Freitag, 1. Mai 2026

SWLBStromspeicher in Planung

[16.12.2025] In Ludwigsburg entsteht ab 2026 ein Stromspeicher mit 1,3 Megawatt Leistung und fünf Megawattstunden Kapazität. Das Projekt der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim soll erneuerbare Energien besser ins Netz integrieren und neue Flexibilitätsoptionen erschließen.

Für das kommende Jahr planen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim den Bau eines stationären Stromspeichers auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Zellen.

(Bildquelle: adobestock)

Einen stationären Stromspeicher auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Zellen wollen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) ab 2026 auf dem Gelände ihres Holzheizkraftwerks errichten. Wie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim berichten, entsteht die Anlage gemeinsam mit der Tochtergesellschaft SWLB Nachhaltige Erzeugungsanlagen als Containerlösung mit einer Leistung von 1,3 Megawatt und einer Speicherkapazität von fünf Megawattstunden.

Der Speicher ist Teil eines übergeordneten Konzepts, mit dem SWLB mehrere dezentrale Speicheranlagen im Stadtgebiet aufbauen will. Ziel sei es, die regionale Integration erneuerbarer Energien zu verbessern, zusätzliche Flexibilität bereitzustellen und das Stromnetz zu stabilisieren. Vorgesehen ist, dass die Anlage sowohl am Strommarkt als auch an Systemdienstleistungen teilnimmt, technische Resilienz erhöht und neue Erlösmöglichkeiten erschließt. SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider wird mit den Worten zitiert, der Speicher schaffe eine zukunftsfähige Infrastruktur, um den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Netz abzufedern und zugleich neue Spielräume am Energiemarkt zu eröffnen. Sebastian Heß aus der Strategie und Unternehmensentwicklung der SWLB ordnet das Projekt als Bestandteil der Unternehmensstrategie ein, regionale Erzeugung, Speicherung und intelligente Netze zu verknüpfen.

Für Planung, Genehmigung und technische Umsetzung arbeiten die Stadtwerke mit der Planungsgruppe Schnepf aus Nagold zusammen. Nach Angaben von SWLB übernimmt das Unternehmen die vollständige Planung nach HOAI, einschließlich Bauherrenvertretung, Koordination der Genehmigungsverfahren sowie der Integration von Cyber-Security-Standards. Marco Schmidt, Geschäftsführer von Schnepf, bezeichnet das Vorhaben als technisch fundiertes und wirtschaftlich tragfähiges Projekt mit Signalwirkung für die Energietransformation.

Mit dem Speicherprojekt wollen die Stadtwerke ihre Unabhängigkeit stärken und zugleich einen Beitrag zur lokalen Energiewende leisten. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für 2026 vorgesehen, weitere Speicher mit mehreren Megawatt Leistung befinden sich laut SWLB in Planung. Perspektivisch prüfen die Stadtwerke zudem den Einsatz alternativer Zelltechnologien wie Natrium-Ionen-Batterien, um Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit weiter zu erhöhen und die Herkunft der eingesetzten Ressourcen stärker in Europa zu verankern.





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