FuroSoftwareplattform für Batteriespeicher

Eine neue Softwareplattform von Furo soll den Betrieb industrieller Batteriespeicher erstmals vollständig in einem System abbilden.
(Bildquelle: INTILION)
Eine neue Softwareplattform von Furo soll den Betrieb industrieller Batteriespeicher erstmals vollständig in einem System abbilden. Wie das Münchner Unternehmen mitteilt, kombiniert die Lösung Planung, Echtzeit-Optimierung und automatisierten Energiehandel für Speicheranlagen ab 150 Kilowatt (kW) Leistung.
Die Plattform vereint vier zentrale Funktionen: KI-gestützte Prognosen für Strompreise und Verbrauch, die optimale Nutzung verfügbarer Speicherkapazitäten, die Vermarktung von Flexibilitäten am Energiemarkt sowie eine kontinuierliche Multi-Use-Optimierung. Dafür verarbeitet das System Wetterdaten, Preisentwicklungen und Verbrauchsmodelle in Echtzeit. Laut Furo unterstützt die Software alle gängigen Batterietechnologien.
Nach Angaben des Unternehmens können Industriebetriebe mit der Plattform das wirtschaftliche Potenzial ihrer Batteriespeicher um bis zu 40 Prozent steigern. Die Amortisationszeit lasse sich dadurch von bislang etwa 15 auf rund fünf Jahre verkürzen. Bereits mehr als 3.500 Industriestandorte würden mit der Software geplant oder optimiert.
„Batteriespeicher-Hardware ist heute eine Commodity. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob man einen Speicher installiert, sondern ob man ihn intelligent betreibt“, sagt Mitgründerin Lena Sophia Voß. Bestehende Systeme arbeiteten meist statisch und regelbasiert. Furo kombiniere dagegen Wetterprognosen, Preisvorhersagen und Verbrauchsmodelle zu einem lernenden System für den Multi-Use-Betrieb.
Das Unternehmen richtet sich vor allem an gewerbliche und industrielle Anwendungen, die bislang nur eingeschränkt Zugang zu flexiblen Vermarktungsmodellen hatten. Mitgründer Simon Wittner verweist darauf, dass viele Aggregatoren und virtuelle Kraftwerke vor allem Portfolios ab zehn Megawatt (MW) adressieren. Furo wolle dagegen auch kleinere Projekte bedienen und ermögliche die Vermarktung ab 150 kW sowie die Behind-the-Meter-Optimierung ab 100 kW.
Kern der Plattform ist ein Digitaler Zwilling des jeweiligen Speicherprojekts oder Industriestandorts. Damit sollen Betreiber schon vor der Installation berechnen können, welche Erlöse ein Batteriespeicher voraussichtlich erzielt. Nach der Inbetriebnahme übernimmt die Software laut Furo den laufenden Betrieb, die Optimierung und die Vermarktung der Anlage.
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