Donnerstag, 17. September 2026

regiocomNeue Cloud-Lösung für das Regulierungsmanagement

[17.12.2025] Eine neue Cloud-Plattform soll das Regulierungsmanagement in der Energiewirtschaft flexibler und modularer machen. Die RegMan-Plattform 1.0 ersetzt eine seit 20 Jahren genutzte Systemlösung und startet offiziell zur E-world 2026.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des rcRegMan Anwendertreffens in Bamberg.

(Bildquelle: regiocom)

Mit der RegMan-Plattform 1.0 stellt das Unternehmen regiocom eine neue Cloud-Lösung für das Regulierungsmanagement in der Energiewirtschaft vor. Wie das Unternehmen berichtet, wurde die nächste Softwaregeneration im Dezember 2025 beim Anwendertreffen der rcRegMan-Nutzer erstmals präsentiert und soll zur E-world 2026 offiziell in Betrieb gehen.

Die neue Plattform löst die bisherige klassische Systemlösung ab. Künftig sollen Regulierungsmanager alle relevanten Module der Software cloudbasiert nutzen und bei Bedarf auch einzeln einsetzen können. Nach Angaben von regiocom arbeiten derzeit rund 80 Unternehmen der Energiewirtschaft mit rcRegMan, insgesamt werden etwa 180 Netze mit der Lösung betreut.

Etabliertes Arbeitsmittel

rcRegMan entstand im Jahr 2005 vor dem Hintergrund der neu gegründeten Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde für die Energiewirtschaft. Ziel war es damals, Energieversorger bei der strukturierten Erfassung betriebswirtschaftlicher Daten zu unterstützen und die Berichtspflichten gegenüber dem Regulierer verlässlich zu erfüllen. Heute gilt die Software bei vielen Netzbetreibern als etabliertes Arbeitsmittel, um die umfangreichen Vorgaben der BNetzA effizient zu bewältigen. rcRegMan integriert nach Unternehmensangaben zentrale betriebswirtschaftliche Daten und unterstützt Regulierungsmanager bei der Organisation und Auswertung regulatorisch relevanter Informationen.

Im Mittelpunkt des zehnten Anwendertreffens, das anlässlich des 20-jährigen Bestehens von rcRegMan in Bamberg stattfand, stand die neue Cloud-Lösung. Rund 60 Teilnehmer tauschten sich dort über Erfahrungen und Anforderungen aus. Wie regiocom mitteilt, stellte Lars Plagemann gemeinsam mit seinem Team die Funktionen und Module der neuen Plattform vor. In Workshops konnten Anwender die Software testen und mit den Entwicklern diskutieren, unter anderem im Themenfeld „Benchmarking und KI – Zukunft in der Regulierung“.

Anspruchsvolles Handwerk

Zur inhaltlichen Ausrichtung der Lösung äußerte sich regiocom-Vorstand Klemens Gutmann auf der Tagung. „Die Arbeit im Regulierungsmanagement ist einerseits anspruchsvolles Handwerk – das Strukturieren und Gestalten eines komplexen Arbeitsmaterials mit vielen Wiederholungstätigkeiten“, sagte Gutmann. Diese Tätigkeiten müsse eine Systemlösung erleichtern und möglichst automatisieren. Zugleich sei Regulierungsmanagement eine Erfahrungswissenschaft, deren Prozesswissen in rcRegMan abgebildet werde.

Auch im Bereich der Kostenrechnung sieht regiocom weiteres Entwicklungspotenzial. Gutmann zufolge können mit rcRegMan „auch zwei Jahrzehnte nach den ersten Codezeilen noch neue Funktionsebenen entdeckt und entwickelt werden“. Als Cloud-Lösung solle die RegMan-Plattform das kaufmännische und strategische Regulierungsmanagement dabei unterstützen, Tendenzen im Kosten- und Erlöspfad frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Über die neue Plattform will regiocom zur E-world 2026 am eigenen Stand in Halle 3 informieren.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

GISA: Stadtwerke Bonn modernisieren Data Warehouse

[17.09.2026] Die Stadtwerke Bonn haben ihr bisheriges SAP Business Warehouse durch eine neue Plattform auf Basis von SAP BW/4HANA ersetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister GISA wurde die Analytics-Landschaft des kommunalen Unternehmens neu aufgestellt. mehr...

Thüga SmartService: KI-Plattform für Stadtwerke gestartet

[09.09.2026] Thüga SmartService hat mit SKIP eine speziell auf die Energiewirtschaft zugeschnittene Plattform für Künstliche Intelligenz entwickelt. Stadtwerke und Energieversorger sollen damit KI-Agenten für Wissensmanagement und Geschäftsprozesse einsetzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. mehr...

cortility: KI automatisiert Standardanliegen

[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...

Illustration eines Laptops, aus dessen Bildschirm eine Rechnung in Papierform ausgegeben wird. Die Darstellung symbolisiert den digitalen Rechnungsversand.

E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet

[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...

bericht

KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht

[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...

Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud

[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...

bericht

Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung

[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen

[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...

bericht

IT-Infrastruktur: Vollumfassende Integration

[11.08.2026] Neue digitale Angebote und gesetzliche Anforderungen überfordern die IT-Landschaften der Stadtwerke zunehmend. Insbesondere bei systemübergreifenden Prozessen reichen punktuelle Integrationen nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr durchgängige Prozessketten, die verteilte Anwendungen zuverlässig verbinden. mehr...

cortility: EDM-Kooperation mit endica

[11.08.2026] Das Unternehmen cortility überträgt die bislang von endica eingesetzten Lösungen für das Energiedatenmanagement auf SAP S/4HANA Utilities. Damit soll das Energiedatenmanagement für Strom und Gas auch in der neuen Systemlandschaft von endica verfügbar sein. mehr...

Kraftwerk Software Gruppe: Neue KI-gestützte Wissensplattform vorgestellt

[24.07.2026] Die Kraftwerk Software Gruppe hat mit der Lösung kraftwerk.Knowledge eine KI-gestützte Wissensplattform für Versorgungsunternehmen vorgestellt. Sie soll Stadtwerke bei der Dokumentation, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der schnellen Suche nach Fachinformationen unterstützen. mehr...

Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen

[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...

cortility: SAP-Umstellung bleibt eine Herausforderung

[17.07.2026] Mit dem Ende des Supports für SAP R/3 Ende 2027 wächst der Zeitdruck für Energieversorger. Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters cortility werden jedoch zahlreiche Unternehmen den Termin nicht einhalten können. mehr...

enercity: Test für KI-Energie-Assistenten

[16.07.2026] enercity hat die Testphase eines KI-Energie-Assistenten gestartet, der Kundinnen und Kunden die Verwaltung ihres Energievertrags direkt über ChatGPT ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens können unter anderem Vertragsdaten eingesehen, Rechnungen abgefragt und Zählerstände übermittelt werden. mehr...

Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten

[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...