STEAGPV-Großprojekt im Bodenseekreis

Spatenstich für die zwölf Hektar großen Freiflächen-PV-Anlage.
(Bildquelle: STEAG)
Die STEAG Solar Energy Solutions (SENS) realisiert in Rickertsreute im baden-württembergischen Bodenseekreis ein solartechnisches Großprojekt, bestehend aus einer PV-Freiflächenanlage, zwei Aufdachanlagen und einem Großspeicher, um den erzeugten Grünstrom zwischenspeichern zu können. Mit einer kalkulierten Jahreserzeugung von 15 Gigawattstunden können in der Region künftig jedes Jahr 7.000 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden. Das teilt das Unternehmen mit. Gebaut wird die Anlage für den Investor Bechinger e-Energie. Dabei wird die Freiflächen-PV-Anlage so errichtet, dass auf der darunterliegenden Wiese künftig Blumen, Gräser und Kräuter wachsen können, die bei einer konventionellen landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Fläche keine Chance hätten. Zugleich bieten die Solarmodule zusätzlichen Schutz durch Verschattung und reduzieren die Verdunstung. Und schließlich steht für die Grünpflege der Flächen künftig eine Schafherde bereit.
„Der Aspekt der Nachhaltigkeit und Biodiversität stellt schon lange einen wesentlichen Bestandteil unserer Aktivitäten hier auf dem Biohof dar“, erzählt Hubert-Alexander Bechinger, Geschäftsführer der Bechinger e-Energie und Eigentümer des Biohofes Rickertsreute. Für die Realisierung dieses Plans hat Bechinger auf die Erfahrung und Kompetenz der SENS zurückgegriffen. Die Würzburger PV-Spezialisten bauen in diesem Fall nicht nur die PV-Anlagen und den Speicher, sondern kümmern sich in Abstimmung mit der Gemeinde, dem Zweckverband Breitband-Bodenseekreis sowie den Stadtwerken am See um die Errichtung der Mittelspannungskabeltrasse für den Netzanschluss der Anlage. Diese etwa 2,5 Kilometer lange Leitung sorgt für die Verteilung des lokal erzeugten Grünstroms zwischen den Ortschaften des Kreises. Mit dem Spatenstich startet nun als erstes die Realisierung der zwölf Hektar großen Freiflächen-PV-Anlage. Insgesamt kommt die Anlage so auf eine Leistung von zwölf Megawatt. Geplant ist, dass die Anlage ab Oktober 2022 grünen Strom ins örtliche Netz einspeisen wird. Hinzu kommen zwei Aufdach-PV-Anlagen auf den Scheunen des Biohofs, die für weitere 307 Kilowatt sorgen. Mit dieser Menge an Strom kann man rechnerisch etwa 3.500 bis 4.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen und 7.000 Tonnen an CO2-Emissionen dauerhaft einsparen. Das Gesamtsystem inklusive Stromspeicher mit einer Kapazität von bis zu zehn Megawattstunden soll bis Februar 2023 in Betrieb gehen.
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