Sonntag, 8. November 2026

beegyWhite-Label-Lösung für Stadtwerke

[22.09.2025] Mit einem neuen Energiemanagementsystem will das Unternehmen beegy Stadtwerke dabei unterstützen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Das System soll den Stromverbrauch und die -einspeisung intelligent steuern und sich einfach in bestehende Angebote integrieren lassen.

Heimenergiemanagement: Steuerbefehle werden an Geräte wie Wallbox, Wärmepumpe oder Wechselrichter weitergeleitet.

(Bildquelle: beegy GmbH)

Das Unternehmen beegy hat ein Home Energy Management System (HEMS) vorgestellt, das Stadtwerke als sogenannte White-Label-Lösung einsetzen können. Damit lassen sich nach Angaben von beegy die Vorgaben aus dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erfüllen. 

Das System nimmt Steuerbefehle des Verteilnetzbetreibers über ein Smart-Meter-Gateway entgegen und leitet sie an Geräte wie Wallbox, Wärmepumpe oder Wechselrichter weiter. Alle Schritte würden lokal dokumentiert. „Unsere Architektur trennt Haus, Netz und Backend strikt, setzt Steuersignale lokal um und dokumentiert jede Maßnahme auditfest. So reduzieren wir die Komplexität in der Implementierung und schaffen Freiräume – und das ‚out of the box‘, mit minimalem Installationsaufwand“, erklärte Geschäftsführer Carsten Bruns.

Verbrauchssteuerung bei hoher Netzlast

Nach Angaben des Unternehmens können die Funktionen auch dann greifen, wenn die Internetverbindung kurzfristig ausfällt. Die Steuerung bleibt lokal aktiv, Nachweise werden später synchronisiert. Damit sollen Stadtwerke ihren Kundinnen und Kunden eine gesetzeskonforme Lösung anbieten, ohne an Portale einzelner Hersteller gebunden zu sein. Ein Beispiel ist die Verbrauchssteuerung bei hoher Netzlast: Wird ein Steuerbefehl geschickt, verteilt das System das verfügbare Leistungsbudget auf die angeschlossenen Geräte. So kann etwa die Ladeleistung einer Wallbox gedrosselt oder der Betrieb einer Wärmepumpe verschoben werden.

Auch beim Einspeisemanagement zeigt sich der Ansatz. Fordert der Netzbetreiber eine Reduzierung der Einspeisung aus Photovoltaikanlagen, wird überschüssiger Strom lokal genutzt – zum Laden einer Batterie, eines Elektroautos oder zur Warmwasserbereitung. Das soll Ertragsverluste verringern. Gleichzeitig werden die erforderlichen Nachweise bereitgestellt.

Eigenes Subnetz mit Firewall

Besonders hervorgehoben wird von beegy die Sicherheit: Ein eigenes Subnetz mit Firewall kontrolliert die Kommunikation, alle Verbindungen laufen verschlüsselt. Unkontrollierte Verbindungen zu Hersteller-Backends seien damit ausgeschlossen. Stadtwerke könnten das System nach Angaben von beegy in ihre Tarife und Portale einbinden und so ihren Kundinnen und Kunden einen sofort einsatzfähigen Dienst bieten.





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