SWLBErweiterung des Stromnetzes um Batteriespeicher

Aktuell müssen die SWLB ihren geplanten zweiten Batteriespeicher noch von einer KI visualisieren lassen, ab dem zweiten Quartal 2027 soll er dann aber in Betrieb gehen.
(Bildquelle: SWLB)
Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) bauen ihre Speicherinfrastruktur mit einem zweiten Batteriespeicher aus. Wie die SWLB mitteilt, entsteht in der Reuteallee 50 in Ludwigsburg eine Lithium-Ionen-Anlage mit einer Leistung von drei Megawatt und einer Speicherkapazität von zehn Megawattstunden. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
Der neue Speicher ist Teil einer langfristigen Strategie, Batteriespeicher dezentral über das gesamte Stromnetz zu verteilen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Anlagen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen, die Flexibilität des Energiesystems erhöhen und dazu beitragen, Strom bedarfsgerecht bereitzustellen. „Energiespeicher sind eines der wichtigsten Zukunftsfelder der Energiewende und der Schlüssel, um regenerative Energien zuverlässig, wirtschaftlich und in großem Maßstab nutzbar zu machen“, sagt Sebastian Heß aus der Strategie- und Unternehmensentwicklung der SWLB.
Im Unterschied zu vielen Marktteilnehmern, die auf einzelne Großspeicher setzen, verfolgt die SWLB nach eigenen Angaben einen dezentralen Ansatz mit mehreren kleineren Anlagen. Geschäftsführer Christian Schneider sieht darin einen Vorteil für die regionale Energiewende: Mit jedem zusätzlichen Batteriespeicher wachse das Speichernetz und damit die Fähigkeit, erneuerbare Energien vor Ort besser in das Stromsystem einzubinden.
Der neue Batteriespeicher ist das zweite Projekt dieser Art. Der erste Speicher mit einer Leistung von 1,3 Megawatt auf dem Gelände des Ludwigsburger Holzheizkraftwerks (wir berichteten) steht nach Angaben der SWLB kurz vor der Fertigstellung. Weitere Batteriespeicher befinden sich bereits in Planung und sollen das dezentrale Netz schrittweise erweitern.
Die Planung des neuen Speichers übernimmt die Planungsgruppe Schnepf. Das Unternehmen ist unter anderem für die technische Planung, die Cybersecurity-Anforderungen sowie die Auslegung der Schnittstellen verantwortlich. Aus Sicht der Planer kann ein verteiltes Speichersystem dazu beitragen, das Stromnetz widerstandsfähiger zu machen und den steigenden Leistungsbedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Rechenzentren und Klimatisierung besser zu bewältigen.
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