BilanzStadtwerk am See auf Kurs

Bilanzieller Höhenflug: Stadtwerk am See verdoppelt den Gewinn in nur zwei Jahren.
(Bildquelle: Stadtwerk am See)
Über 14 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftete das Stadtwerk am See (Bodenseekreis) im Geschäftsjahr 2014. Die Investitionen lagen mit über 18 Millionen Euro so hoch wie nie in der Geschichte des kommunalen Unternehmens, das im Jahr 2012 aus einem Zusammenschluss der Stadtwerke Überlingen und der Technischen Werke Friedrichshafen entstand. Geschäftsführer Alfred Müllner stellte fest: „Wir sind wirtschaftlich erfolgreich und unverzichtbarer Teil dieser Region.“ Über Gewinn und Investitionen hinaus sei 2014 ein sehr gutes Jahr gewesen. „Wir haben nie zuvor mehr Häuser neu ans Energienetz angeschlossen, nie zuvor mehr Umsätze mit Dienstleistungen gemacht, nie so viele Wärmeanlagen gebaut. Wir wollen wachsen, und das sind unsere Bausteine für die Zukunft“, erklärte Müllner.
Schlüsselthemen Ökologie und Service
Zu einem richtig guten Jahr 2014 hätten nur niedrige Temperaturen im Winter gefehlt, bilanziert der Geschäftsführer. Durch den milden Winter habe das Stadtwerk rund 20 Prozent weniger Gas und Wärme verkauft. Da auch der Absatz von Strom und Wasser sank, ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf rund 167 Millionen Euro (2013: fast 180 Millionen Euro) zurück. Der Rekordgewinn sei zum Teil auch auf einen Sondereffekt zurückzuführen, nämlich den Erlös aus dem Verkauf zweier Gasnetze an das Regionalwerk Bodensee. Dies war bei der Gründung des Regionalwerks, an dem das Stadtwerk am See beteiligt ist, vertraglich festgelegt und wurde nun wirksam.
Eine der zentralen Strategien ist laut Müllner der Bau ökologischer Wärmeanlagen und der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts. „Ökologie und Service sind unsere Schlüsselthemen in den nächsten Jahren“, kündigt Müllner an. „Hier sind wir stark – und wollen noch besser werden.“ Insbesondere mit dem Thema Ökologie beschäftigt sich das Stadtwerk intensiv. „Unser Stadtwerk setzt auf ökologische Nahwärme und baut diesen Bereich konsequent aus“, sagt Müllner. „Wir unterstützen damit auch die Anstrengungen der Städte und Gemeinden zum Klimaschutz in unserer Region.“
Bürger der Region profitieren
Der Aufsichtsratsvorsitzende des Stadtwerks am See, Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand, hob die Bedeutung des Versorgers hervor: „Vom Erfolg des Stadtwerks profitieren die Bürger der Region.“ Der Aufsichtsrat nehme den Respekt deutlich wahr, mit dem man in der Region, aber auch in der Branche vom Stadtwerk am See spreche, erklärte Brand. Und das Ergebnis sei noch höher zu bewerten, wenn man wisse, dass das Stadtwerk so viel investiert habe wie noch nie zuvor in der Geschichte. „Das sind Leistungen, die in der Region bleiben – schließlich beauftragen wir ja zum allergrößten Teil regionale Firmen“, sagte Brand. Die Wertschöpfung in der Region übersteige damit bei weitem den Überschuss des Stadtwerks.
#bild2 Besonders hoch bewertete Brand die Übernahme von Konzessionen in der Region. 2014 hat das Stadtwerk am See die Stromkonzession in Daisendorf gewonnen, 2015 kamen die Gaskonzessionen in Frickingen und Heiligenberg hinzu. Dass das Stadtwerk in den vergangenen 18 Monaten drei Konzessionen bekommen hat, sei für ihn weit mehr als ein wirtschaftlicher Erfolg. „Es zeigt das Vertrauen, das die Kommunen in unser regionales Stadtwerk haben“, sagte Brand. Die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Bodenseekreis auf Augenhöhe sei für ihn eine Herzenssache. Brand: „Auch dafür haben wir ein regionales Stadtwerk aufgebaut, das unseren Zusammenhalt im Bodenseekreis stärkt und unsere Wirtschaft unterstützt.“
Zum Online-Geschäftsbericht des Stadtwerks am See
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