StudieTop-Digitalisierungsthemen der EVU
Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, müssen sich Unternehmen der Energiebranche zu digitalen Energiedienstleistern wandeln. Um herauszufinden, wie die Unternehmen ihre eigene Transformation zu Utility 4.0 derzeit einschätzen, hat der IT- und Businesspartner prego services eine Online-Trendumfrage durchgeführt. Die 60 Teilnehmer der Befragung stammen nach Angaben von prego zum überwiegenden Teil aus dem Top-Management von Energie- und Wasserversorgungsunternehmen aller Größen.
Laut der Umfrage sehen sich die Energieunternehmen gut aufgestellt für die Digitalisierung. So glauben 71 Prozent der Studienteilnehmer, ihr Unternehmen sei von seiner generellen Struktur her gut auf die Digitalisierung vorbereitet, 60 Prozent geben diese Einschätzung für die IT-Struktur ihres Unternehmens ab. Allerdings sehen nur 47 Prozent der Befragten ihre Kunden, und nur 44 Prozent ihr Partnernetzwerk gut gerüstet. Diese Einschätzung deutet laut prego darauf hin, dass viele Unternehmen verbesserungswürdige Schnittstellen aufweisen, die einer modernen Vernetzung mit Kunden und Partnern im Wege stehen. Bezüglich der Vorteile von Utility 4.0 gefragt, nannten 88 Prozent der Teilnehmer Chancen zu Effizienzsteigerungen; 86 Prozent sehen Chancen für neue Geschäftsmodelle. Als weitere Vorteile von Utility 4.0 genannt werden Kundenbindung (79 Prozent), erhöhte Wettbewerbsfähigkeit vorhandener Geschäftsmodelle (78 Prozent) und Neukundengewinnung (76 Prozent).
Wie prego mitteilt, hat dabei die Effizienzsteigerung derzeit für die meisten Energieunternehmen noch Vorrang vor der Realisierung neuer Geschäftsmodelle. Das zeigten die Antworten der Manager auf die Frage nach strategischen Schlüsselprojekten. Am häufigsten seien hierbei Projekte für den Smart-Meter-Roll-out genannt worden, gefolgt von Projekten zur Optimierung vorhandener Prozesse. Vorhaben, die einen Kundenmehrwert schaffen, folgen erst auf Platz drei.
Eine eindeutige Antwort gab es nach Angaben von prego auf die Frage nach den relevantesten Lösungsansätzen im Rahmen von Utility 4.0: die IT-Sicherheit. Fast alle Umfrageteilnehmer (98 Prozent) hätten dieses Thema als wichtig erachtet. „Unsere Studie zeigt, dass Prozessoptimierungen und die Implementierung von IT-Security-Strukturen derzeit die Top-Themen bei der Digitalisierung der Energieversorgungsunternehmen sind“, sagt Andreas Tzschoppe-Kölling, Geschäftsführer bei prego services. „Das ist nur logisch, denn durch die Digitalisierung ihrer Prozesse können EVU nicht nur kurzfristig dem steigenden Kostendruck begegnen, sondern auch Zeit und Budgets für die nötige Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle freisetzen. Damit einher geht die Kehrseite der Digitalisierung: die wachsenden Angriffsflächen der kritischen Netze, die umfassend vor Cyber-Attacken geschützt werden müssen.“
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