernetz und zwei Millionen Euro auf das Gasnetz. Weitere Mittel flossen unter anderem in Wasserwerke, das Fernheizkraftwerk und die Informationstechnik. Insgesamt investierte das Unternehmen rund 40 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.
Kommunale Wärmeplanung für Ludwigshafen
Ein Schwerpunkt lag nach Angaben von TWL auf der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Ludwigshafen. Vorgesehen sind die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung, der Ausbau des Fernwärmenetzes sowie dezentrale Lösungen für Gebiete ohne Fernwärmeanschluss. „Mit der Verabschiedung der kommunalen Wärmeplanung hat für uns die eigentliche Arbeit begonnen. Wir übersetzen das Konzept in konkrete Projekte. Entscheidend ist, dass diese Transformation für die Stadt planbar bleibt und die stabile Belieferung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist“, sagte Technikvorstand Thomas Mösl.
Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen von rund 40 Millionen Euro. Nach Angaben von TWL ergibt eine Hochrechnung für das erste Quartal ein erwartetes Jahresergebnis von rund zehn Millionen Euro. Schwerpunkte bleiben die kommunale Wärmeplanung und der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes.
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