Mittwoch, 12. August 2026

ThügaPositive Jahresbilanz

[17.06.2025] Der Stadtwerke-Verbund Thüga hat 2024 ein deutlich verbessertes Konzernergebnis erzielt. Gestützt durch ein starkes Partnernetzwerk und hohe Investitionen in die Energiewende konnte der Verbund seine wirtschaftliche und strategische Position weiter festigen.

Thüga konnte das vergangene Jahr ein deutliches Wachstum verzeichnen.

(Bildquelle: adobestock)

Mit einem adjusted EBIT von 598,8 Millionen Euro hat der Thüga Holding-Konzern das Geschäftsjahr 2024 deutlich über dem Vorjahreswert abgeschlossen – ein Plus von mehr als 200 Millionen Euro gegenüber 2023. Wie Thüga mitteilt, war ein wesentlicher Treiber dieses Ergebnisses das gestiegene Beteiligungsergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Partnerunternehmen. Daraus resultierte auch eine höhere Gesamtkapitalrendite (ROCE), die sich auf 14,8 Prozent verbesserte – nach 10,5 Prozent im Vorjahr.

Investitionsvolumen erhöht

Parallel dazu erhöhte sich das Investitionsvolumen des Konzerns deutlich: Mit 148,5 Millionen Euro lag es um 33,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahrs. Diese Investitionen flossen gezielt in Beteiligungsgesellschaften und unterstreichen laut Unternehmensangaben die langfristige Ausrichtung auf Transformation und Versorgungssicherheit. Die Leverage Ratio verringerte sich im Vergleich zu 2023 von 1,99 auf 1,90 – ein Indikator für die weiterhin solide finanzielle Basis der Gruppe.

Mit mehr als 100 Partnerunternehmen ist die Thüga-Gruppe laut eigenen Angaben regional stark verwurzelt, agiert zugleich aber überregional vernetzt. Der Unternehmensverbund bietet seinen Beteiligungen Zugriff auf rund 150 standardisierte Beratungsleistungen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Darüber hinaus steht ihnen ein Expertenpool mit etwa 100 Fachleuten zur Verfügung, der bei Projektumsetzung und Strategieentwicklung unterstützt. Laut Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, profitieren die Partner besonders von gemeinsamen Innovationsprojekten und einer koordinierten Einkaufsstrategie: 2024 lag das gemeinsame Ausschreibungsvolumen bei 1,6 Milliarden Euro, mit Einsparungen von über 250 Millionen Euro.

Positive Bilanz

Auch die gesamtwirtschaftliche Bilanz von Thüga fällt positiv aus. Das Beteiligungsergebnis stieg um 23,3 Millionen Euro auf 369 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 245 Millionen Euro ausgeschüttet, exakt auf Vorjahresniveau. Weitere 50 Millionen Euro werden thesauriert, 0,3 Millionen Euro verbleiben im Bilanzgewinn.

Ein wesentlicher Fokus liegt weiterhin auf der Energiewende: Im Jahr 2024 investierte die Gruppe insgesamt 3,7 Milliarden Euro in Energieinfrastruktur, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung. An Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp fünf Gigawatt ist die Thüga-Gruppe beteiligt – ein Niveau, das dem mehrerer konventioneller Großkraftwerke entspricht. Für die kommenden zwei Jahrzehnte rechnet das Unternehmen mit einem kumulierten Investitionsbedarf zwischen 70 und 90 Milliarden Euro. Allein bis 2035 sei jährlich mit rund vier Milliarden Euro zu rechnen, etwa die Hälfte davon für die Wärmewende. Anne Rethmann, Finanzvorständin von Thüga, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen und angemessener Renditen zur Sicherstellung langfristiger Finanzierung.

Kommende Herausforderungen

Um sich für kommende Herausforderungen strategisch zu rüsten, hat Thüga im Jahr 2024 das Projekt „Horizonte+2030“ initiiert. Es zielt auf effizientere Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds sowie auf potenzielle neue Partnerschaften. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender, sieht hierin einen zentralen Hebel: „Wir bleiben offen für finanziell attraktive und regional passende neue Unternehmen. Dabei sind unterschiedliche Arten von Kooperationen bis hin zu Beteiligungen denkbar.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

EnBW: RheinEnergie übernimmt Contracting-Geschäft

[05.08.2026] EnBW verkauft ihr bundesweites Contracting-Geschäft an RheinEnergie. Die Transaktion stärkt die Marktposition der Kölner im Energie-Contracting und zeigt zugleich, wie beide Unternehmen ihre Strategien für die Energiewende neu ausrichten. mehr...

naturstrom: Gewinnplus für das Geschäftsjahr 2025

[03.08.2026] naturstrom hat 2025 Umsatz, Gewinn und Energieabsatz gesteigert. Das Unternehmen will den finanziellen Spielraum nutzen, um flexible Stromangebote, eigene Erzeugungsanlagen und Wärmelösungen weiter auszubauen. mehr...

Steag Iqony Group: Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht

[31.07.2026] Die Steag Iqony Group hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen den Umbau seines Energieportfolios und nennt Fortschritte bei Fernwärme, Emissionsminderung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. mehr...

LichtBlick: Ankündigung neuer Investitionen

[21.07.2026] LichtBlick will bis 2030 insgesamt 700 Millionen Euro in eigene Energie-Infrastruktur und E-Mobilität investieren. Mit dem Ausbau von Speichern, Erzeugungsanlagen und Schnelllade-Infrastruktur richtet der Energieversorger sein Geschäft auf integrierte Energielösungen aus. mehr...

Der gläserne „Energiewürfel“ der Stadtwerke Konstanz steht auf einem modernen Unternehmenscampus. Das kubische Gebäude mit transparenter Glasfassade wird von einem klaren, tiefblauen Himmel und strahlendem Sonnenschein überragt. Rechts befindet sich ein mehrgeschossiges Bürogebäude, links rahmen Bäume und ein Carport den Vorplatz ein. Vor dem Energiewürfel führen Wasserspiele und bepflanzte Sitzbereiche zum Eingangsbereich und unterstreichen den modernen, nachhaltigen Charakter des Standorts.

Stadtwerke Konstanz: Wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsinvestitionen

[20.07.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben das Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben besser abgeschlossen als geplant. Trotz eines Jahresfehlbetrags nach Steuern seien Investitionen in Netze, Mobilität, Digitalisierung und Wasserversorgung fortgesetzt worden. Dazu trugen vor allem die ertragsstarken Geschäftsfelder bei. mehr...

rku․it: hsag AI Suite wird Teil von NextGen Market

[13.07.2026] rku․it nimmt die Anwendung hsag AI Suite in sein Partner-Ökosystem NextGen Market auf und erweitert damit sein Angebot für KI-gestützten Kundenservice in der Energiewirtschaft. Die Plattform soll Energieversorgern den Einsatz intelligenter Serviceprozesse erleichtern und lässt sich in unterschiedliche IT-Landschaften integrieren. mehr...

Hamburger Energienetze: Freie und Hansestadt profitiert vom Ergebnis

[10.07.2026] Die Hamburger Energienetze haben im Jahr 2025 ihre Investitionen in die Energieinfrastruktur deutlich erhöht und gleichzeitig ihre Gewinnabführung an die Stadt gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens stiegen zudem Umsatz und Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr. mehr...

Call for Applications: Förderung von hessischen Energie-Start-ups

[09.07.2026] Der hessische Energie-Akzelerator genesis startet in die dritte Runde und öffnet erneut die Bewerbung für Green-Energy-Start-ups. Bis zum 31. Juli 2026 können sich junge Unternehmen aus Hessen um Unterstützung bei Validierung, Marktzugang und Skalierung bewerben. mehr...

STAWAG: Vorstand für weitere fünf Jahre verlängert

[07.07.2026] Wilfried Ullrich bleibt für weitere fünf Jahre Vorstand von STAWAG. Der Aufsichtsrat setzt damit in einer Phase der Energie- und Wärmewende auf Kontinuität an der Unternehmensspitze. mehr...

German Brand Award: Badenova hat Auszeichnung erhalten

[06.07.2026] Der regionale Energieversorger Badenova ist beim German Brand Award 2026 doppelt ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der neue Markenauftritt, der den Wandel des Unternehmens zur Gestalterin der Energie- und Wärmewende sichtbar machen soll. mehr...

Stadtwerke Bochum: Milliardeninvestitionen geplant

[03.07.2026] Nach einem Gewinn von über 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 planen die Stadtwerke Bochum Investitionen von rund einer Milliarde Euro bis 2030 an. Schwerpunkte sind der Ausbau der Wärme- und Strominfrastruktur sowie die Digitalisierung der Energienetze. mehr...

Modernes Bürogebäude des Energieversorgers Entega mit mehreren Fahnenmasten, auf denen Entega-Flaggen wehen. Vor dem Gebäude befinden sich eine gepflegte Rasenfläche, ein Parkplatz mit Fahrrädern und Autos sowie Bäume. Der Himmel ist klar und sonnig.

Entega: Planzahlen übertroffen

[02.07.2026] Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze, Glasfaser sowie die Wasserinfrastruktur in Südhessen investiert werden. mehr...

Mainova: Starkes operatives Geschäft

[02.07.2026] Mainova hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren bereinigten Konzernergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an. mehr...

Außenansicht der RheinEnergie-Unternehmenszentrale: Das moderne, mehrgeschossige Bürogebäude mit heller Metall-Glas-Fassade trägt gut sichtbar den Schriftzug „RheinEnergie“. Im Vordergrund liegen eine gepflegte Rasenfläche und ein zylindrischer Lüftungsbau, links verläuft ein Fuß- und Radweg entlang einer Baumreihe. Der Himmel ist wolkenlos und blau.

RheinEnergie: Ergebnis gesteigert

[30.06.2026] RheinEnergie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Überschüsse vor allem Investitionen in Energie-, Wärme- und Wasserinfrastruktur sowie in den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen. mehr...

bericht

Trianel: Prognose deutlich übertroffen

[29.06.2026] Trianel hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Vorsteuerergebnis von über 46 Millionen Euro abgeschlossen und die eigene Planung nach Unternehmensangaben um fast 50 Prozent übertroffen. Zwar blieben Umsatz und Gewinn unter den außergewöhnlich hohen Vorjahreswerten, die Geschäftsführung wertet das Ergebnis jedoch als Beleg für die Stabilität des Geschäftsmodells. mehr...