BMWiStudie zu Mieterstrom veröffentlicht
3,8 Millionen Wohnungen könnten laut einer Studie von Prognos und der Kanzlei Boos Hummel & Wegerich mit Mieterstrom versorgt werden.
(Bildquelle: Jürgen Frey / pixelio.de)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat heute eine Studie zum Thema Mieterstrom veröffentlicht. Die Studie Mieterstrom – Rechtliche Einordnung, Organisationsformen, Potenziale und Wirtschaftlichkeit von Mieterstrommodellen haben das Beratungsunternehmen Prognos und die Kanzlei Boos Hummel & Wegerich gemeinsam erarbeitet.
Staatssekretär Rainer Baake (Bündnis 90/Die Grünen) sagt: „Mit dem EEG 2017 haben wir uns vorgenommen, künftig auch Mieter stärker bei der Umsetzung der Energiewende einzubeziehen. Mieterstrom kann auch ein Baustein sein, dem Ausbau der Photovoltaik neuen Auftrieb zu verleihen.“ Die Studie soll als Grundlage für die Ausgestaltung einer künftigen Förderung dienen.
Wie das BMWi mitteilt, wird beim Mieterstrom Strom aus einer dezentralen Erzeugungsanlage in unmittelbarer räumlicher Nähe – meistens im selben Wohngebäude – an Kunden geliefert. Die Studie zeigt, dass es sich in vielen Fällen für Gebäudeeigentümer, Vermieter und weitere Akteure nicht lohnt, das Potenzial zu erschließen. Eine Förderung hingegen würde die Anzahl rentabler Projekte deutlich erhöhen. Die Studie zeigt auch, dass man Mieterstrom mit einer direkten Vergütung zielgenauer und differenzierter fördern kann als mit einer pauschalen Verringerung der EEG-Umlage.
Das Potenzial für Mieterstrommodelle liegt laut der Studie bei 3,8 Millionen Wohnungen, die mit Mieterstrom versorgt werden könnten.
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