WaldkappelBatteriespeicher in Betrieb gegangen

Der Batteriepark Waldkappel kurz vor seiner Fertigstellung.
(Bildquelle: ABO Energy GmbH & Co. KGaA)
In der nordhessischen Kleinstadt Waldkappel ist ein neuer Batteriespeicher mit 16 Megawatt Leistung und gut 33 Megawattstunden Kapazität ans Netz gegangen. Wie ABO Energy mitteilt, hat das Unternehmen die Anlage gemeinsam mit dem Betreiber Field nach rund acht Monaten Bauzeit in Betrieb genommen.
Der Speicher kann so viel Energie aufnehmen, wie fast 10.000 Zwei-Personen-Haushalte in einer Nacht verbrauchen. Es handelt sich um das vierte Stand-Alone-Projekt von ABO Energy in Deutschland und zugleich um das erste, das seine volle Leistung über mehr als zwei Stunden abgeben kann. Eine Besonderheit liegt im Aufbau: Statt klassischer Container nutzt die Anlage modulare Racks auf Stahlrahmen. Diese vormontierten Einheiten wurden bereits vorkonfiguriert zur Baustelle geliefert, was die Montage deutlich beschleunigte. Jedes Rack verfügt zudem über ein eigenes Wärmemanagement- und Schutzsystem.
ABO Energy hatte das Projekt vor Baubeginn im zweiten Quartal 2025 an Field verkauft. Das in London ansässige Unternehmen baut derzeit eine länderübergreifende Plattform für flexible Energieanlagen auf und betreibt Batteriespeicher in mehreren europäischen Märkten. Waldkappel ist das erste Projekt von Field in Deutschland. ABO Energy übernimmt die technische Betriebsführung der Anlage.
Field bewertet das Projekt als strategischen Einstieg in den deutschen Markt. Das Unternehmen will sein Portfolio gezielt ausbauen und setzt dabei auf netznahe Standorte mit hohem systemischem Bedarf. Auch ABO Energy sieht in solchen Projekten eine Möglichkeit für private Investitionen in eine klimafreundliche Energieversorgung.
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