KarlsruheSektorkopplung im Reallabor

KIT will Konzept der Sektorkopplung im Reallabor erforschen.
Luftaufnahme der unterschiedlichen Energiesystemkomponenten auf dem Campus Nord des KIT.
(Bildquelle: Sebastian Mang, KIT)
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) will das flexible Zusammenspiel von Strom, Wärme und Gas unter praxisnahen Bedingungen im Megawatt-Maßstab erproben. Wie das KIT mitteilt, wird im Rahmen des Forschungsprojekts Sektorkopplung (SEKO) ein großskaliges Reallabor errichtet, das die Liegenschaften und Energienetze des Instituts einschließt. Insgesamt seien sieben Institute des KIT beteiligt, die innerhalb des Projekts in unterschiedlichen Konstellationen transdisziplinär zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördere das Vorhaben über vier Jahre hinweg mit über 6,5 Millionen Euro.
„Ziel von Sektorkopplung ist es, Energie je nach Bedarf und Angebot möglichst effizient zwischen den unterschiedlichen Sektoren zu verschieben und dabei Treibhausemissionen und Kosten einzusparen“, erklärt Professor Joachim Knebel, der am KIT als Koordinator das Forschungsprojekt SEKO leitet. „In den letzten Jahren haben wir am KIT eine ganze Reihe von Technologien zur Energiespeicherung und Energiekonversion sowie Strategien zur Steuerung solcher Prozesse entwickelt. Im Forschungsprojekt SEKO wollen wir diese nun praxisnah erproben.“
„Die Infrastruktur für das SEKO-Reallabor am KIT muss nicht gänzlich neu errichtet werden“, berichtet Projekt-Managerin Isabelle Südmeyer. Mit den beiden Forschungsinfrastrukturen Energy Lab 2.0 und dem Living Lab Energy Campus werde am Campus Nord des KIT im Rahmen der Helmholtz-Gemeinschaft bereits eine geeignete Technologieplattform errichtet, welche Sektorkopplung sowohl physisch als auch mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie ermögliche. Bis Ende 2019 soll der Aufbau der wesentlichen Komponenten abgeschlossen sein. „Dadurch werden wir dann die Möglichkeit haben, die Systemintegration unterschiedlichster Technologien zu untersuchen und Methoden für die dynamische Kopplung der einzelnen Sektoren zu entwickeln und zu validieren“, so Südmeyer.
Das Forschungsprojekt SEKO besteht laut KIT aus vier Teilprojekten. Im Teilprojekt Strom steht die Kopplung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen mit Photovoltaikanlagen unter Einbindung von Stromspeichern im Fokus. Das Teilprojekt Gas erforscht das Zusammenspiel zwischen Gas- und Wärmenetz und wird dabei auch die Dynamik von Power-to-Gas-Prozessen berücksichtigen. Im Teilprojekt Wärme/Kälte werden Methoden zur automatischen Erzeugung von Wärmelastkurven für Gebäude entwickelt sowie die effiziente Umwandlung von Strom in Wärme (Power to Heat) für die häusliche Anwendung experimentell erforscht. In einem übergreifenden Teilprojekt zur Sektorkopplung soll schließlich die übergreifende Vernetzung der unterschiedlichen Anlagen auf Ebene der Informations- und Kommunikationstechnik zur flexiblen Betriebsführung untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch der IT-Sicherheit, um Störungen, Angriffe und Manipulationen zu vermeiden.
Interview: Wirtschaftlichkeit im Blick halten
[28.10.2026] Batteriespeicher erleben einen Boom. Doch eine funktionierende Anlage ist noch kein wirtschaftlich erfolgreiches Projekt. Arne Weinig, Geschäftsfüher von Tauber-Solar, erläutert, warum die Betriebsführung bei Großspeichern entscheidend für die Rendite ist. mehr...
Mainz: Bau von Batteriespeicher gestartet
[28.10.2026] Auf der Ingelheimer Aue in Mainz entsteht ein Batteriespeicher mit 60 Megawattstunden Kapazität und 22 Megawatt Leistung. Die Anlage soll ab März 2027 Strom zwischenspeichern und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. mehr...
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Großspeicher wird marktübergreifend vermarktet
[28.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm lassen ihren neuen Batteriespeicher künftig vom Energievermarkter Energy2market vermarkten. Die Anlage mit zehn Megawatt Leistung soll ab Januar 2027 sowohl im Stromgroßhandel als auch am Regelenergiemarkt eingesetzt werden. mehr...
Avacon: Großbatteriespeicher mit 137,5 Megawatt geht ans Netz
[27.10.2026] In Alfeld (Leine) ist ein Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 137,5 Megawatt in Betrieb gegangen. Die Anlage zählt zu den größten Batteriespeichern Deutschlands und ist an das Hochspannungsnetz von Avacon angeschlossen. mehr...
Batteriespeicher: Zubau steigt um 91 Prozent
[23.10.2026] Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat sich in den ersten neun Monaten 2026 deutlich beschleunigt. Vor allem Großspeicher treiben das Wachstum, während der Bundesverband Solarwirtschaft weitere Reformen fordert, um Speicher besser in das Stromnetz zu integrieren. mehr...
Ansbach: Netzdienlicher Batteriespeicher soll Stromnetz entlasten
[21.10.2026] In Ansbach hat der Bau eines Batteriespeichers mit 20 Megawatt Leistung und 100 Megawattstunden Kapazität begonnen. Die Anlage soll künftig das Verteilnetz entlasten und die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien verbessern. mehr...
Schuby: Großspeicher vor Betriebsstart
[14.10.2026] Der Batteriegroßspeicher Schuby in Schleswig-Holstein ist nach seiner Fertigstellung und dem Netzanschluss in die technische Inbetriebnahme gestartet. Die Anlage mit 103,5 Megawatt Leistung und 238 Megawattstunden Kapazität soll künftig Strom speichern und dabei die örtliche Netzsituation berücksichtigen. mehr...
Intilion: Batteriespeicher für Windpark Kloddram
[14.10.2026] Am Windpark Kloddram in Mecklenburg-Vorpommern entsteht ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 98 Megawattstunden. Intilion liefert die Anlage, die eine flexible Stromvermarktung ermöglichen und die Netzinfrastruktur effizienter nutzen soll. mehr...
TWS: Beteiligung an Großbatteriespeicher
[12.10.2026] Die Technischen Werke Schussental (TWS) beteiligen sich am geplanten Batteriepark Waltrop mit einer Leistung von zwei Megawatt. Die Anlage soll insgesamt 900 Megawatt leisten und in der zweiten Jahreshälfte 2028 in Betrieb gehen. mehr...
Stadtwerke Karlsruhe: Großbatteriespeicher in Betrieb genommen
[08.10.2026] Die Stadtwerke Karlsruhe haben einen Großbatteriespeicher mit 25 Megawattstunden Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage am Heizkraftwerk West soll Schwankungen im Stromnetz ausgleichen und zusätzliche Flexibilität für die Integration erneuerbarer Energien schaffen. mehr...
Stadtwerke Schweinfurt: Richtfest für Großbatteriespeicher gefeiert
[06.10.2026] In Schweinfurt-Oberndorf entsteht ein Großbatteriespeicher mit rund 20 Megawatt Leistung und einer Kapazität von rund 50 Megawattstunden. Die Stadtwerke Schweinfurt und die enerpeak Group wollen die Anlage im ersten Quartal 2027 in Betrieb nehmen. mehr...
enercity: Mehr Speicherkapazität
[29.09.2026] enercity erweitert seine Batteriespeicher-Kapazitäten in der Region Hannover deutlich. In Lehrte-Ahlten soll die bestehende Anlage um 115 Megawatt Leistung ausgebaut werden, während in Hannover-Misburg ein neuer Stand-Alone-Speicher entsteht. mehr...
Tauber Energy: Batteriespeicher in Wertheim in Betrieb genommen
[28.09.2026] Tauber Energy hat in Wertheim einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 40 Megawattstunden in Betrieb genommen. Die Anlage ist das bislang größte Speicherprojekt des Unternehmens und das zweite im eigenen Bestand, das den Betrieb aufgenommen hat. mehr...
Fraunhofer-Studie: Reserven durch Speicher an Umspannwerken
[22.09.2026] Deutschlands bestehende Stromnetze bieten nach einer Studie des Fraunhofer IEE erhebliche Reserven für den weiteren Ausbau der Photovoltaik. Intelligent gesteuerte Batteriespeicher an Umspannwerken könnten demnach zusätzliche PV-Leistung von rund 150 Gigawatt ermöglichen. mehr...
Wiesbaden: ESWE baut Großbatteriespeicher
[11.09.2026] In Wiesbaden entsteht ein Großbatteriespeicher mit einer nutzbaren Leistung von elf Megawatt und einer Kapazität von 30 Megawattstunden. ESWE BioEnergie hat jetzt mit dem Bau begonnen. Anfang 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. mehr...















